Mineralien / Minerals / Minerales > Mikroskop- und Makroaufnahmen
Micromineralien in 3 D fotografiert
Matthias Reinhardt:
Hallo,
ja räumlich sehen ist nicht jedermanns Sache. Einige müssen sich dabei anstrengen.
Ich dachte so an Mineralienvorträge wo der Laie einen besseren Eindruck von den Mineralien bekommen würde.
Der Aufwand solcher Fotos ist riesig aber es macht spaß. Ich habe mich für die Rot/Grüne Variante entschieden, um mit einer günstigen Papierbrille die Bilder zu betrachten. Ich werde aber noch die anderen Varianten testen. Z.B. die wo mann auch im Fernseher 3 D sehen kann.
schöne Grüße
Matthias
Kupperdroll:
Hallo,Matthias!
Grüss Dich Martin !
Ich bin ebenfalls ein Blindfisch.
Die Idee ist sicherlich eine wunderschöne Sache.Aber wir "Blindfische" sind nun mal auf die alte Technik angewiesen.Wobei sich mir die Frage stellt: Was ist der unterschied zwischen meiner 2-D-Welt(li. 10% / re. 105%) und der realen 3-D-Welt der Normalsehenden? Schließlich falle ich nicht jede Treppe oder Bordsteinkante herrunter.
Dennoch muß ich Stefan beipflichten :
--- Zitat ---Erzähl doch mal was zur Technik, wie Du die Bilder gemacht hast.
--- Ende Zitat ---
Ich wünsche dir weiterhin viel Spass dabei!
MfG
palpatine:
Hallo Matthias,
respekt, klasse Leistung. Bei den beiden ersten Bildern muss man "Schielen" um den 3D-Effekt zu bekommen. Mit etwas Übung ist das eig. ganz einfach. Mann kann mit dem "Schielen" sogar Filme anschauen, aber nur kurze Zeit, ist ziemlich anstrengend auf dauer. ;D
Es gibt schon einige solcher Bilder in der Medienbibliothek. Sehen alle gut aus.
Die Technik, die du dafür anwendest, würde m ich auch interessieren. Respektable Leistung. Hut ab.
Gruß aus Franken
Marcel
Klaus Schäfer:
Hallo Leute,
Man kann diese wunderschönen Bilder auch ohne Hilfsmittel dreidimensional betrachten.
Im Magazin " Schweizer Strahler" waren früher häufig 3D-Bilder abgebildet und es gab eine stereoskopische Brille zum Betrachten.
Da diese ständig verloren ging, fanden ein paar Mitglieder der SVSMF heraus, daß man durch ein Schielen, bei dem beide Bilder nach außen gerückt werden, und bei dem dann ein unscharfer Bereich in der Mitte von in etwa der Breite eines der Bilder gehalten werden soll, dieser Bereich (mit etwas Übung) nach kurzer Zeit scharf und dreidimensional empfunden wird.
Am Anfang der Versuche ist dieser Effekt nur kurz und etwas knifflig zu erreichen, mit etwas Training kann man diesen Blick länger halten.
Gruß von Klaus
Lynx:
Hallo Klaus und Klaus,
was Schielen angeht, das ist bei mir schon eingebaut - aber die Software (nein, nicht am Computer, sondern im Kopf) rechnet daraus nur 2D-Bilder. Die Gewährleistungsfrist ist abgelaufen (bin schon über 18 ;-) ) und Nachbessern (Schiel-OP) hat auch nix geholfen. Ob mir jemand irgendwann eine neue Software anbietet? VW vielleicht?
Im Ernst - für einen Normalsichtigen gibt es eine Reihe Tricks, dreidimensional zu sehen, aber wenn die Software (die im Alter von rund 2-3 Jahren festgelegt wird) nicht den Weg "Triangulieren über den Unterschied der Bilder der beiden AUgen", sondern den Weg "Großenverhältnissen in dem mindestens einen Bild abschätzen" gewählt hat, um Tiefeninformation zu erzeugen, dann geht leider nichts mehr.
Die Ursachen dafür, dass Triangulieren nicht klappt, können zu große Winkelfehler der beiden Augen (Schielen) oder zu große Unterschiede in der Sehfähigkeit der Augen oder auch fehlende Koordinierung der Augen oder ähnliches sein.
Wir hatten für ein Projekt zum Thema augmented reality for nanosciences während meiner Zeit in Frankreich Versuche gemacht, Mikroskopbilder mit Abbildung zugehöriger Oberflächeneigenschaften (also etwa: weiche klebrige Oberfläche) zu überlagern und damit in 3d zu visualisieren. Zu unserem größten Erstaunen war es für die Probanden, denen wir die Bilder gezeigt haben, bei den 3d-Darstellungen ganz schwierig, herauszufínden, welcher Teil (welches Objekt) im Bild wichtig war. Das wurde als "Orientierungschwierigkeit" beschrieben. Die Codierung der Eigenschaft (über Fraben, Schraffuren, dynamischen Überlagerungen oder was sonst den Kollegen einfiel) machte den Leuten wenig Probleme.
Bei 2d-Darstellungen hatten die Probanden nicht die genannten Orientierungschiwierigkeiten.
Ob die ungewohnten Bilder (wer sieht schon täglich Bilder von Molekülen auf Oberflächen?) oder die dreidimensionale Darstellung das größere Problem war, weiß ich nicht. Technisch waren die Darstellungen jedenfalls brilliant (da waren Leute von Design und Film dabei), aber eben irritierend.
Allerdings habe ich das Projektende nicht mehr mitgemacht, weil mein Vertrag auslief und ich an ein anderes Labor gewechselt habe.
Mir ist die etwas ernüchternde Erfahrung hängen geblieben, dass anscheinend für eine Visualisierung von Information andere Spielregeln gelten, als für Unterhaltungsbilder. Trotzdem kann es ein interessantes Medium sein - das war durchaus die Rückmeldung der Probanden ("... c'est interessant, quand même...)
Grüße,
Martin
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