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ABC-Alarm wegen Kiste aus einer Mineraliensammlung

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Alcest:
Klar, der Heimanwender kann die Abgase kaum klimafreundlich filtern. Ich dachte ausschließlich an größere Kraftwerke. Aber eigentlich will ich das gar nicht wissen...

vandendrieschen:
Der 71 jährige ist mir sympathisch und hat bestimmt mehr auf dem Kasten (ehem. Uranbergbauarbeiter) als die Jungspunde heutzutage und tut mir schon etwas leid. So ein Affenzirkus nur wegen einer daumengroßen Pechblende. Die Sprecherin kannste genauso in der Pfeife rauchen "natürlichen Ursprungs, dass aber in Privathänden nichts zu suchen hat", wie den 30 jährigen Typen. Alles Pappnasen. Ich glaube, dass die vom ABC Trupp sich auch gern wichtig machen um nichts, wie Sozialarbeiter. Es hätte gereicht, erstmal mit dem Geigerzähler an die Kiste zu gehen, statt alles großräumig abzusperren wie bei einem Ebola Ausbruch. :-X Jedes poblige Entschärfungsteam hat sogar Roboter. Die müssten sich ja nicht mal selber der Kiste nähern, wenn sie so viel dampf davor haben. Und den Krümel dann noch in einer Bleikiste abtransportieren, als wäre das sonst was für Plutonium, setzt die Krone auf. Sowas verschwindet bei mir in der Tasche. ::) Und wenn der Besitzer bestätigt, dass es Pechblende ist und noch dazu weiß, wo er sie gefunden hatte, muss man es nicht extra nach Rossendorf hieven, um es dort zu analysieren, sondern hätts dem Besitzer zurückgeben können.
(Ich habe das alte Thema nicht gesucht, sondern bin über Weirdos Uranmineralien drauf gestoßen).

Auf der letzten Börse, also vor Corona, stand  eine 12 cm große Autunitstufe frei herum. Und aus dem Erzgebirge wurde reichlich Uranmaterial zum Kauf angeboten. Allerdings waren die meisten xx alle unscheinbar. Als ich letzte Woche im Mineraliengeschäft warr, sagte mir die Verkäuferin, dass schon geguckt wird, dass kein Galenit zum Kauf angeboten wird, weil es als gesundheitsschädlich geführt wird (3 jährige (oder eher 30 Jährige) könnten es ja in den Mund nehmen).


Gruß
Jule

cmd.powell:
Moin

Der Großeinsatz der Feuerwehr mag dem einen oder anderen vielleicht lächerlich vorkommen, der Haken bei der Sache ist jedoch, das die Feuerwehrleute nicht wissen können, was in dem Behälter ist. Sobald die einen Gefahrgutaufkleber sehen, handeln die nach Vorschrift, es könnte ja auch etwas wirklich gefährliches drin sein. Ich kenne natürlich nicht den genauen Sachverhalt vor Ort, ist ja auch schon ein paar Tage her, aber Gefahrgutaufkleber (sofern ein solcher auf dem Behälter war) sind genormt und haben auch die entsprechenden Konsequenzen im Falle einer Havarie etc.. Ich kenne das ein wenig, da ich am Flughafen im Bereich Frachtabfertigung arbeite und da kommt gelegentlich Gefahrgut sowie alle zwei Jahre der obligatorische Gefahrgutlehrgang; Bei den Aufklebern denkt man oft genug Wunder, was da drin ist und letztlich ist es eher harmlos, aber auf der anderen Seite sind schon Flugzeuge in Wohnhaussiedlungen gekracht, weil jemand es mit dem Gefahrgut nicht ernst genug genommen hat.

Die Ironie bei der Geschichte ist, dass der ganze Ärger nicht passiert wäre, wenn KEIN Gefahrgutaufkleber an der Dose gewesen wäre - denkt mal darüber nach!!! Der gleiche Irrsinn beim Versand von radioaktiven Mineralen: Sagst man im Postamt bescheid, das da was radioaktives drin ist, nehmen die das Packet gar nicht an, sacht man nix - richtig, geht alles seinen normalen Weg. Die Liste an Beispielen könnte ich nahezu beliebig lange fortsetzen. Und welche Lehren soll man jetzt daraus ziehen? Nur keine schlafenden Hunde wecken? Ehrlich währt doch nicht am längsten? Ich bin ratlos.

P.S.: Mich würde abschließend noch interessieren, ob der Rentner den Einsatz bezahlen musste.

vandendrieschen:
Sicherlich musste er den Mist bezahlen. Der Staat holt sich schon seine Kohle. Ein Trefoil ist für mich noch lange kein Gefahrengutaufkleber, wo automatisch auch hochradioaktives Material drin ist. Wie viele Rotzer kleben sich den Flügel auf den PC oder sonst wohin. Ist auch nicht radioaktiv. Höchstens der Name Grafikkarte. Warnzeichen nach ISO 21482, welches auf gefährlichen radioaktiven Strahlern angebracht wird, sieht so aus https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/35/Logo_iso_radiation.svg/220px-Logo_iso_radiation.svg.png

"Am 15. Februar 2007 gab deshalb die IAEO bekannt, dass direkt an Strahlern der Strahlungskategorie 1, 2 und 3[24] ein neues, auffälligeres Warnschild angebracht werden soll. Dieses warnt mit Hilfe von aussagekräftigeren Symbolen vor der tödlichen Gefahr durch ionisierende Strahlung und fordert zur Flucht auf.

Bei schwachen Strahlenquellen soll keine Änderung der Kennzeichnung erfolgen."
Quelle Wikipedia

Das müsste die Feuerwehr wissen. Wieso hat die Polizei keinen Geigerzähler?
Dem Ehrlichen beißen die Hunde oder wie das heißt. Wenn man was bei der Post abgibt, sagt man doch nicht was drin ist.
Und wenn es doch rauskommt, müssten die auch differenzieren, zwischen radioaktiv und sehr stark radioaktiv. Schließich messen die es doch nach.

cmd.powell:

--- Zitat von: vandendrieschen am 06 Jul 21, 01:53 ---Sicherlich musste er den Mist bezahlen. Der Staat holt sich schon seine Kohle.

--- Ende Zitat ---

So sicher ist das nicht! Ich kenne eine Begebenheit, die ich allerdings nicht selbst erlebt, aber aus zuverlässiger Quelle habe, die ähnlich verlaufen ist: Ein Arbeitskollege von besagter zuverlässiger Quelle hatte sich zum Spass ein großes "Radioaktiv"-Warnschild an seine Bürotür geklebt. Keine Ahnung ob ein Gefahrgutaufkleber oder etwas selbstgebasteltes, ist auch egal. Das war alles kein Problem, bis irgendwer in der Teeküche nebenan einen Toast hat anbrennen lassen oder so, auf jeden Fall wurde über einen Rauchmelder Feueralarm ausgelöst. Nun rückte natürlich die Feuerwehr an und wollte vermeitlichen Brand löschen, kam aber dummerweise an der Bürotür mit dem Radioaktivwarnschild vorbei. Darauf hin machten die erstmal kehrt und kamen mit Vollschutz etc. zurück weil: Könnte ja etwas radioaktives freigesetzt worden sein. Nun stellt sich das Ganze aber mehr oder weniger als Scherz heraus und dann kam natürlich auch die Frage auf: Wer steht jetzt für die Mehrkosten, die durch den Vollschutzeinsatz entstanden sind, auf? Der Kollege hatte in sofern Riesenglück, als das er in seinem Büro auch Rauchmelder hatte, aber nicht in Funktion sondern zu Wartung, das war einer seiner Aufgaben. Und früher, weiß nicht ob es heute noch so ist, hatten Rauchmelder eine kleinen Streifen Americium als Ionisator verbaut, also radioaktives Material. Daher wurde entschieden, das dass Warnsymbol an der Tür zu Recht dort war und er musste den Mehraufwand nicht aus eigener Tasche bezahlen.
In besagtem Behälter war ja nun auch definitiv radioaktives Material, also was von diesem Standpunkt aus der Einsatz in dieser Form gerechtfertigt und demnach sollte der Rentner - theoretisch - aus dem Schneider sein. Und bevor jetzt der Einwand kommt, Americium ist ja viel heftiger als natürliches Uranerz: In einem (damaligen) Rauchmelder waren lediglich wenige Nanogramm Americium verbaut, effektiv ein paar Atomlagen auf einem Stahlblech, also auch nichts weltvernichtendes. Daher mein Interesse wie das mit dem Rentner nun ausgegangen ist.

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