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Kamera für Fotos von Gesteinen und Kristallen
Eckard:
Hej Lars,
danke für den Hinweis auf die Sony-Kamera. Werde mich mal schlau machen. Meine, dass ein mir bekannter Tierfotograf u. a. diese oder einen ähnlichen Sony-Typ verwendet. Das Objektiv ist natürlich sauteuer, aber wenn es sooo gut ist, dann ist es eine Überlegung wert.
Bekam vor ein paar Tagen ‚Die Grube Clara . . .' auf den Tisch. Bin immer wieder begeistert von den herrlichen Aufnahmen kleinster Kristalle. So auch von Deinem Philippsit. Wenn die Bildbreite 1 cm ist, wie klein ist dann diese schöne ‚Skulptur’? Dafür muss man wohl ein Auge haben. - Ich halte es da mehr mit Geschieben, die uns die Elster und die Saale vor die Tür gelegt haben. Aber alles bisher nur in kleinem Rahmen.
Besten Gruß
Eckard
harzgeist:
Hallo Eckard,
Bevor du eventuell unnötig viel Geld ausgibst, noch ein paar Hinweise. Du solltest dir gut überlegen, für welche Zwecke du deine Neuanschaffung einsetzen willst. Willst du ausschließlich Minerale / Gesteine (bzw. vergleichbare Objekte) fotografieren oder die Ausrüstung auch für anspruchsvolle allgemeine Fotografie verwenden ?
Wie Günter schon schrieb, brauchst du für die Mineralfotografie volle manuelle Kontrolle über alle Funktionen. Autofocus und elektronische Blendeneinstellung brauchst du dabei nicht. Wenn du auf diese Funktionen auch sonst verzichten kannst, gibt es die Möglichkeit, einen 'nackten' Kamera-Body einer spiegellosen Systemkamera (also ohne Objektiv) zu kaufen und dabei richtig viel Geld sparen. Sehr gute Objektive, die den neuen -bis auf die Automatik- nichts nachstehen, gibt es von analogen Kameras für einen Bruchteil des Preises auf dem Gebrauchtmarkt (ebay). Über entsprechende Adapter (Amazon) lassen sich die verschiedenen Systeme (Bajonett, Gewinde usw.) zueinander kombinieren, einschließlich Zwischenringen, Balgen etc.
Meine Olympus EP-1 (12 Mpixel) habe ich seinerzeit gebraucht für 80 Euronen vom Ebay-Profihändler erworben, eine kabelgebundene Fernbedienung für ca. 20. 3 Objektive hatte ich im Bestand, wären aber auch für unter 50,- zu haben. Die Adapter kosten ca. 10-20.
Natürlich kannst du jederzeit später aufrüsten und dir bei Bedarf moderne Objektive mit allen Automatikfunktionen zulegen.
Das erste Foto zeigt die Kamera mit adaptiertem 135 mm Objektiv und ein 35 mm Ojektiv daneben.
Das zweite Bild zeigt beide Objektive kombiniert, mit Eigenbau-Doppelnippel aus zwei Umkehrringen (nicht benötigte Gewinde abgeschliffen und mit Epox zusammen geklebt)
Mit dieser (zugegeben etwas eigenwilligen Konstruktion ;D) ergibt sich eine Bildbreite von knapp 5 mm bei einem Arbeitsabstand von 35 mm
Thomas
Eckard:
Moin Thomas,
auch Dir danke für die guten Ratschläge. Aber, neenee, so schnell schießen die Preußen nicht, und die Knete soll nicht aus dem Fenster geworfen werden. Ich habe fast 80 Jahre gebraucht, um so alt zu werden wie ich nun bin :D, da kommt es bei der Kamera nicht auf ein paar Wochen an. Außerdem müssen die Steine, die ich bisher hier gesammelt habe, zunächst mal bearbeitet werden. (Und da brauche ich externe Hilfe, um die ich mich übermorgen kümmern werde.)
Für ‚normale’ Fotos habe ich eine kleine Digi, die ich quasi in der Hand verstecken kann, die durchaus gute Fotos macht, und an der ich sehr hänge. Eine andere soll wirklich nur für spezielle, vor allem Nah-, Makro-Aufnahmen verwendet werden. Darum bin ich hier allen dankbar für jeden Hinweis. (Wollte ich mir schon anschaffen, als ich mich noch mit vierflügeligen Insekten befasste. Die haben so herrliche Schuppen, einfach faszinierend.)
Nochmals danke und einen schönen Abend.
Eckard
harzgeist:
Und weil ich einmal dabei bin, hier noch ein Foto von einer Konfiguration mit Polfilter und vorgesetztem Mikroskopobjektiv Leitz LL 20x/0,40 Damit ergibt sich eine Bildbreite von ca. 1.5 mm.
Wichtig: Das Mikroskopobjektiv muss für unendlich korrigiert sein und auch das große Objektiv auf unendlich eingestellt sein, damit physikalisch alles seine Ordnung hat und die Bildfehler gering bleiben ;D
Mit einem 350er Objektiv (ein Ungetüm) statt des 135 ergibt sich eine Bildbreite von gut 0,5 mm
Thomas
Eckard:
Danke, Thomas, auch für diesen Tip. Ich werde sicher nicht alle Hinweise im Kopf behalten, aber ich werde wissen, wo ich nachschauen kann. (Darüber gibt's sogar ein Gedicht von Albert Einstein.)
Wie schön, dass es dieses Forum gibt.
Besten Gruß
Eckard
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