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Was veranlasst Mineraliensammler ihre Sammlung aufzugeben?

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calzit:
Hallo Wolfi,

ich spreche doch nicht von einzelnen Stücken die man von seinen 1000 Stücken verkauft. Das fällt in Summe einem ja dann wahrscheinlich selber nicht mal auf. 1000 Stufen wären selbst mir zu viel. Seine komplette Sammlung komplett aufzulösen oder zu verkleinern, ist ja ein großer Unterschied. Wenn ich nichts mehr hätte, woran ich mich erfreuen und beschäftigen könnte, wäre mein Leben um vieles leerer. Ich würde dann Schmetterlinge und Insekten sammeln. Irgendwas fällt mir immer ein. ^^ Ich möchte alles im Überblick behalten und meine Sammlung anschauen können und nicht alles in Kisten und Schubladen verstaut haben. Da wäre nur die äußerste Lösung bei akuten Platzmangel und zu viel Bestand. Meine MM sind zwar in einer Sammelholzkiste, okay. Die hole ich aber oft raus und schau sie mir vor dem Schlafen gehen an, oder an regnerischen Tagen. Aber auch die ist mit einem Überblick noch gut zu erfassen. Erst gestern hatte ich sie zum Weihnachtsbesuch mit genommen und gezeigt. (Ist auch noch nicht alles voll).
Da man eh nicht weiß, wann man und wie ablebt, müsste man sich auch schon mit 20 über alles Gedanken machen und alles in Sack und Tüten haben, wer Haus Hof und Kinder bekommt. Äh Kinder, ach ne.. der Spruch ging anders. Kleiner Scherz ^^ Man müsste sich theoretisch schon vor dem 50. Lebensjahr in vielen absichern und sich jemanden suchen, oder den man kennt, den man seine Steinchen vermachen möchte, der sie in seine Sammlung aufnimmt. Denn meistens interessieren sich die Erben doch nicht dafür, wie du schon richtig sagst. Ich habe auch wieder zwei Angebote aus Nachlässen von Erben, die nicht viel Ahnung darüber haben. Aber da ich schon einiges habe und meist immer das gleiche dabei ist, kaufe ich keine Konvolute mehr auf.

Viele Grüße

Sascha:
Gut zu wissen!

Walpurgin:
Ich kann dazu nur sagen , Prioritäten verschieben sich im Leben auch einmal. Da werden im Alter auch mal andere Dinge wichtig als „ Totes Kapital „ was in Schränken vor sich hin gammelt. Nur meine Meinung!

Elisabeth K.:
Wiewohl ich den Sinn hinter all dem hier nicht so ganz zu ergründen vermag: ich bin in einem Alter, da ich Einblick habe in die Beweggründe, warum man sich von Sammlungen trennt. Derer sind viele. Einmal, das kann man mit 20, 30, 50 und vielleicht auch mit 60 noch nicht nachvollziehen: ich will es so ausdrücken, man merkt, dass man gewisse Sachen nicht mitnehmen kann und fragt sich doch: was brauche ich in meinem Leben noch.

Dann die Sache mit dem Umzug in ein Heim. Ich weiß nicht, ob allen die Regularien bewusst sind, die damit einher gehen. Natürlich könnten sich viele weiterhin an ihren Steinen erfreuen. Nur dürfen sie sie schlicht und ergreifend nicht mitnehmen. Eine kleine Vitrine mit ausgesuchten Erinnerungsstücken ist oft das einzige, habe ich mehrmals in der Bekanntschaft erlebt.

Die Herangehensweisen sind unterschiedlich. Der eine möchte, auch wenn er körperlich wie geistig noch in der Lage wäre, seine Sammlung weiterzuführen, diese gern zu Lebzeiten in guten Händen und sein Lebenswerk fortgeführt wissen. Der andere hängt bis zum Schluss daran. Seine Sammlung war für ihn allein bestimmt, was damit nach dem Tode passiert, ist dann mehr oder weniger egal.

Glückauf!
Elisabeth

uwe:
Dem letzten Satz von Elisabeth stimme ich absolut zu. In der Mineralienwelt gab es vor vielen Jahren mal eine ähnliche Umfrage/Diskussion. Mein Beitrag wurde damals als Schlußstatement veröffentlicht. Mein letzte Satz lautete: "Wer als Sammler im Alter seine Sammlung aufgibt, hat begonnen zu sterben."

Gruß
Uwe

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