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Bergbau bei Annerod/Fernwald
Sascha M.:
Hallo,
ich war Heute bei Annerod im Wald unterwegs und habe eigentlich Bilder von Eiskristallen gemacht. Dabei bin ich auf ein Loch im Boden gestoßen. Die stelle war mir vorher schon bekannt. An einem Hang im Wald sind auf 300m länge glaube 5 einbuchtungen. Ein Älterer Herr erzählte mir mal das seien alte Stollen eingänge. Im Netz finde ich aber nur was über Tagebau bei Annerod. Weiss da vielleicht wer was ? Ich weiss das dort auch die Abwasserkanäle richtung Gießen irgendwo im Boden liegen könnten das auch überreste von dessen Bau sein? Ich mache die Tage mal ein Bild, war eben schon zu Dunkel. Keine Angst ich versuche nicht reinzusteigen ;)
Gruß Sascha
IntronX:
Hi Sascha,
auf jeden Fall interessant. Hier in Langsdorf haben wir das auch immer mal wieder. In den Feldern ringsherum gibt es vereinzelt alte Mundlöcher. Schwer zu sagen, ob es alte Eisenabbaue sind. Möglich wäre es. In der Gegend wird schon seit vielen Jahrhunderten Eisen gesammelt. Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber.
Wir können uns ja am Sonntag nochmal treffen. Vorher hab ich leider keine Zeit.
Edit: Lass uns doch mal ne Metallsonde reinhalten ;D
Edit²: Habe grad beim Stöbern noch ein interessantes PDF entdeckt. Über die Gemarkungen in Oberhessen.
Da steht auch was zu Annerod: "Eine Fundstelle für Blätterkohle wurde 1822 hier entdeckt."
Hier der Link zum PDF: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2017/12702/pdf/MOHG_39_1953.pdf
Ab Seite 76 wird es spannend (Bodenschätze in Flurnamen).
Gruß
Lars
harzgeist:
Hallo,
Es gibt hier Stellen, wo zu Luftschtzzwecken mehrere parallele Stollen in den Berg getrieben wurden, die stirnseitig alle durch einen Querschlag verbunden sind und nichts mit Bergbau zu tun haben. Vielleicht auch was in dieser Richtung ...?
Thomas
IntronX:
Hi Thomas,
auch ein plausibler Aspekt. Im Gegenteil zu Gießen, wurde das Gießener Umland (gen Osten) kaum oder gar nicht bombadiert (eine Ausnahme bildet hier der Bergwerkswald - dort wurde nicht genutzte Bombenfracht abgeworfen. Beschränkt sich aber auf ein eher kleines Gebiet um Gießen herum). Von daher glaube ich eher, dass es was mit Erzabbau zu tun hat. Auszuschließen ist Deine These aber nicht.
MfG
Lars
Sascha M.:
Das kann aber schon sein die Bombenkrater erstrecken sich bis zur Bundeswehrkaserne, wo heute Rhenus und Roth ihr Lager haben der Wald zwischen Autobahn und der BW Depot soll man zb. nicht betreten weil da immer noch Blindgänger liegen können.
Aber ich habe auch in der PDF Annerod entdeckt 1822,1823 und 1836 steht da, wurde hier gekraben eine der beschriebenen Gesteine liegt genau vor dem Loch in einem Bach der es immer weiter aus seinen Flanken wäscht. Könnten reste der Halde sein . Ebenso sind dort noch reste einer Stauanlage in der wohl früher Fische gezüchtet wurden. Sie besteht auch aus Basalttuff, wie er auch an der Ganseburg vorkommt.
Was für mich aber gegen oder andererseit auch für (selbstgebaute) Bunkeranlagen spricht ist das ich keinerlei befestigungen sehen konnte. Glaub ich muss mal mit einem langen Stock die Handy Kamera reinhalten. Am Ende ist es nur ein Dachsbau in der Zweihundertsten Generation :D wobei die sehen oft verwüsteter aus.
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