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Versand radioaktiver Mineralproben in Europa
loismin:
Hallo.
Ich würde es natürlich niemals jemanden raten Uranmineralien so einfach mit der Post zu schicken >:D
Man kann ja zur Not ein Bleikästchen bauen und die Proben darin umverpacken .
Und dann ja gut als Uranhaltig kennzeichnen ;D ;D
Ganz wichtig .
Loismin
Harzsammler:
--- Zitat von: loismin am 07 Nov 18, 18:09 ---Man kann ja zur Not ein Bleikästchen bauen und die Proben darin umverpacken .
--- Ende Zitat ---
...das hab ich mit Dachblei versucht, die Aktivität ging erst dann messbar runter nachdem ich die Proben separat und luftdicht in Marmeladen-Gläser verpackt hatte.
(Es scheint ein radioaktives Gas zu entweichen)
Von einem Versand habe ich trotzdem Abstand genommen.
Grüße,
Michael
Fabian99:
Die Schwächung der Gammastrahlung hängt fast nur von der Masse im Strahlengang ab.
Dachblei gibt es ab 1mm mit 11g/cm2 somit rund 1g/cm2
Normales Glas Dichte 3mm mit 2,5g /cm2 macht rund 0,75g/cm2.
Wenn du jetzt noch 15% weiter von der Stufe weg warst - ist der Effekt gleich.
Gleich auf Radon schließen würde ich nicht.
LG
cmd.powell:
Moin
Schwieriges Thema. Laut der IATA, das ist die Vereinigung von Luftverkehrsgesellschaften, die unter Anderem die Art und Weise des Transportes von Gefahrgütern im Luftverkehr regelt, unterliegen natürliche radioaktive Stoffe (ergo Uranerze und Minerale) keinerlei Begrenzung in Menge und dem Transport in Passagierflugzeugen. Allerdings lässt sich diese Richtlinie nicht so ohne Weiteres auf die Logistikunternehmen oder die Post übertragen. Auch würde ich niemals an einem Flughafenschalter sagen, das ich radioaktives Material in meinem Koffer liegen habe. Bis ich denen nämlich erklärt bekommen habe, was es damit auf sich hat, ist jeder Flug auf und davon. Und die Logistikunternehmen haben ihre eigenen Regeln. Wirklich sicher fährst Du nur, wenn Du das Material ordnungsgemäß als Gefahrgut deklarierst mit allen dazu gehörigen Papieren. Das wird teuer. Ich persönlich würde auch einfach gut verpacken (Stichwort großes Paket ) und hoffen, das es ankommt. So wie es hier die Kollegen schildern, scheint das Restrisiko (wie war das damit noch gleich bei den Atomkraftwerken :P ) doch eher gering zu sein. Die paar radioaktiven Stufen, die ich bisher bekommen habe, sind alle per Post (DHL) gekommen und waren nie irgendwie besonders gekennzeichnet.
@Michael: Was hast Du den da verschickt, das es dermaßen gegast hat? Radon ist als Alphastrahler für die meisten Geigerzähler quasi unsichtbar und auch wenn, ist die abgegebene Menge so winzig...
Harzsammler:
Hallo Markus,
es handelt sich um Uranocircit von Bergen/Vogtland.
Zum abschirmen hab ich 1,2 mm Dachblei genommen.
Erst mal mit einzelnen Platten die Schachtel ausgekleidet und dann dann das Ganze noch einmal umwickelt.
Die Blei-Stärke beträgt also 2,4mm aber vom Effekt bin ich enttäuscht, die Strahlung wurde nicht mal zu einem Drittel gesenkt, und an der gebördelten Seite ist sie höher obwohl die Blei-Stärke durch zwei eingelegte Platten gleich ist - was mich an ein Gas denken ließ.
Es strahlt nicht weit, in ungefähr 40cm Entfernung Messe ich nur die normale Umgebungsstrahlung.
Grüße,
Michael
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