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Fougerit? in Schlacke

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Rockhounder:
Hallo,

von der Schlackenhalde der Kochhütte bei Helbra stammt  dieses UFO. Merkwürdig gekrümmte Aggregate.
Äußerlich rotbraun,wahrscheinlich in Limonit umgewandelt. Innen hat es eine grünschwarze Farbe mit hohem Glanz.

Leider bring ich die Bilder nicht besser hin. Die Größe beträgt nur etwa 2 mm.
Kann das eine Ausbildungsform von Fougerit sein?

Gruß Norbert
 
 

Roadrunner:
Hallo,
solche Gebilde kenne ich auch aus den Schlachten. Die treten immer in Verbindung mit Eisen auf. Meine waren immer an Resten einer Eisensau zu finden. Ich halte eher limonitische Phasen für möglich. Müsste man eventuell mal analysieren lassen. Könnte natürlich auch immer ein Gemisch verschiedener Eisenhydroxiede sein. In die Richtung geht meine Vermutung eher. Fougerit, oder besser als Green Rust bekannt, kommt hier in recht gut ausgebildeten hexagonalen Tafeln vor. Da Fougerit hier schnell oxidiert geht das anfängliche grün in ein helles braun über. Ganz selten bleiben einige Tafeln aber auch grün!
Bis dann Roadrunner

Rockhounder:
Danke für Deine Einschätzung. "Normalausgebildeten" Fougerit, also hexagonale Tafeln, hab ich auch dort gefunden.
Ohne Analyse wird  wohl eine Bestimmung nicht möglich sein.

Gruß Norbert

Roadrunner:
Hallo Norbert,

ich denke um eine passende Analyse kommt man bei den Gebilden wohl nicht herum, obwohl das bei Mineralgemischen auch immer so eine Sache ist. Eines ist jedenfalls sicher, Eisen ist sehr wahrscheinlich in bedeutender Konzentration vorhanden ;D, Sauerstoff und etwas Wasserstoff sicher auch nur welche Verbindung genau, das ist hier eben die Frage ;D
Egal, interessante Gebilde sind es allemal.
Zum Vergleich hier eine "typische" Green Rust" Stufe aus den Hettstedter Schlacken:

horst knoll:
Ich lese was mit Analysen machen - nun Dr. Thomas Witzke und Günter Blaß haben meine eingesendeten Proben analysiert.
Da das Material amorph ist, war es von Beiden nicht möglich etwas anderes zu schreiben, als den Sammelbegriff für amorphe Eisenminerale zu benutzen, der da lautet "Green Rust"! Selten fand man das Material im "frischen" Aggregatzustand! Wenn man das Glück hatte dann waren die Kristallblätter noch von schwarzgrüner Farbe. aber sie zersetzten sich in allerkürzester Zeit. Für eine weitergreifende Analyse nicht mehr tauglich.

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