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Autor Thema: Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz  (Gelesen 2209 mal)

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Offline Mabu

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Hallo,

ich habe etwas mit verschiedenen Diffusormaterialien experimentiert.

Vielleicht sind die Ergebnisse ja für den einen oder anderen interessant.

Als Diffusoren habe ich 1.) Milchglas (ein Glas eigentlich für Teelichter vorgesehen, in das ich die Stufe positioniert habe
                                     2.) Papier (ein weißes, dünnes Papier in der Art, was manchmal in Schuhkartons verwendet wird
                              und 3.) Plastik als weiße Folie aus dem Bastelgeschäft genommen.

Anbei die Bilder einer Stufe von Uwarowit xx mit etwas Shuiskit xx; die Bildbreite beträgt je 2,9mm.
Die Fotos wurden am Balgen aufgenommen mit einem Nikon U10 als Objektiv und einer Olympus E330 als Kamera. Als Beleuchtung wurden 2 Schott Kaltlichtspiegellampen KL 1500 mit Schwanenhalslichtleitern verwendet.

Als erstes einzelne Bilder ohne jegliche Bearbeitung:

Zuerst eine Aufnahme ganz ohne Diffusor; meiner Meinung nach ist sie nicht zu gebrauchen:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz


1a) mit Glasdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz


2a) mit Papierdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz


3a) mit Plastikdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz




Jetzt die fertig bearbeiteten Bilder

1b) mit Glasdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz


2b) mit Papierdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz


3b) mit Plastikdiffusor:
Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz




Kurzes Fazit:
Ein Diffusor ist bei obiger Stufe notwendig, um nicht zu starke Reflexionen zu haben, die die Bilder ausbluten lassen würden. Dieser muss stark genug sein, um ein weicheres Licht zu erzeugen; darf aber andererseits nicht so stark sein, dass das Bild zu viel an Kontrast und Brillanz verliert.
Meiner Meinung nach sind die Bilder mit Papier als Diffusor am besten. Beim Stacken musste hier am wenigsten Nachbearbeitung erfolgen, da die Bereiche im Fokus viel besser erkannt wurden. Ich denke es liegt daran, dass der Kontrast hier besser ist und das Stacking-Programm (bei allen Aufnahmen wurde Helicon Focus verwendet) dadurch besser rechnen kann.
Bei diesem Versuch und nach meiner Erfahrung im Allgemeinen habe ich den Eindruck, dass es gut ist, den Diffusor möglichst nah an das Objekt zu bringen, um gute Ergebnisse zu bekommen, statt ihn nah an der Lichtquelle zu platzieren.

Was ist eure Meinung zu obigem Vergleich?
Was eignet sich eurer Meinung und Erfahrung nach gut als Diffusor?
Wo platziert ihr den Diffusor?

Gruß,
Marko

Offline joy

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Re: Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz
« Antwort #1 am: 04 Dec 17, 02:26 »
Hallo Marko, Danke für den schönen vergleich den du uns zeigst.

Ein Objektnaher Diffusor wirkt durch den bereits weiter ausgeweiteten lichtkegel stärker.

In deinem Beispiel gebe ich dir recht dass ein mittelstarker Diffusor die beste Wahl darstellt.

Unberücksichtigt lässt du in deiner Diskussion die Beschaffenheit des Minerals. Ich würde es als ein Mineral mit überdurchschnittlich hohen Kontrast einstufen. Daher auch die besseren Ergebnisse mit dem Diffusor. Farblose Kristalle auf farbloser Matrix würde ich ohne Diffusor und Manipulation vom schwarzwert und Kontrast  im histogramm versuchen. Ein dunkles reflektierendes Sulfid braucht eher einen stärkeren diffusor. Gefühlt hat das Auge einen größeren Dynamikumfang und gleicht große Unterschiede in Kontrasten besser aus. Die Kamera braucht den Diffusor!
« Letzte Änderung: 04 Dec 17, 02:32 von joy »

Offline guefz

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Re: Diffusor für Mikrofotografie: Material und Einsatz
« Antwort #2 am: 04 Dec 17, 18:22 »
Wobei das Bild mit dem Glasdiffusor nicht so ganz in den Vergleich passt, da das Motiv dort ein wenig verdreht ist, was die Vergleichbarkeit behindert. Der Papierdiffusor leistet nach meinem Empfinden noch nicht genug und der Plastik-Diffusor leistet schon zu viel. Irgendwo dazwischen wäre vermutlich das Optimum, sinnvoll vergleichbar aber nur wenn das Motiv nicht verändert wird.

Günter

 

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