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Autor Thema: Chabasit  (Gelesen 1416 mal)

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Offline Lexikon

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Chabasit
« am: 17 Aug 20, 21:26 »
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Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Richterbruch
Chabasit
« Letzte Änderung: 29 Aug 20, 23:09 von oliverOliver »

Offline Elisabeth K.

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Chabasit
« Antwort #1 am: 17 Aug 20, 21:26 »
Die Größe der Kristalle und das "schlackige" Erscheinungsbild des Phonoliths lässt hier ein böhmisches Stück aus der Umgebung von Usti vermuten. Mir sind Chabasite dieser Größe von Hammerunterwiesenthal nicht bekannt. Ich denke, hier liegt eine Fundortverwechslung vor. Zumal gern böhmische Phonolithdrusen mit der Angabe Hammerunterwiesenthal in den Handel geraten sind.

Offline felsenmammut

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Re: Chabasit
« Antwort #2 am: 17 Aug 20, 23:36 »
Glück Auf!

Ich kenne zwei Stufen Chabasit mit der Fundortangabe Hammerunterwiesenthal, die einen für Hammerunterwiesenthal sehr typischen Phonolith zeigen. Soll heißen, ich kann an diesen zwei Stufen kein Argument finden, dass gegen Hammerunterwiesenthal spricht. An die Größe der Kristalle ich mich nicht erinnern, aber es waren mit bloßen Auge typische Chabasitzwillinge zu sehen. Die Bruchflächen einiger randnaher Chabasite sprach auch für Chabasit. Zumindest konnte man Calcit daran ausschließen. Chabasit wird in Hammerunterwiesenthal trotzdem selten gewesen sein. Chabasit dürfte wohl eher auf den oberen Sohlen gekommen sein, als auch der Thomsonit noch regelmäßig angetroffen wurde.

Deine Bedenken bei dem hier diskutierten Stück kann ich nachvollziehen. Ich habe mir das Bild auch schon einige Mal angeschaut und in Gedanken mit einem "fraglich" kommentiert. Der Phonolith von Hammerunterwiesenthal ist aber keineswegs immer so kompakt, wie man es von den meisten Stufen kennt. Ich habe selber Stufen in Hammerunterwiesenthal aus großen Blöcken geborgen, deren umgebender Phonolith für Hammerunterwiesenthal ungewöhnlich porös war. Die entscheidenen Details sind auf dem Bild auch nicht zu erkennen. Man müsste schon das Stüfchen in natura sehen und wahrscheinlich sogar ein Mikroskop bemühen und auch Vergleichstücke von fraglichen Fundstellen in Böhmen (z.B. Řepčice) hinzuziehen, um Argumente gegen Hammerunterwiesenthal zu finden. Ich sehe zwar, dass die Unwahrscheinlichkeit größer ist als die Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft aus Hammerunterwiesenthal, aber keine ausreichende Faktenlage, um an der bestehenden Beschriftung etwas zu ändern. Vielleicht meldet sich ja der Besitzer der Stufe. Wenn es ein Eigenfund ist, der vielleicht noch aus einem größeren Block herausgearbeitet wurde, stammt es aus Hammerunterwiesenthal.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Chrisch

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Re: Chabasit
« Antwort #3 am: 18 Aug 20, 00:14 »
Da war mal wieder jemand schneller ;) Aber ich kann Elisabeth nur beipflichten, von HU habe ich - lasse mich gern eines Besseren belehren - bisher noch keinen sicheren Chabasit gesehen, die vermeintlichen Kandidaten aus dem Bereich der unteren Sohlen waren bisher Fluorite oder Calcitrhomboeder. Was die obersten Sohlen angeht, kann ich allerdings nicht mitreden. Aber die Matrix paßt auch meiner Meinung nach einfach nicht, den Phonolith aus dem Richterbruch kenne ich abgesehen von Xenolithen im Bereich der tiefsten Sohlen auch nur "dicht", da muß man Elisabeth mal wieder recht geben; was möglicherweise eventuelle gesicherte Fundumstände und intensive Vergleiche angeht, aber auch dem Felsenmammut. Ein einfaches Etikett oder die Aussage, habe ich getauscht/gekauft, würde mich jedenfalls nicht überzeugen! Allerdings handelt es sich auch nur um das Photo einer Stufe und einen Bildausschnitt daraus, und schon das gute alte Hexeneinmaleins sagt "Eins ist keins, und zwei ist eins..."

Gruß Chrisch


Offline uwe

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Re: Chabasit
« Antwort #4 am: 18 Aug 20, 07:59 »
Die Matrix der abgebildeten Stufe spricht nicht gegen den Richterbruch. Besonders in den für Sammler interessanten Bereichen ist der Phonolith oft nicht sehr kompakt.

Gruß
Uwe

Offline Elisabeth K.

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Re: Chabasit
« Antwort #5 am: 18 Aug 20, 11:34 »
Zugegeben, im in den 50er und 60er Jahren angebauten Hauptschlot (denn nur daher könnte meiner Auffassung nach solch ein Stück herstammen), war der Phonolith mitunter blasiger ausgebildet. Dennoch, es passt das Gesamtbild nicht so ganz, das gilt auch für die tonigen Verwitterungsprodukte in der Druse.

Chabasit ist nichtsdestotrotz im Richterbruch nachgewiesen worden. Mein Mann hat zwei kleine untersuchte Stücke mit wasserklaren rhombischen xx besessen, die waren allerdings sehr klein.

Glückauf!
Elisabeth

Offline steinfried

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Re: Chabasit
« Antwort #6 am: 19 Aug 20, 13:45 »
Hallo, ich hatte bei einem Dresdner Sammler, Chabasite gesehen, die auf typischen Phonolith waren und wenigstens 7mm groß waren.

Grüße

Offline Mineralroli

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Re: Chabasit
« Antwort #7 am: 20 Aug 20, 19:46 »
Zitat
Ich sehe zwar, dass die Unwahrscheinlichkeit größer ist als die Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft aus Hammerunterwiesenthal, aber keine ausreichende Faktenlage, um an der bestehenden Beschriftung etwas zu ändern.
Dem schließe ich mich an.
Das Stück war schon lange in einer Sammlung, bevor ich selbst angefangen habe zu sammeln und das ist nun auch schon 40 Jahre her.
Der Vorbesitzer war ein anerkannter Geologe und Erzgebirgssammler, dessen Angaben man vertrauen konnte.

Offline Elisabeth K.

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Re: Chabasit
« Antwort #8 am: 28 Aug 20, 15:53 »
Erledigt.

 

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