Hallo Leute,
Kommt mal wieder runter

So ganz kann ich eure Aufregung nicht nachvollziehen. Irgendwie hat aber jeder recht.
Ein erfahrener Fotograf wird selbst mit einer Billigausrüstung noch halbwegs brauchbare Aufnahmen zu stande bringen, während ein schlechter auch mit der besten Hardware nichts auf die Reihe kriegtDas Problem ist oft
hinter oder auch
vor der Kamera, weniger die Kamera selbst. Es gibt Stufen, die schlichtweg nicht fotogen sind und auch Leute, die nicht das "Auge" zum fotografieren haben.
Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen, nicht wissend, welche Ansprüche gestellt werden, welches Budget zur Verfügung steht, und in welchem Größenbereich sich die Objekte bewegen, möchte ich folgendes empfehlen:
Anschaffung eines
Body einer spiegellosenSystemkameraDazu passende Objektive sind für
diesen Zweck mit Rücksicht auf das Budget nicht unbedingt erforderlich.
Die Kamera muss fernauslösbar sein und sollte möglichst auch live-view am PC ermöglichen.
Einige (gebrauchte) Objektive in verschiedenen Brennweiten von älteren analogen Kameras. Diese stehen in der Qualität den neueren oft nichts nach oder sind diesen sogar überlegen. Zweckmäßigerweise sollte man beim Kauf darauf achten, dass möglichst alle Objektive mechanisch dem gleichen System angehören (z.B. 40 mm Gewinde).
Nun benötigt man lediglich noch einen Adapter, passend für den Kameratyp auf das System der Objektive, also z.B. von Bajonett auf 40 mm Gewinde. Das Angebot auf Amazon und Ebay ist reichlich. (10-20 €).
Damit könnte man schon loslegen. Weiterhin sind aber zu empfehlen
Ein Umkehrring (Adapter vom Filtergewinde zur Objektivaufnahme), um die Objektive in Retro-Stellung betreiben zu können.
Ein Satz Zwischenringe oder einen Balgenauszug.
Diese "Grundausstattung" kann bei Bedarf natürlich jederzeit um zusätzliche Spezialobjektive erweitert werden. Bei Verwendung von Mikroskopobjektiven muss/sollte man einen bestimmten Abstand (meist 160 mm) zum Sensor einhalten, bzw vor einem Teleobjektiv betreiben, wenn diese auf unendlich korrigiert sind. Dazu sind dann zusätzliche Adapter (step-up/step-down - Ringe) erforderich, die (meist) auch im Internet erhältlich sind.
Beleuchtung, Stativ, Stacking-Schlitten, X-Y-Tisch usw. sind weitere Erfordernisse, abhängig von Art und Größe der Stufe.
Mit einer normalen Touristenkamera aus dem unteren oder mittleren Preissegment lassen sich im allgemeinen keine guten Mineralfotos machen. Der Autofocus
muss abschaltbar sein! Im Notfall leistet dann ein Handy mit einer entsprechenden App (z.B. OpenCamera) bessere Dienste. In Verbindung mit einem Stativ ist sogar bedingt (focus)Stacking möglich, ohne eine Abstandsänderung vornehmen zu müssen.
Thomas