Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Bitte um Bestimmung / Fundort Rheinufer Emmerich / Geometrische Anomalien : Jaspis
StefanKLE:
Hallo Gemeinde ✌️
Im Anhang sende ich 4 Bilder von zwei Steinen, die ich am rechten Rheinufer bei Emmerich/Rees gefunden habe.
Der Fundort war ein typisches Kiesbett bei Mittelwasser.
Weitere Funde in diesem Abschnitt waren alte Tonkrüge mit Runen drauf und jede Menge Gold der Nibelungen :) Leider hat mich ein Tyr-Zwerg in Hechtgestalt verjagt 😂
Die Besonderheiten an den Steinen kann man gut auf den Bildern erkennen. Einmal die "Knorpelausbildung" von roten Elementen in transparent weißem Gestein, und zum anderen die Dreiecksmuster.
Im Gewichtsvergleich sind sind die Steine ein wenig leichter als "Kieselsteine" in gleicher Größe.
Wenn die Steine trocken sind, erscheint die Oberfläche satiniert. Nass sind die unterschiedlichen Konturen gut zu erkennen.
Da ich solche Steine immer wieder mal finde, und fachkundigen Rat brauche, bitte ich um Bestimmung.
Ein Kollege, den ich schon oft befragt habe, kennt wohl nur einen Stein, und sagt mir zu allem was ich finde "Jaspis"... Mit gockelähnlicher Brust und einem Gesichtsausdruck wie ein Oberlehrer 😉
Hat er diesmal recht?
Ich danke euch schon mal und wünsche euch "Gut Fund"
Stefan
harzgeist:
Hallo Stefan
Ich denke Jaspis kommt hin. In diesem Fall auch im eigentlichen, mineralogischen Sinn. Also eine durch "Verunreinigungen" gefärbte Chalcedon-Abart, die der Rhein wohl aus der Nahe/Mosel/Saar- Region mitgebracht hat, wo es solche Vorkommen gibt.
Dein Kollege hat bei vielen anderen Steinen im weiteren Sinn auch recht, als dass im Schmucksteinhandel alles Undefinierbare, das hart ist und Politur annimmt ebenfalls als "Jaspis" bezeichnet wird, auch wenn es sich eigentlich um Gesteine handelt.
Thomas
StefanKLE:
Hey Thomas,
vielen Dank für deine Antwort.
Habe ich das richtig verstanden, dass es sich hierbei um "(echten) Jaspis" handelt?
Ich sende im Anhang noch mal zwei Bilder eines anderen Steins, von dem auch gesagt wurde, es ist Jaspis...
(Ist das dann das Gestein was du im Zusammenhang mit dem Schmucksteinhandel genannt hast?)
harzgeist:
Hallo Stefan
Also, was die Quarzvarietäten angeht (und nicht nur da), gibt es sicher kompetentere Leute hier im Forum. Ich würde aber auch kein schlechtes Gewissen haben, den zweiten Stein als Jaspis zu bezeichnen. Die Übergänge sind da fließend.
Wenn aber Gesteine, wie z.B. Rhyolit, Quarzit oder verkiesellter Tuff als "Leopardenjaspis", "Bandjaspis", "Blutjaspis", "Augenjaspis" oder Sonst-wie-Jaspis bezeichnet wird, ist das für mich zumindest grenzwertig. Solche Zusätze sind immer suspekt ;)
Wie schon erwähnt, eine klare Abgrenzung für Jaspis gibt es meines Wissens nicht. Definitionsgemäß ist es Chalcedon (= mikrokristalliner Quarz) mit Beimengung ...
Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Thomas
StefanKLE:
Danke, die Zwote 👍
Ich verstehe. Du hast mir sehr weitergeholfen.
Und danke, die Dritte 👍...
... für den Hinweis, dass es Strolche gibt, die Gesteine (Rhyolit und Co.) als Jaspis verkaufen, und sich tolle Beinamen dazu ausdenken...
Augenjaspis wird dann sicher schnell zum Augenringjaspis, wenn der Betrug auffällt 😂
Beste Grüße ✌️
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