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Autor Thema: TV-Sendungen zu den Themen Geologie, Erdbeben, Vulkanismus, tekt. Plattenbewegun  (Gelesen 1091 mal)

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Offline ManniP

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Hallo,
ich bin neu hier. Bin lediglich interessierter Laie und verfolge daher die verschiedenen Berichte zu diesen Themen durchaus aufmerksam. Dabei ist mir etwas aufgefallen: In den Reportagen werden immer wieder Fragen aufgeworfen bzw. erwähnt, die sich nach meiner Einschätzung eigentlich gar nicht ergeben, da die Antwort sowieso klar ist -oder umgekehrt eine Antwort propagiert wird, die so gar nicht stimmen kann.

Mit ist natürlich bekannt, dass eine wissenschaftliche Frage nicht einfach durch die Aussage 'das ist doch klar' oder 'das versteht sich von alleine' beantwortet werden kann. Der wissenschaftliche Beweis fehlt dann und es gibt Beispiele, in denen dann am Ende doch alles ganz anders war, weil man einen Aspekt nicht wirklich bemerkt hat oder seinen Anteil am Ergebnis unterschätzte.

Ich persönlich unterscheide hier aber zwei Arten von Fragen: Die, deren Antwort noch völlig offen ist und die deren Antwort, im Sinne einer Theorie, Hypothese oder Annahme, bereits bekannt ist, aber noch nicht bewiesen werden konnte.

Natürlich hat dieser Text einen konkreten Anlass: Hier ist es ein älterer Beitrag der 'Terra-X'-Reihe, in dem die Frage aufgeworfen wurde, ob Erdbeben eventuell Vulkanausbrüche auslösen könnten (oder umgekehrt, wobei dieser Aspekt nicht speziell erwähnt wurde). Dabei entstand allerdings der Eindruck, dass es sich hier um eine offene Frage handele.

Doch das erscheint mir eigenartig: Erdbeben verursachen Brüche im starren Material, Häusereinstürze etc. sind letztlich ja nichts anderes (oder die Folgen davon). Brüche im Gestein erscheinen dann (mir zumindest) fast zwingend und da Magma ja genau dadurch nach oben gelangt, sollte doch die Folge klar sein (das Ganze also eine zu klärende Antwort sein und keine offene Frage).

Ebenso verhält es sich mit der Plattentektonik. Wird in solchen Filmen eine Animation der Verhältnisse im Erdinneren gezeigt, erscheint die Unterseite der tektonischen Platten immer sehr uneben, zerklüftet und unregelmäßig. Cratone sollen sogar erheblich dicker als der Rest sein, ragen damit also unten erheblich heraus.

Das Magma des inneren Mantels wird von dem Erdkern aufgeheizt und vollführt daraufhin eine Konvektionsströmung, die teilweise auch an der Unterseite der tektonischen Platten parallel entlang verläuft. Bei unebener Unterseite istdabei eine Kraftübertragung unvermeidlich (selbst Wasser, das deutlich dünnflüssiger ist und außerdem drumherumfließen kann, schiebt Felsbrocken und Steine in einem Fluss weg). Da die Platten aber nicht gleichmäßig in alle Richtungen von diesen Konvektionsströmungen angeströmt werden (das ergibt sich aus Form und Größe der Platten und Lage der Strömungen), verursacht dies eine Netto-Schubkraft, die als Ursache dieser Bewegungen natürlich ein guter Kandidat wäre.

Auch inter-disziplinär sehe ich da ein paar Punkte, die mich irritieren. So wurde im Gestein am mittelatlantischen Rücken an magnetisierbaren Mineralien festgestellt, dass das Magnetfeld der Erde scheinbar zu früheren Zeiten anders orientiert war. Auch wurde die Behauptung aufgestellt, dass es über Zeiträume von Jahrtausenden ganz verschwunden sei. Die Gesteine mögen dazu Beweise liefern und es mag auch die einzige, wirklich funktionierende Theorie sein. Doch nur so lange, bis ich in andere, wissenschaftliche Fachgebiete schaue. Denn, wie der Mars zeigt, ist dieOberfläche eine Planeten ohne nennenwertes Magnetfeld den Teilchenströmen des Sonnenwindes ausgesetzt und wie die Nuklearmedizin zeigt, führt eine solche Exposition zu massiven Schwünden in den einzelnen biologischen Systemen. Bei einem Jahrtausende dauernden Ausfall des Erdmagnetfeldes wäre jedes Mal ein Massenaussterben vieler Tier- und Pflanzenarten die unausweichliche Folge. Da die geologischen Funde eine Veränderung des Magnetfeldes im Rahmen einiger Jahrmillionen (maximal) ergeben, wäre dann das Leben auf der Erde nicht dreimal fast ausgelöscht worden ... sondern tausende Male. Ich kann auch keine andere Theorie anbieten, doch die vom verschwindenden Erdmagnetfeld ist somit wohl eher nicht zu verwenden.

Ach ja, nach der Theorie, die ich kenne, erzeugt die 4000 km große Kugel aus Eisen und anderen Metallen im Zentrum der Erde in Verbindung mit dem aus fast dem gleichen Material bestehenden, flüssigen, äußeren Kern dieses Magnetfeld -durch Rotation. Wie sich daran in Jahrtausenden etwas so gravierend ändern können soll, dass das Erdmagnetfeld sich quasi auf den Kopf stellt, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Der Kern alleine hat eine rotierende Masse von 2,6*10e23 kg. Das Trägheitsmoment beträgt 4,2*10e35 kg*m². Das ist für schnelle Veränderungen einfach zu viel, vor allem, wenn zwischenzeitlich dieser Effekt nicht auftritt (die Pausen zwischen den Umpolungen!).

Hier hätten wir also den umgekehrten Fall: Eine offene Frage, die durch Theorien zur zu klärenden Frage gemacht wird ... obwohl nur einige, wenige Überlegungen klarstellen sollten, dass da was nicht funktioniert.

Zuletzt ein Punkt, der einfach bisher nie erwähnt wurde (fast wie übersehen) .... nein, das stimmt nicht ganz. Einmal wurde er erwähnt, dadurch komme ich drauf. Es sind die Gezeiten. Nicht des Wassers, des Magmas. Auch das Zeug ist flüssig und auch das Zeug hat Masse, wird also von Sonne und Mond angezogen. Also sollte es auch Gezeiten aufweisen, die sicher Auswirkungen haben. Doch die kommen nie vor (außer eben einmal, wo sie ganz kurz erwähnt wurden. Den Titel der Sendung weis ich leider nicht mehr). Vor allem vor langer Zeit, als der Mond der Erde noch deutlich näher gewesen sein soll, hat dieses Phänomen sicher zu recht spannenden Effekten geführt, die vielleicht bis heute erkennbar sind.

So, das war's dazu

Wollte das mal loswerden. Vielleicht hat ja jemand eine Erklärung zu diesen Dingen (eine Andere als 'ist halt Fernsehen', das ist mir zu simpel).

Tschüß

ManniP

 

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