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Autor Thema: Stein / Metall Bestimmung gefunden an der Steilküste bei Kiel / Markasit  (Gelesen 2917 mal)

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Truxen

  • Gast
Hallo,

mein Sohn an diesen Stein oder auch Klumpen Metall an der Steilküste gefunden. Er ist sehr schwer und es eher Kalt also fühlt sich eher an wie Metall.
Die Oberfläche ist leicht Gold schimmernden.

Hat evtl. Jemand eine Idee was es sein kann?
Die Waage zeigt 2,6kg, der Stein hat ca. 10cm in alle Richtungen.

Danke
« Letzte Änderung: 15 Jan 20, 17:30 von oliverOliver »

Offline Tycho88

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Glückwunsch,

das ist Markasit bzw eine Markasitknolle.
Wird aber wohl nicht lange beständig sein. Musst mal daran riechen..wenn es schon leicht schweflig riecht,dann schwefelt er aus und wird früher  oder später zerfallen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher groß  :-\

Aber 2,6 Kilo..Hut ab..meine (bisherigen) Fundstücke sind kleiner, 1,3 kg

Gruß Ty

Offline Truxen

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Hallo Ty,

vielen Dank :)
Gerochen hat er eigentlich nicht, aber ich werde heute Abend mal meine Nase ganz dicht dranhalten.
Sollten wir den Aufschlagen?
Wenn ja, ist dies schwierig? Einfach mit dem Hammer?

Grüße,

Bo

Offline heli

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Sollten wir den Aufschlagen?

Nein. Denn sonst ist er kaputt. Es kommt eher nicht so oft vor, dass solch große Brocken - noch dazu ohne Bruch - vorliegen.

Wie bereits beschrieben, neigt Markasit öfters (aber nicht immer) dazu zu zerfallen. Und dabei gibt er Säure ab. Daher immer was Beständiges (z. B. Holz) unterlegen, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Und vor allem trocken und ohne hohe Luftfeuchtigkeit lagern.

Offline harzgeist

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Hallo,

Der Zerfall ist ein sich sebst beschleunigender Prozess, der früher oder später einsetzt. Dem kann man bis zu gewissem Grade vorbeugen, indem man latent vorhandene Säure und Eisensalze, die den Prozess in Gang setzten und dann weitere Säure produziert, beseitigt.
Das kann durch längeres Einlegen in eine gepufferte Dithionit-Lösung erfolgen. Alles was man dazu braucht gibts im Supermarkt
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,38099.0.html
Ein Glas mit dicht schliessendem Deckel verwenden und die Lösung erneuern, wenn sie sich verfärben sollte. Dann noch einige Zeit (Wochen! ) in der Lösung belassen, damit man sicher ist, dass auch der Kern ausreichend erreich wurde.

Eine Knolle zum Vergleich kann ich nicht zeigen, aber eine Pyritstufe, bei der bereits deutliche Zerfallserscheinungen sichtbar waren. Man beachte den Riss durch den Würfel unten links.
Nach der Behandlung hält sich die Stufe bereits mehrere Jahre unverändert und bekam sogar den bergfrischen Glanz zurück.

Thomas

Offline Tycho88

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Hallo Bo,


aufschlagen würde ich ihn nicht. Das bringt nicht wirklich was. Er teilt sich undefiniert.

Die Dithonit-Variante kann ich nur empfehlen. Geht mit der Haushaltsvariante sehr gut (riecht aber auch)

Zum Konservieren/Lagerung:

Ideal:
unter Vakuum mit Wachs und Parafin. führt zu optischer Verfärnung des Knolle. Denke mal ist nix für dich.

Einfachere Variante:
ich habe mir aus der Abteilung Glaswaren (ggf Tupperware) mir eine Glasdose geholt. eine Aus Pasltik mit gutem Blobb-Verschluss
Dazu habe ich orangefarbiges Silicakugeln geholt..verfärbt sich zum grünlichen weren die kugeln in den Ofen gepackt. Obs was wirklich bringt und die Stufen schützt...werde ich erst in frühstem in einem Jahrzehnt sehen  ;D

siehe:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,41052.msg328201.html#msg328201

gruß vom Ostseetümpel


Offline harzgeist

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Normale Jousi-Boxen beschleunigen den Zerfall eher noch, so meine Erfahrung. Unbehandelte Pyrite zerfielen innerhalb von zwei Jahren zu grauem Gebrösel.
Ohne die Box hatten sie immerhin ca. 30 Jahre gehalten und es wären sicher auch noch ein paar mehr geworden, wenn auch nicht ewig.
Die Boxen sind offensichtlich undicht genug, um Sauerstoff und Feuchtigkeit hinein zu lassen und andererseits dicht genug das Schwefeldioxid einzusperren. Ob da Silikagel geholfen hätte  ??? :-\

Es gibt Gläser mit Gummidichtung und Drahtbügelverschluss, die erscheinen mir noch am besten geeignet.

Hydrophobisieren (Wachsen/ölen/"WD 40") würde ich auch nicht unbedingt empfehlen. Wenn dann die Gammelei erneut einsetzen sollte, wäre eine erneute Behandlung mit Dithionit deutlich erschwert bis wirkungslos.

Gaaanz sicher wäre man mit der Aufbewahrung unter einer inerten Flüssigkeit, z.B. leichtem Kohlenwasserstoff, wofür sich Grillanzünder ganz gut eignet, da relativ geruchsarm und auch noch schnell genug verdunstend, wenn man das gute Stück mal trocken betrachten möchte.

Thomas

Offline Harzsammler

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Normale Jousi-Boxen beschleunigen den Zerfall eher noch, so meine Erfahrung. Unbehandelte Pyrite zerfielen innerhalb von zwei Jahren zu grauem Gebrösel.
Ohne die Box hatten sie immerhin ca. 30 Jahre gehalten und es wären sicher auch noch ein paar mehr geworden, wenn auch nicht ewig.
Die Boxen sind offensichtlich undicht genug, um Sauerstoff und Feuchtigkeit hinein zu lassen und andererseits dicht genug das Schwefeldioxid einzusperren. Ob da Silikagel geholfen hätte  ??? :-\
Könnte das nicht einfach durch den Kitt verursacht sein?
Damit hab ich mir je nach Charge schon so manches Stück versaut, vom verölen bis zum verschimmeln.

Hydrophobisieren (Wachsen/ölen/"WD 40") würde ich auch nicht unbedingt empfehlen. Wenn dann die Gammelei erneut einsetzen sollte, wäre eine erneute Behandlung mit Dithionit deutlich erschwert bis wirkungslos.
Mit WD-40 sicher nicht  ;D

Eine Unterdruckkonservierung mit erwärmten Hartparaffin und gewissen Anteilen an Bienenwachs soll sehr gute und endgültige Ergebnisse bringen.

Grüße,
Michael

Offline harzgeist

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Zitat
Könnte das nicht einfach durch den Kitt verursacht sein?
Damit hab ich mir je nach Charge schon so manches Stück versaut, vom verölen bis zum verschimmeln

Ich verwende (möglichst) keinen Kitt, genau aus diesem Grunde, sondern lege meine Kleinstufen lose in die Boxen, die bei mir vor allem zum Staubschutz und als Etikettenträger dienen, selten zur Representation (dann ist's egal wie die da drin liegen).

Thomas

 

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