Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Anatas Hof Oberfranken ???
Hrouda:
Liebe Sammlergemeinde,
ich habe hier in der Sammlung des Museums für Naturkunde ein historisches Stück vorliegen, etwa 1850 bis 1860. Es handelt sich um eine Platte eines diabasartigen Gesteins, ca. 11 cm breit, darauf kleine Quarze und zahllose kleine braune Anataskristalle.
Fundort-Angabe nur Hof. Kann jemand fundiert eine Meinung dazu abgeben, woher das Stück aus dem Raum Hof stammen könnte?
smoeller:
Hallo,
Anatase auf Diabas gab es u.a. in Feilitzsch und Köditz in der Umgebung von Hof. Solche braunen sind mir aus Köditz bekannt. Da es in der Gegend aber größere Bereiche mit Diabas gibt, ist nicht auszuschließen, dass auch irgendwo im Bereich der Stadt Hof solche Stücke vorkamen.
Oberpfalz: Da Eintrag korrigiert, habe ich die Erläuterung entfernt.
Glück Auf!
Sebastian
Hrouda:
Oberpfalz war natürlich ein Lapsus von mir.
Danke für die Erläuterungen zu den Vorkommen.
wolfi:
Servus,
so ist es. Anatase kommen im Landkreis HO in den Diabasen an vielen Stellen vor. So größere Anreicherungen kamen vor allem aus Köditz und Rothleiten bei Berg in den Diabasbrüchen. Wobei mich das Alter der Stufe etwas wundert. Ich dachte eigentlich, dass die großflächigen Anatase immer unter Calcit sitzen und demzufolge ausgesäuert werden müssen. Aber man lernt ja nie aus...
Servus + Glück auf
Wolfi
Kluftknacker:
Moin,
da wäre zunächst zu klären, welche der heutigen als Anatasfundstellen bekannten Steinbrüche um 1850 bereits angelegt waren; da fallen schon mal einige Kandidaten raus. Tipp: Im "BayernAtlas" die alten Karten aufrufen und vergleichen.
Ansonsten: Halb NO-Bayern besteht aus einer diabasischen Deckschicht; es kann also auch ein Stück sein, das Erna Müller im Dorf XY beim Kelleraushub ihrer Hütte fand und später ihre essighaltigen Haushaltsabwässer d'raufgekippt hat - also: unmöglich, "Hof" näher einzugrenzen.
G'Auf!
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