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Granitporphyr?

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Angler:
Hallo werte Experten,
wir schon wieder, die Nervensägen aus Brandenburg. ;) Wir wollen Euch heute einen hübschen Granitporphyr – also glauben wir – zeigen, mit fleischfarbenen Kalifeldspat, rotbraunen Plagioklas, grauem Quarz und ein wenig schwarzem Biotit.
Wegen dieser Zusammensetzung und gewisser Ähnlichkeiten bei den Querschnittbildern haben wir uns auf Lemland-Granit geeinigt, stimmt das? ???
Ein wenig Zweifel haben wir aber doch, weil uns die Kristalle schon sehr gedrückt und „gelängt“ erscheinen. Er kommt aus einer Kiesgrube nördlich von Eberswalde.
Der Stein war mal 11cm lang, ist 6cm breit und 4cm hoch. Der Schnitt ist 6cm breit und max. 4cm hoch. 

VG und besten Dank schon mal vorab von Eurer brandenburger Rentnerband und Michael!

felsenmammut:
Glück Auf!

Lemmland -Granit ist in der Tat bei dem (naja) Bild durchaus denkbar. Ein Gefüge mit orientiert gestreckten Kristallen kann auch in Graniten vorkommen. Orthoklase wachsen sowieso gerne mal etwas mehr in die Länge. Stellt sich dann noch eine fließgefügeähnliche Orientierung ein, wirkt das Gefüge orientiert gestreckt.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Angler:
Hallo Markus,
vielen Dank für Deine Einschätzung und die Informationen. Ich habe hier nochmal ein etwas größeres Bild angehängt, vielleicht ist es für Euch besser. Den Schliff versuchen wir morgen nochmal aus kürzerer Entfernung besser hinzubekommen.

VG von der Band

karlov:
Moin,
ich kenne diesen Typ von Gneisgranit. Er ist nicht häufig, aber gut wieder zu erkennen. Er wird in der Geschiebekunde nicht mit zum Lemland-Granit gezählt, unabhängig, ob er aus dem gleichen Pluton kommt oder nicht. Herkunft ungewiss.
Viele Grüße,
karlov

Angler:
Hallo karlov,
vielen Dank, dass auch Du die Zeit gefunden hast auf unseren Fund zu schauen. Mal sehen, ob wir Dich richtig verstanden haben.
Die Bezeichnung Gneisgranit bezieht sich nur auf die, wie „fließend“ eingeregelten Feldspäte, so auch schon von Markus beschrieben, es bleibt aber ein reiner Plutonit (Granit).
Oder haben wir das falsch verstanden und Du gehst von einer metamorphen Überprägung aus? Wenn wir Gneisgranit auf sein Schildchen schreiben, können wir noch etwas zur näheren Beschreibung hinzufügen, also außer Fundort und Datum?
Wir haben heute noch einmal Bilder vom Anschliff gemacht und angehängt.

VG von Eurer brandenburger Rentnerband und Michael!

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