Ich beiße mich gerade in diesem Thema fest, weil es in den daraus resultierenden Themen wie "Warum ist das Forum nur noch schlecht?" (wild gewähltes Beispiel) immer wieder auf solche Themen verwiesen wird.
Konkrete Lösungsidee (allerdings weiß ich nicht, ob das mit der Software umsetzbar ist, ich kenne es nur von anderen Foren anderer Thematiken):
Eine Anzeige mit beispielsweise folgendem Inhalt, die einen Timer von 60 Sekunden hat und erst dann wegzuklicken ist:
"Bitte geben Sie den genauen Fundort an - "im Urlaub am Strand gefunden" reicht nicht aus.
Weitere sehr hilfreiche und oft mit "Hausmitteln" durchzuführenden Bestimmungshilfen finden Sie hier: *Link*. Mit diesen kann Ihnen deutlich effizienter und schneller geholfen werden!
[Anmerkung: da sollte dann nicht direkt mit der Skala nach Mohs geschossen werden. "Ritzt es Flaschenglas?" ist oft schon hilfreich genug. 5€ für die Salzsäure aus der Apotheke sind auch nicht zu viel verlangt, wenn ernsthaftes Interesse besteht.]Bitte versuchen Sie möglichst aussagekräftige Bilder hochzuladen. Wie das einfach, schnell und unkompliziert - selbst mit den meisten Smartphones ohne zusätzliche Fotoausrüstung - geht, das erfahren Sie hier: *Link*
Unsere Forenmitglieder versuchen, möglichst gut zu helfen - das geht aber nur mit Ihrer Mitarbeit und Resonanz auf von der Community gestellte Fragen! Bitte beachten Sie diese, dann hat es für alle Beteiligten einen deutlichen höheren Mehrwert!
Bitte helfen Sie mit, damit wir Ihnen helfen können! Ohne Ihre Mitarbeit ist es in vielen Fällen leider ein hoffnungsloses Unterfangen, das nicht im Interesse der Beteiligten liegt!"
Wer ernsthaft Interesse an unserem Hobby hat, der nimmt sich diese 60 Sekunden plus 5€ für die HCl in die Hand und sieht, dass es mit "hallo, was ist das auf dem Bild?" nicht getan ist und mit einfachsten Mitteln schon ein deutlicher Mehrwert herumspringt.
Wenn nur ein unscharfes Bild mit der Frage "was ist das? Gefunden im Urlaub." kommt und sämtliche Fragen der hilfsbereiten Mitglieder ignoriert werden, dann sollte das Thema ignoriert und ggf. gelöscht werden. Denn ehrlich: wer da überhaupt nicht mitarbeitet und sich als "Hans W. (Wurst) aus Musterhausen" anmeldet, der ist doch keine Zeit wert.
Das ist jetzt schon sehr harsch - doch leider verlaufen die angesprochenen Threads viel zu oft so. Ich habe schon mehrfach in derartigen Themen geschrieben, dass es keinen Sinn ohne Zusatzinfos hat und dennoch folgte ein wildes Gerate. Ja, manchmal geht das. Aber nicht selten auch nicht. Das schaukelt sich dann wieder auf, Beiträge werden gelöscht und dann geht der (von manchen Nutzern vorgeworfene) Blödsinn mit "mimimi, hier wird zensiert!" wieder los.
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Zu dem Thema der Arbeit am Lexikon noch einmal. "Fabian99" hat meine Ansicht sehr gut dargestellt. Ich bin studierter Geowissenschaftler und werde oft von diversen Arbeitskollegen gefragt, wenn es um Fragen zu Mineralen geht. Ich kenne nicht alles, kann aber sehr oft qualifiziert nachhelfen und mein Gegenüber glücklich machen. Wenn es aber um bestimmte Geschiebe, andere Gesteine, spezielle Fossilien oder gar Formationen geht, dann bin ich meist raus. Wenn ich mehr wüsste, dann könnte ich mich da auch einbringen. Dem ist jedoch leider nicht so.
Mein Sammelgebiet ist relativ übersichtlich. Primär BiCoNi-Minerale und speziell Arsenide. Da habe ich viele Kleinigkeiten ergänzt, die zwar nicht essentiell, für den Atlas aber dennoch von einem gewissen Mehrwert sind/waren. Bei manchen Fundorten habe ich von einem Mineral auch das einzige Bild im Lexikon hinzugefügt. Mehr ist in qualifizierter Form aber meist nicht drin. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein - doch durch die extreme Spezialisierung vieler Mitglieder ist mehr oft nicht drin, da wegen Beruf/anderen Hobbies/Familie/sonstigen Verpflichtungen keine Zeit ist, sich noch in andere Themen einzuarbeiten und diese korrekt darzustellen. Halbwissen/-wahrheiten sind ja auch nicht der Renner und das passiert - weiß ich aus eigener Erfahrung - sehr schnell. Dann lieber Mut zur Lücke. Ein deutscher Mindatklon (wobei diese Seite trotz massiver Geldreinpumperei auch nicht vor Exzellenz strotzt!) ist sicherlich nicht das Ziel.
Selbstverständlich ist mir aber auch klar, dass ein Stefan unsere Lücken nicht allein stemmen kann. Das muss doch aber auch gar nicht sein. Daher: ich finde den Atlas in dieser Form super. Es muss für mich nicht jedes Mineral einen Tag nach der IMA-Verkündung im Lexikon stehen, da diese Minerale für einen Großteil der Sammlerwelt ohnehin irrelevant sind. Wirkliche Die-Hard-Systematiker, die den Atlas als unnütz ansehen, weil der Ce-reiche Fragmichnichtit einen Tag nach der Veröffentlichung nicht enthalten ist, wird es wohl kaum geben.
Kurzform: es sollte meiner Meinung nach eine strenge Hand bei Neulingen geben, die absolut "mithilfsunwillig" sind. Spenden fände ich gut, ich wäre dabei. Es muss sonst nicht alles zu 100% korrekt und abgedeckt sein. Ich arbeite beruflich an einer Onlinedatenbank mit. Nach jahrelanger Feinstarbeit können wir erst einen Bruchteil des Gesamtvolumens abdecken. Mut zur Lücke ist nicht verwerflich. Im deutschsprachigen Raum gibt es keine gleichwertige oder gar überlegene Alternative.
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Nachtrag zu:
@Fabian : Solche moppernden "Handy"-User scheinen wohl ein globales "Phänomen" darzustellen...
Man kann mit dem Handy sehr gute Bilder machen. Weißer Untergrund, einmal mit dem Finger auf den zu fokussierenden Punkt (das fragwürdige Objekt) tippen und schon erhält man Ergebnisse, die durchaus gut sind. Auch mit einem Smartphone, das weit unter 200€ kostet.
Ich mache demnächst - wirklich! - mal einen Thread, in dem ich mein aktuelles Fotosetup dar-/vorstelle. Kurzform: weißes A3-Blatt für ein paar Cent, 15€-Tageslichtlampe und eine gebrauchte Spiegelreflex von 2012. Da zeige ich auch Bilder mit einem Smartphone von 2016 (d. h. die Qualität bekommt heute ein Großteil der Modelle für <200€ hin) und einer Kompaktkamera, die man heute für ~50€ bekommt. Man bekommt für einen schmalen Taler sehr aussagekräftige Bilder hin, wenn man nur will. Und abgesehen von einem Weißabgleich (der voreingestellte automatische tut es meist auch) und der "Makroeinstellung" benötigt es eigentlich kaum Wissen. Das hat man sich in unter zehn Minuten angeeignet.