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Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz

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Mabu:
Hallo,

ich habe etwas mit verschiedenen Diffusormaterialien experimentiert.

Vielleicht sind die Ergebnisse ja für den einen oder anderen interessant.

Als Diffusoren habe ich 1.) Milchglas (ein Glas eigentlich für Teelichter vorgesehen, in das ich die Stufe positioniert habe
                                     2.) Papier (ein weißes, dünnes Papier in der Art, was manchmal in Schuhkartons verwendet wird
                              und 3.) Plastik als weiße Folie aus dem Bastelgeschäft genommen.

Anbei die Bilder einer Stufe von Uwarowit xx mit etwas Shuiskit xx; die Bildbreite beträgt je 2,9mm.
Die Fotos wurden am Balgen aufgenommen mit einem Nikon U10 als Objektiv und einer Olympus E330 als Kamera. Als Beleuchtung wurden 2 Schott Kaltlichtspiegellampen KL 1500 mit Schwanenhalslichtleitern verwendet.

Als erstes einzelne Bilder ohne jegliche Bearbeitung:

Zuerst eine Aufnahme ganz ohne Diffusor; meiner Meinung nach ist sie nicht zu gebrauchen:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz

2a) mit Papierdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz



Jetzt die fertig bearbeiteten Bilder

1b) mit Glasdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz

3b) mit Plastikdiffusor:

joy:
Hallo Marko, Danke für den schönen vergleich den du uns zeigst.

Ein Objektnaher Diffusor wirkt durch den bereits weiter ausgeweiteten lichtkegel stärker.

In deinem Beispiel gebe ich dir recht dass ein mittelstarker Diffusor die beste Wahl darstellt.

Unberücksichtigt lässt du in deiner Diskussion die Beschaffenheit des Minerals. Ich würde es als ein Mineral mit überdurchschnittlich hohen Kontrast einstufen. Daher auch die besseren Ergebnisse mit dem Diffusor. Farblose Kristalle auf farbloser Matrix würde ich ohne Diffusor und Manipulation vom schwarzwert und Kontrast  im histogramm versuchen. Ein dunkles reflektierendes Sulfid braucht eher einen stärkeren diffusor. Gefühlt hat das Auge einen größeren Dynamikumfang und gleicht große Unterschiede in Kontrasten besser aus. Die Kamera braucht den Diffusor!

guefz:
Wobei das Bild mit dem Glasdiffusor nicht so ganz in den Vergleich passt, da das Motiv dort ein wenig verdreht ist, was die Vergleichbarkeit behindert. Der Papierdiffusor leistet nach meinem Empfinden noch nicht genug und der Plastik-Diffusor leistet schon zu viel. Irgendwo dazwischen wäre vermutlich das Optimum, sinnvoll vergleichbar aber nur wenn das Motiv nicht verändert wird.

Günter

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