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Diskussion: Gediegen Blei in St. Andreasberg ?
ganomatit:
Das es sich um den Fund auf Samson um ein Nugget handelt wage ich zu bezweifeln!
Der Schuss mit Schrotblei auf den Calcit ist sicher nicht geschehen, der müsste dann schon ganz schön heftig in den Calcit eingeschlagen haben.
harzgeist:
--- Zitat ---Ließe sich ganz einfach durch Analyse der Legierung nachweisen oder ausschließen...
Grüße,
Michael
--- Ende Zitat ---
Ich befürchte, dass eine Analyse sich zur Zeit nicht so einfach durchführen lässt, weil -wie ich meine zwischen Manfreds Zeilen gelesen zu haben- das folgende Problem immer noch besteht.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,35263.msg263249.html#msg263249
Für die Taktlosigkeit, am Anfang dieses Themas darauf eine Anspielung gemacht zu haben, möchte ich mich bei Manfred entschuldigen. Ich erinnerte mich zwar an einen solchen Vorfall, wusste zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht, dass er selbst der Betroffene ist. Das wurde mir erst durch tiefere Recherche im Forum klar.
ganomatit:
--- Zitat von: Harzsammler am 04 Nov 18, 20:26 ---Auch wenn ich hier gesteinigt werde bleiben bei mir einige grundlegende Fragen offen:
ist es nicht seltsam, dass es in all den Jahren der einzige Fund von gediegen Blei dort ist?
( Ist das bei den anderen Seltenheiten auch so?)
Warum glänzt die ausgesäuerte Perle so?
(Wenn ich Blei mit HCl behandle wird es schwarz)
Wurde das Stück auf Verdacht gesäuert oder hat da schon etwas rausgeschaut?
Wenn es tatsächlich so ausgesäuert wurde und angeblich hydrothermal entstanden ist, warum liegt es dann als Nugget vor?
Ich denke hier immer noch an eine aufgeschossene Schrotkugel. Ließe sich ganz einfach durch Analyse der Legierung nachweisen oder ausschließen...
Grüße,
Michael
--- Ende Zitat ---
Das war die Originalbeschreibung des Fundes im LAPIS Heft und beantwortet einige Deiner Fragen Michael.
"Gediegenes Blei ist hydrothermal gebildet nur von wenigen Fundstellen dieser Erde bekannt. Deshalb stellt der bisher einmalige Fund von Blei inmitten eines Calcitganges der Edlen Kalkspat-Formation von der Grube Samson ein echtes Novum dar. Das Mineral kommt in einem
angerundeten Korn von etwa 3 mm im Durchmesser vor, wobei Oktaederflächen andeutungsweise noch zu erkennen sind. Das Material kam erst nach dem Weglösen des Calcites in Zwickeln des Quarzes zum Vorschein."
24 LAPIS 11/95
Kein Feuersetzprodukt!
argentopyrit:
Hallo Thomas ( Harzgeist )
Ich habe bezüglich Deiner Ausführung, "das ged. Blei in Kalkspat von der Grube Samson aus Andreasberg sei durch Feuersetzen und einem zufälligen Hüttenprozeß entstanden, und nicht natürlichen Ursprungs noch einige Fragen, für deren Beantwortung ich Dir sehr dankbar wäre.
1. Du verweist in Deiner Ausführung auf " Dir vorliegende Literatur in einem Link auf Aussagen von Möller. Möller sagt dort: er habe noch kein natürlich entstandenes Blei in Deutschland gesehen.
2. Im weiteren Verlauf der Diskussion verweist Du mit Link auf eine Äußerung von Uwe Kollitsch ( naturhistorisches Museum Wien ) :Herr Schnorrer hat sich geirrt, und nicht nur bei Schlackenmineralien.
Die Fragen dazu wären:
1. Ist das in Deinen Augen als aussagekräftige Literatur zu sehen.
2. Ist das die einzige " Literatur die Du für Deine Ausführungen benutzt hast.
Das wären erstmal die Fragen die mich interessieren, ich habe vor einen Zusammenfassenden Bericht über den Ablauf und die wahre Bedeutung dieser von Dir eröffneten Disskussion zusammenzufassen und hier einzustellen. Also für die Beantwortung wäre ich sehr dankbar,
auch für die Nennung weiterer " Literaturquellen ".
Bezüglich der vorgeschlagen Verlinkung zur Andreasbergseite bin ich absolut positiv eingestellt.
GA. Manfred Groß ( Argentopyrit )
harzgeist:
Hallo Manfred
1. Sowohl Herr Kolitsch als auch Herr Möller sind Teilnehmer dieses Forums. Falls sie dies für nötig erachten sollten, mögen sie sich selbst zu deinen Fragen äußern.
2. Meine Zitate sind beide hier aus diesem Forum entnommen
3. Für mich besteht keinerlei Anlass an irgend einer Aussage, weder von Herrn Kolitsch noch von Herrn Möller, zu zweifeln. Die Reputation und Integrität beider Personen steht für mich völlig außer Zweifel. Du kannst das gerne anders sehen, nur, dann setze dich bitte selber mit den Herren auseinander.
4. Wenn sich wissenschaftliche Erkenntnisse im Nachhinein als Irrtum bzw. Wunschdenken (Beispiel "kalte Kernfusion") herausstellen, und solche Irrtümer der gleichen Person gleich mehrfach unterlaufen, dann ist das logischerweise abträglich für dessen Reputation im Allgemeinen.
Thomas
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