Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Meinungen zu Schlackestück
Blauhund:
Hallo ,
das Stück ist ca. 35x30x20 Millimeter groß. Es sind richtig tiefe Kavernen vorhanden, und besonders auf der Ansichtsseite 3 sieht man, dass die Schlacke dort ziemlich mit Sandkörnern durchsetzt ist. Hier könnte man auch meinen, kleine längliche Abdrücke von kleinen Stäbchen erkennen zu können.
In der Ansicht 2 zeigt sich eine längliche Struktur.
In Ansicht 4 ist eine gut erkennbare Farbtrennung zwischen dunklem Material und dem kreisförmigen, eher rötlichem Material.
Für alles an an Meinung und Erklärung bin ich dankbar.
Das Stück stammt aus einer sehr großen Windwurfwurzel. Der Boden dort ist bis auf eine recht dünne Humusschicht purer scharfer Sand, gefärbt von Rot im oberen Bereich, bis sehr hell in die Tiefe von eineinhalb Metern, wo langsam der Übergang ins granitene Grundgebirge beginnt. In dem Sandbereich scheints bis auf ein paar Granitstücke keinerlei Gesteinsbrocken zu geben.
Es kam jedoch ein grünliches Gesteinsstück zum Vorschein, zu dem ich in einem zweiten Beitrag Fragen habe.
Bis hierhin schonmal ein Danke!
Stefan:
Hallo,
wenn Deine Frage darauf abzielt ob das ein Meteorit ist, nein ist es nicht.
Mit Schlacke hast Du es richtig bezeichnet.
Viele Grüße
Stefan
Schatten:
Morjen Blauhund,
eine gezielte Frage wär echt hilfreich ;)
Wenn ich mir die Bilder so ansehe, würde ich das gute Stück knacken.
Im letzten Bild ist in den Hölräumen eine Interessante grünliche Verfärbung zu sehen.
Mit etwas Glück könnten sich, nach dem knacken, sogenannte Mineralneubildungen zeigen.
Gruß
Silvio
Blauhund:
Meteorit war nie Gegenstand meiner Überlegungen.
Da ist nichts Grünes in den Kavernen, da täuscht das Bild.
Die Fläche von Bild 2 ist die einzige an dem Stück, die einen gewissen metallischen Glanz als auch diese strahligen Riefen aufweist. Kanns davon kommen, dass die Ursprungsschlacke hier an der Luft ausgekühlt ist? Die Gegenseite in Bild 3 wäre dann die, die direkt mit einem sandigen Untergrund Kontakt hatte; dafür spräche die starke Vermengung mit Sandmaterial und die länglichen Abdrücke.
Wie hat man sich frische Schlacke bei einem altertümlichen Verhüttungsprozess überhaupt vorzustellen? Wär es denn überhaupt möglich, dass Abdrücke von organischem Material, zb.Tannennadeln, entstehen können?
Auf Bild 4 sieht man einen Farbunterschied von schwärzlichem und diesem rötlichbraunen runden Bereich. Ist das ein Anzeichen für eine, wie soll ichs ausdrücken, recht simple und urtümliche Schmelztechnik? Wenn man mit einem sehr kleinen Magneten an einer Schnur hängend drübergeht, ist der rötlichbraune Bereich der mit Abstand stärkste magnetische Bereich.
Ich find relativ oft Schlacke, mittelalterlich oder noch älter. Das vorliegende Stück unterscheidet sich doch sehr von bisher Gesehenem. Zudem finden sich jetzt in der gleichen Schicht Scherben aus der Vorzeit (Urnenfelderzeit, latenezeitlich...). Es gibt auch vereinzelt im Sand einer anderer Windwurfstelle 'rostige' und sehr feste Sandverklumpungen; wäre die Bezeichnung Raseneisenerz richtig? (Bild von so einem Stück später, wenns getrocknet ist)
Die Tage trenn ich die Schlacke mal vorsichtig bis zur Hälfte auf, und brech den Rest durch.
Harzsammler:
Hallo,
Rennofenschlacke weist oft Abdrücke und Einschlüsse von Holzkohle auf ( die Riefen).
Auch Schmiedeschlacken sind oft Holzkohlrhaltig aber nicht magnetisch.
Grüße,
Michael
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