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Autor Thema: Fundstein mit sechseckigen Plättchen / Granat  (Gelesen 436 mal)

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Offline WernerBi

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Hallo Leute,
ich habe bei mir in der Nähe (Endmoränenlandschaft beim Zusammenfluss von Isar und Amper bei Moosburg) einen abgeflachten Stein gefunden.
Auf beiden Seitenflächen befinden sich sechseckige Einschlüsse die ich ursprünglich für gebrochene Granate hielt und das Gestein dachte ich wäre Gneis. Heute habe ich mir den Stein mal näher angeschaut und habe erst jetzt herausgefunden, dass die sechseckigen Einschlüsse flache Plättchen (ca. 1mm dick) sind. Sie haben auch einen eher metallischen Glanz. Beim Gestein scheint es sich um Sandstein mit Gneis gemischt zu handeln.
Wer hat eine Idee, um was es sich handeln könnte?
Vielen Dank schon mal
Werner
P.S.: Die Fotos sind so gut wie sie sind. Besser geht's mit meinen Mitteln nicht...
« Letzte Änderung: 11 Mär 19, 17:42 von oliverOliver »

Offline michaelh

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Re: Fundstein mit sechseckigen Plättchen
« Antwort #1 am: 07 Feb 19, 17:18 »
Hallo Werner
Wie groß sind die Einschlüsse bzw das ganze Stück?
Ich denke mit Granat liegst du schon richtig.

Grüße Michael

Offline WernerBi

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Re: Fundstein mit sechseckigen Plättchen
« Antwort #2 am: 07 Feb 19, 17:26 »
Hallo Michael,
der Stein hat ca 60 x 40 mm und das größte Hexagon hat einen Durchmesser von ca. 6 mm.
Die Form deutet klar auf Granat, aber der ist doch eher "kugelförmig", oder? - mir fehlt einfach die Tiefe, ich habe auch andere Gneise aus Österreich mit Granateinschlüssen und die sind eindeutig Dodekaeder mit sechseckigen Flächen...
Werner
« Letzte Änderung: 07 Feb 19, 17:42 von WernerBi »

Offline Staubi

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Re: Fundstein mit sechseckigen Plättchen
« Antwort #3 am: 11 Mär 19, 17:37 »
Hallo Werner,
der Einschluss ist ganz sicher ein Granat.
Deren häufigste Form ist das Rhombendodekaeder (Körper mit 12 rhombenförmigen Flächen), nicht zu verwechseln mit dem Pentagondodekaeder (12 fünfeckige Flächen, ähnlich einem Fußball, sieht man bei Granat nie). Rubbelt die Erosion nun die Hälfte eines Rhombendodekaeders ab, bleibt ein sechseckiger Querschnitt übrig.
Die silbrig glänzenden Plättchen, die du beobachtet hast, sind beim Wachstum des Granates eingeschlossene Glimmerkristalle. Sie können bei mechanischer Belastung eine Sollbruchstelle bilden und liegen dann gerne an der Oberfläche.
Die Matrix, in der die Granate stecken, sieht aus wie ein quarzreicher Glimmerschiefer und passt somit auch wunderbar ins mineralogische Bild.

Schöne Grüße,
Sascha

 

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