Vermischtes / Miscellaneous / Varios > Dies und Das / this and that

Mineralbestimmung aus dieser Analyse ?

<< < (2/3) > >>

harzgeist:
Hallo Klaus,


--- Zitat ---Die bekannteste Verbindung aus beiden Elementen ist die Metalllegierung Messing
--- Ende Zitat ---

Nach meiner Kenntnis ist Messing ein Sammelbegriff für alle Kupfer-Zink-Legierungen, und da ist eben Danbait eine davon. Ein Vorkommen als Hüttenprodukt halte ich durchaus für plausibel und sehe daran eigentlich auch nichts Besonderes, angesichts der verschmolzenen Erze eigentlich fast zu erwarten.
Besonders wäre nur die natürliche Entstehung, was hier ganz sicher nicht der Fall ist.

Edit:
Eine Suche unter Einbeziehung der nicht detektierbaren leichten Elemente ergibt lediglich zusätzlich zu weiteren Legierungen Rosasit und Aurichalcit, die beide visuell klar ausscheiden.

Ich sehe keinen Grund, die Analyse zu bezweifeln, würde es aber als "vollsynthetisch" ansehen, also in Gegensatz zu den meisten Schlackemineralen auch nicht nachträglich gebildet, sondern durch den Prozess unmittelbar entstanden.

Thomas

alfredo:
Analyse passt zu Danbait, aber bin trotzdem etwas skeptisch. Wo sieht mann sonst solcher scharfkantige Bruchstücke bei gediegene Metalle?
Bruchstücke gediegene Metalle sind normalerweise verzerrt oder verbogen, wie auch bei künstliche Kupfer-Zink-Legierunge, und nicht so spröde.

Kupperdroll:
Hallo , Alfredo !

Möchte mit einem Zitat aus " Kupfer-Zink-Legierungen ( Messing und Sondermessing )" vom Deutschen Kupferinstitut antworten :
 
--- Zitat --- 1.3.1. Kupfer-Zink  ....   Die dritte Gruppe von Werkstoffen mit ca. 46 bis 50 % Zink besteht wiederum aus einem einheitlichen Gefüge (ß-Phase)

Bei noch höheren Zinkgehalten tritt als weiterer Gefügebestandteil die Gamma-Phase auf,dessen extreme Sprödigkeit solche Legierungen technisch unbrauchbar werden lässt. "
--- Ende Zitat ---

Gut . Somit soll diese Analyse ihre Richtigkeit besitzen. Für mich bleibt dennoch ein fahler Beigeschmack .

Danke !

heli:
Das findet sich dazu in der Mineralienliste auf der Homepage von Gunnar Färber:

Danbait (xx)
   
Helbra, Eisleben, Mansfeld, Sachsen Anhalt / Deutschland; Silber-weiß bis hell-rosa metallische Aggregate aus reinem massiven Danbait. Die höchst intermetallische Kupfer- Zink Verbindung, fand sich in nur wenigen Exemplaren, als primäres Mineral in einer aus dem tiefsten Mittelalter stammenden Schlacken Halde.; Capsel 48,00; MM 95,00

heli:
Somit werden wohl die angeführten Einschränkungen schlagend:

Offensichtlich nicht natürlich entstanden, auch kein echtes Schlackenmineral, sondern wohl Verhüttungsabfall.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln