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Mineralienbestimmung
Alcest:
Es handelt sich hierbei um künstliche Schlacke, nicht um vulkanische Schlacke. Farbursachen gibt es zahlreiche. Ein Mineraleinschluss wird es nicht sein, sondern eher färbende Elemente. Kupfer, Cobalt (die beiden in diesem Fall wohl kaum), Eisen oder halt irgendwelche Zuschlagsstoffe aus der Hütte.
Harzsammler:
Wird für die Glasherstellung normaler Quarzsand geschmolzen ergeben sich durch geringe Eisengehalte Grüntöne.
Ebenso werden die gängigen blauen Schlacken aus der Eisenverhüttung (z.B. Sieberachat) durch Eisen blau, blaugrün gefärbt.
Die grünen, durchscheinenden Glasschlacken von der Eisenverhüttung, die immer wieder mit Rückständen der Glasherstellung verwechselt werden sind auch durch Eisen gefärbt.
Grüße,
Michael
harzgeist:
Auch die Annahme, dass es sich bei derart gefärbten Gläsern um Kupferschlacken handelt, ist nicht richtig. Obwohl die Färbung an Kupferminerale erinnert, ist sie durch Eisen(II)-Verbindungen hervorgerufen und nicht durch Kupfer.
Kupfer verursacht nur in Verbindung mit Kristallwasser oder der Hydroxylgruppe eine grüne bzw. blaue Farbe. (War auch in ausführlicherer Form kürzlich hier im Forum zu lesen, ich finde nur nicht mehr wo genau). Prozessbedingt ist dies bei Schlacke nicht der Fall.
Alcest:
Bei dieser speziellen Schlacke habe ich Kupfer ausgeschlossen. Dass Cu grundsätzlich keine Schlackenfärbung hervorruft, wusste ich nicht. Ich kenne nur diverse Cu-Mineralien auf Schlacke und ging deshalb davon aus, dass auch Schlacke durch solche Minerale gefärbt sein kann. Aber selbst ich kann nicht unfehlbar sein. (Achtung: Selbstironie)
Fabian99:
--- Zitat von: harzgeist am 18 May 18, 21:38 ---Auch die Annahme, dass es sich bei derart gefärbten Gläsern um Kupferschlacken handelt, ist nicht richtig. Obwohl die Färbung an Kupferminerale erinnert, ist sie durch Eisen(II)-Verbindungen hervorgerufen und nicht durch Kupfer.
Kupfer verursacht nur in Verbindung mit Kristallwasser oder der Hydroxylgruppe eine grüne bzw. blaue Farbe. (War auch in ausführlicherer Form kürzlich hier im Forum zu lesen, ich finde nur nicht mehr wo genau). Prozessbedingt ist dies bei Schlacke nicht der Fall.
--- Ende Zitat ---
Hallo,
https://books.google.de/books?id=S5enBgAAQBAJ&pg=PA273&lpg=PA273&dq=f%C3%A4rbung+von+Cu+in+Gl%C3%A4sern&source=bl&ots=_LP-mEp6LT&sig=3WfdRooXGKaGPT_IXNicqQAivJ4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwid3_rbhZDbAhVBOSwKHS1vCx0Q6AEIJzAA#v=onepage&q=f%C3%A4rbung%20von%20Cu%20in%20Gl%C3%A4sern&f=false
meint was anders...
http://www.glaskomponenten.de/GlasChemie
auch, und das Patent EP2576430A2 schreibt
" Bei der Oxidfärbung (lonenfärbung) dienen Metalloxide, insbesondere der Metalle Elsen, Kupfer, Chrom, Cobalt und Nickel, als farbgebende Zusätze. Die Farbgebung im Gias beruht auf der Farbe der betreffenden Ionen in ihrer jetzigen Umgebung. Die gelösten Metallionen erstarren nach dem Einschmelzen des Gemenge, so dass das Glas sofort spektral eindeutig und nicht mehr veränderlich vorliegt."
LG
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