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Roterbärit, neues Mineral aus Sankt Andreasberg/Harz

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ganomatit:
Das in der Probe gefundene Mineral Roterbärit ist eine weitere Besonderheit der Lagerstätte von Sankt Andreasberg. Auch wenn nur 0,01 cm des neuen Minerals in der Probe gefunden wurde.
Meiner Meinung sollte das neue Mineral, welches jetzt den Namen Roterbärit bekommen hat Andreasbergit heißen. Warum dieser Name nicht verwendet wurde, ist vielleicht interessant zu wissen! Also warten wir gespannt auf die wissenschaftliche Veröffentlichung von Alexandre Raphael Cabral, Wilfried Ließmann und Bernd Lehmann.
Die Lagerstätte von Sankt Andreasberg ist immer noch präsent!

Rockhounder:
Wurde der Name "Andreasbergit" nicht schon mal vor ein paar Jahren verwendet und dann wieder verworfen?
Im Lapis gab es da mal nen Artikel dazu. Ich weiß bloß nicht mehr wann und wie der Zusammenhang genau war.

Gruß Norbert

 

Frank de Wit:
"andreasbergite" = Pb-Hg-Bi-rich bohdanowiczite, IMA 1994-009
(source: GLOSSARY OF OBSOLETE MINERAL NAMES, Peter Bayliss, Second edition, 2011)

ganomatit:
Harmotomkristall (Kreuzstein) ein Schichtsilikat, (LAPIS, „Juli- August 1989“ S.55, „Die erste Erwähnung geht auf Ignaz von Born (1772) zurück, der Harmotom zuerst „Andreasbergolith“ nannte, ehe das Mineral im Jahre 1801 von Hauy als Harmotom definiert wurde.“

Andreasbergit?
"Bei der unbekannten Phase handelt es sich um ein Blei-Wismut-Silber Selenid."
"Das Mineral wurde von TARKIAN, M., WALLIS, E., LIEßMANN, W., KLASKA, K.H. (1994) unter dem Namen Andreasbergit zur Anerkennung als neues Mineral eingereicht. Der Name steht für den Fundort St. Andreaberg."
Wallis, E., 1994: Erzparagentische und Mineralchemische Untersuchung der Selenide im Harz, S.60-73.

"Wie die Analyse ergab, handelt es sich bei Roterbärit um ein Palladium-Kupfer-Wismut-Selenid mit der chemischen Formel PdCuBiSe3."
(aus Harzkurier 2019)

ganomatit:
Selenerze wurden in Sank Andreasberg angeblich nur an zwei Stellen gefunden. CREDNER (1865) spricht von Selenblei auf den Felicitaser Gang, GEILMANN und ROSE (1928) benennen den Bärener Querschlag. Uraninit im rechten oberen Bild (im Probematerial eingeschlossen) wurde im Harz nur in Sankt Andreasberg gefunden.
„Das auf dem Ernstgang der Grube Roter Bär in mikroskopischen Mengen gefundenen Uranmineral Pechblende (Uraninit) ergab ein chemisches Alter von rund 100 Mio. Jahren, also Wende Unterkreide/ Oberkreide.“
(LIEßMANN, unveröffentlichter Untersuchungsbericht)
Dieser Fund von Uraninit war auch spektakulär und diente zum Teil der zeitlichen Einordnung der Mineralisation der Lagerstätte von Sankt Andreasberg.

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