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Sand-Gneis???

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Angler:
Hallo Volkmar,
ja eindeutige Granate können wir auch nicht sehen, aber wir sind natürlich nur Laien. Hämatit könnte sehr gut passen, auch zu unserer Theorie. ;D
Wir werden den Stein gelegentlich mal schneiden und schleifen, vielleicht kommen wir dann seiner „Seele“ etwas näher.
Vielen Dank auch Dir und allen noch ein schönes, restliches Osterfest!

LG von der brandenburger Rentnerband und Michael

karlov:
Moin,

--- Zitat ---seit einiger Zeit sind wir in diesem Unterforum die einzigsten Fragesteller. Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Fragen nicht zu sehr nerven!!!
--- Ende Zitat ---
Ja, manchmal ist hier ein wenig Ebbe bei den Geschiebebegeisterten. Nerven? Auf keinen Fall, da gab es schon ganz andere Fälle  ;D

Also, der Arbeitstitel "Sand-Gneis" geht gar nicht. Entweder Sand oder Gneis  :) Deine Beschreibung scheint doch dann ganz zutreffend zu sein, und je nach Deformationsgrad dürfte es sich um einen Gneisgranit (wenig deformiert) oder einen "richtigen" Gneis handeln. Eine klare begriffliche Entscheidung ist manchmal kaum möglich. Granat scheint mir nicht enthalten zu sein, wäre auch eher für rote Pigmente.

Ein Anschliff ist wohl gar nicht nötig, aber ein Nassfoto könnte nützlich sein.

Grüße,
karlov

stoanklopfer:

--- Zitat von: karlov am 03 May 19, 19:58 ---... Also, der Arbeitstitel "Sand-Gneis" geht gar nicht. Entweder Sand oder Gneis .....

--- Ende Zitat ---

Der Begriff "Gneisgranit" geht aber auch schon gar nicht. Entweder Gneis oder Granit... (oder wenn schon, dann Granitgneis, fällt unter den Oberbegriff "Orthogneis"). Ausserdem ist eine klare Foliation zu sehen. Was soll ein "richtiger" Gneis sein? Gibt es auch "falsche" Gneise?
Ein Anschliff bringt - wenn richtig gelegt - immer mehr Information, als etwas nur nass zu machen.

karlov:
Hoppala, da regt sich Widerspruch. Aber gleich so barsch...? Natürlich gibt es "Gneisgranit", als informelle Bezeichnung für tektonisch nur wenig durchbewegte Granite. In Wimmenauer 1985:265 wird hierzu genauer ausgeführt. Während Granitgneis einen Gneis mit granitischer Zusammensetzung bezeichnen dürfte. Und "richtiger" Gneis wurde von mir nicht umsonst in Gänsefüßchen gesetzt. Ist ja auch nicht so erheblich. Worauf ich lediglich hinweisen wollte, ist die unglückliche begriffliche Verbindung eines Magmatits mit einem Sedimentgestein ("Sand-Gneis").
Warum ein Anschliff mehr Information liefern soll, als das Nassmachen, erschließt sich mir nicht. Das Gegenteil ist der Fall, wenn es um die Mineralbestimmung geht. Das Gefüge aus Quarz, Feldspäten und Biotit dürfte durch Anfeuchten mit deutlich weniger Aufwand zu erkennen sein.

Grüße,
karlov

Angler:
Hallo karlov und Volkmar,
ja mit dem Schneiden wird es leider noch einige Zeit dauern. Wir haben nämlich unseren Tisch verliehen. Wir wollten eigentlich den Stein quer, also 90° zur Längsachse, schneiden. Würdet Ihr eher einen schrägen oder sogar Längsschnitt empfehlen?
Ich habe den Stein mal nass gemacht und unserer berliner Michael hat ihn fotografiert. Vielleicht helfen Euch diese Bilder schon mal etwas weiter.
Noch einen schönen Abend und beste Grüße aus dem nördlichen Brandenburg.

Die Rentnerband und Michael 

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