Mineralien / Minerals / Minerales > (Ver-) Fälschungen, Montagen / Fakes, Assemblages

Es lebe das Handwerk!

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pseudonym:
Vielen Dank für deine Mühe ,wirklich gute Arbeit ... also das aufdecken der Fälschung ,nicht das fälschen !

IntronX:
Hi Stefan,

wollte auch mal mein Lob für diesen Thread aussprechen - sehr informativ! Ich habe mich grad dabei erwischt, wie ich eine Stufe nicht nur nach Ästhetik sondern auch nach Kleberesten untersucht habe.  :D
Manche Stufen scheinen für solche Montagen wahrlich prädestiniert zu sein. War aber kein Kleber zu entdecken, zum Glück!
Besagte Stufe ist ein Meißelspat der Grube Clara.


Gruß
Lars

skibbo:
Hier ein weiteres Beispiel.

Nieriger Malachit auf einem massiven Stück kupferhaltigem Erz aus dem Ural. Eigentlich eine Stufe, bei der man aufgrund der Kompaktheit keine Reparatur vermutet. Auch diese Stufe dürfte so bereits einige Jahrzehnte in Sammlungen geschlummert haben.

Es lebe das Handwerk!


Und so bestand die eigentliche Intension zu einer Prüfung lediglich daraus, ob der Cuprit in Malachit umgewandelt ist.
Unter dem Bino sprangen mir dann diese blasenreichen Klebstoffkugel förmlich entgegen.

Es lebe das Handwerk!

Bei genauer Betrachtung ist auf den beiden Eingangsbildern erkennbar, welchen Bereich diese Reparatur betrifft.

felsenmammut:
Glück Auf!

da war wohl jemand etwas großzügig bei der Anwendung von Klebstoff. Reparaturen, auch wenn diese hier etwas fahrlässig durchgeführt wurde, sind aber allemal noch eher akzeptabel. Montagen von Stufen aus Einzelstücken, die dabei neu arrangiert werden, sind da hingegen schon deutlich auf der Seite von Fälschungen, wie Du ja oben schöne Beispiele gezeigt hast.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

skibbo:
Hallo Markus,

danke für deine Antwort. Ich denke du stimmst mir zu, dass auch eine Reparatur eine Wertminderung darstellt. Das mag bei manchem "High-End" Turmalin als gegeben hingenommen werden, eine Täuschung ist es allemal, vor allem, wenn Reparaturen oder Behandlungen nicht explizit angegeben sind. Auch wenn hinter vielen Reparaturen wohl keine böse Absicht steckt, weil man z.B. einen Eigenfund, der beim Bergen zerbrach, gerne erhalten möchte, so kann dies beim späteren Besitzerwechsel doch zu Irritationen führen.
Solche Stücke kommen früher oder später in den Handel. Wenn ich mit meinen Beiträgen erreiche, dass der ein oder die andere vor dem nächsten Kauf einen genaueren Blick riskiert, hat dieser Thread seinen Zweck erfüllt.

Auch wenn sich mit der Zeit sicher vieles wiederholt (meist sind es ja geklebte Stücke), so ist es mir wichtig zu zeigen, dass man nicht nur bei Rumänen oder Chinesen mit (mehr oder weniger) handwerklichem Geschick rechnen sollte, sondern auch bei Klassikern oder "Sammler"-stücken durchaus mal ein kritischer Blick lohnt.

Viele Grüße
Stefan





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