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Eisenvitriol für Tinte
alfredo:
Füe Tinte braucht mann Fe(III) und nicht Fe(II), also wird sich ein Mineral wie Copiapit sich besser eignen als Melanterit, obwohl Melanterit oxidiert ziemlich schnell.
harzgeist:
Alfredo,
Die Zubereitung erfolgt mit Fe(II), wobei sich die Farbe meines Wissens erst später durch Oxydation zu Fe(lll) entwickelt. Siehe den folgenden Link, (den ich jetzt allerdings noch nicht gelesen habe)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eisengallustinte
Thomas
Fabian99:
Hallo,
das Eisen(II)sulfat Heptahydrat ist im saueren pH-Bereich sehr stabil. Der Handelsname ist Grünsalz, aufgrund der Farbe.
Früher wurden die Ausblühungen der sich zersetzenden Sulfide genutzt, heute ist es ein Nebenprodukt der Herstellung von Titianweiss nach dem Sulfatverfahren aus Ilmenit. Für den Moosvernichter werden auch andere Eisenverbindungen benutzt, daher besser mal draufschauen was drin ist ;-)
@Alfredo
Die Tinte ist meines Wissens Fe(ii) welches auf dem Blatt zu Fe(iii) oxidiert. Der Trick sind die Tannine, die Komplexe mit dem Fe(ii) bilden sollten.
LG
smoeller:
Hallo,
Blaue Farben entstehen durch sogenannte CT-Übergänge (charge transfer), wenn man in einer Verbindung sowohl Fe2+ als auch Fe3+ hat. Reiner Vivianit (Fe-II-Phosphat) z.B. ist farblos, sobald er an die Luft kommt, oxidiert ein Teil des Fe zu Fe3+ und das Mineral wird blau.
Bei den heutigen Blaufaren (sog. Berliner oder Preußischblau, Turnbulls Blau) wird dieser Quanteneffekt ausgenutzt, indem man ein Sulfat mit Kaliumhexacyanoferrat (Blutlaugensalz) umsetzt. Zwei bei ausreichender Verdünnung farblose Lösungen ergeben plötzlich Tinte, ein beeindruckender Versuch. Wenn man es richtig macht, kann man damit sogar die Oxidationsstufe von Eisen ermitteln.
Wchtig ist dabei, dass man immer eine Verbindung mit zweiwertigem Eisen und eine mit dreiwertigem zusammen gibt.
Dabei kann man entweder Kaliumhexacyanoferrat(III) (sog. Rotes Blutlaugensalz) mit Melanterit (Eisen-II-Sulfat) umsetzen, oder Kaliumhexacyanoferrat(II) (gelbes Blutlaugensalz) mit einem entsprechenden Eisen-III-Sulfat.
Glück Auf!
Sebastian
Axinit:
Servus,
genauso ist es.
Das von Harzgeist erwaehnte (NH4)2[Fe(SO4)2] x 6 H2O wird auch als Mohrsches Salz bezeichnet.
GA,
Harald
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