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Seltsames Stück Buntsandstein

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Uwe Kolitsch:
Könnten dann ein hauptsächlich aus Bundsandsteingeröllen bestehendes Konglomerat mit carbonatischem Bindemittel sein.

Harzsammler:
Auch wenn es sich um rote Buntsandstein-Gerölle in gelber Matrix handelt, würde ich die Grenzgelbkalkbank (Übergang Buntsandstein/Muschelkalk) in Betracht ziehen.

Bei uns in Thüringen besteht die zwar aus grauen Tongeröllen in gelber Matrix, aber in BaWü ist die Fazies ja eine andere.

Grüße,
Michael

odomos:
Hallo,
das gezeigte Sück stammt aus dem Plattensandstein des oberen Buntsandsteins, aus einer Tiefe von etwa 18m u. GOK. Grenzgelbkalkbank kann ich daher ausschließen.
Ich denke auch, dass es sich wohl um eine Art Konglomera handelt, bestehend aus Sandsteinlithoklasten in einer Karbonatmatrix.
An dem Stück wird auch noch eine Mineralanalyse und Dünnschliffe angefertigt. Wenn ich die ergebnisse habe, werde ich es hier mitteilen. Wird aber wohl noch etwas dauern.
Vielen Dank für eure Hilfe  :)

Geomaxx:
Hi Sascha,
wenn ichs mir so recht überlege, ist die Einstufung in die Plattensandstein-Formation sehr wahrscheinlich.
Innerhalb der Plattensandstein-Formation sind aus dem unteren Teil der Plattenkalk-Formation Horizonte bekannt, die bei ORTLAM (1967) als Violette Horizonte bezeichnet sind und von zwischenliegenden Sandsteinpakteten getrennt sind. In manchen Gegenden des Südschwarzwaldes ist einer der Violetten Horizonte (VH 4) so ähnlich ausgebildet, wie auf Deinen Fotos zu sehen. Die knolligen, knotigen, unregelmäßig umrandeten Gerölle wurden als Horizonte mit Caliche-Knollen angesprochen (vgl Mineralienatlas Lexikon). Genauso würde ich Deine Bohrkern-Horizonte bezeichnen.
Als Literaturstelle mit abgebildetem Bohrprofil guckstu http://www.lgrb-bw.de/produkte_lgrb/informationen/informationen_17/pdf_pool/info17__gesamt_aktualisiert.pdf

Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX

odomos:
Hallo Maximilian,
besten Dank für diesen Link. Das hilft mir ungemein. In der Tat gibt es entlang des Bohrprofils auch zwei solcher Horizonte, welche zwar von der Mächtigkeit von der Literatur abweichen, allerdings sehr dicht aufeinander folgen. Es spricht also für diese Verwitterungshorizonte.
Das hilft mir auch bei der stratigraphischen Einordnung.  :)
Vielen Dank für die Hilfe!!

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