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Ist Sammeln noch zeitgemäß?
calzit:
--- Zitat von: Harzsammler am 25 Jan 20, 10:41 ---Diese Frage ist vielleicht relevant für Personen die meinen sich irgendwie mainstreamkonform verhalten zu müssen.
Mir ist's völlig wurscht was Andere über meine Hobbys denken.
Grüße,
Michael
--- Ende Zitat ---
Komisch. dass das genau jeder von sich behauptet, wenn man ihn befragt und trotzdem der Großteil der Gesellschaft mainstream ist. Sonst wärs kein Mainstream ;-) Und wenn Mineralien sammeln in der MItte der Gesellschaft akzeptiert ist, ist es wieder mainstream. ^^
--- Zitat von: Gerdchen am 25 Jan 20, 12:59 ---Aber auch bei uns wird irgendwann der Bergbau wieder von Bedeutung sein,
Gerdchen
--- Ende Zitat ---
Weshalb denn? Kohleabbau?
--- Zitat von: Daachhex am 25 Jan 20, 17:53 ---Wenn beide arbeiten müssen, ist gerade noch das Wochenende für Kinder und Hausarbeit da. Da können sie nicht noch stundenlang durch den Wald laufen und Steine suchen. Das ist für Kinder sicher zwei bis dreimal im Jahr interessant, für einige wenige sicher auch öfters.
--- Ende Zitat ---
Genau das, macht mein Kollege. Der ist jedes Wochenende mit seinem Jungen im Wald wandern und kann nicht verstehen, warum immer gemeckert wird, dass Kinder teuer sind und die Leute keine Zeit hätten, wo es doch so viele immateriellen Dinge in der Natur für Kinder gibt und jeder die gleiche Zeit zur Verfügung hat, die er für irgendwas sinnvoll oder nicht sinnvoll nutzt. Dafür bleibt auch mal der Haushalt liegen. Seine Frau ist auch berufstätig und es funktioniert irgendwie.
--- Zitat von: Daachhex am 25 Jan 20, 17:53 ---Aber ich habe niemanden mehr bei meinen Haldenbesuchen von Eltern mit Kindern gesehen. Schade, kostet wahrscheinlich zu viel Zeit.
--- Ende Zitat ---
Oft liegt es doch auch an den Eltern, die mit ihren Kindern nicht raus gehen und vorm PC geparkt werden. Und wenn, dann in Freizeitparks, was auch Geld kostet. Und dann wundern die sich.
--- Zitat von: Lynx am 25 Jan 20, 11:03 ---Hallo zusammen
die Frage ist durchaus relevant, wenn es um Vereine geht - und um eine Antwort darauf, wie sich ein Sammlerverein ausrichten soll, um zu überleben.
Gruß, Martin
--- Ende Zitat ---
Ich könnte das auf alles mögliche beziehen. Modelleisenbahner haben die gleichen Rückläufe wie Auqarianer und geht man tiefer, ist für den Terrianer der Aquarianer mainstreamiger mit den mehreren "Mitgliedern". Auch wenn das kein "Sammeln" ist. Es ist nicht so sehr auf Mineralien beschränkt und Sammeln, sondern allgemein mit Interessen oder sowas.
Es gibt Zoogeschäfte wie es auch Modellbaugeschäfte und Mineraliengeschäfte gibt, trotzdem verzeichnen Firmen und Messen Stagnierungen. Auf Modelleisenbahnmessen ist das Durchschnittsalter 60+. Außer es nimmt der Opi seine Enkel mal mit.
Also, wenn alle Bereiche über Stagnierungen sprechen, bleibt die Frage, für was sich die Menschen eigentlich noch interessieren. Und das war meine eigentliche Idee. Ich lebe auf keiner einsamen Insel, meine Familie wird auch nicht repräsentativ sein, aber selbst bei den weitläufigen Familienmitgleidern und Verwandten, fällt mir jetzt niemand ein, dass er irgendwas sammelt oder sich mit etwas beschäftigt, oder irgendwas zumindest in der Wohnung stehen hat was.. hm wie beschreibe ich es... was auf ein Hobby schließen lässt. Gut, einer. Der hat seid Kindheit seine Modelleisenbahn. Die ist aber auch auf dem Dachboden gelandet, nachdem seine Frau eingezogen ist. Aber sonst. Kenne ich keinen mit Freizeitbeschäftigung (Ja gut, Urlaub und mal irgendwo hingehen, die Beine vertreten, wie es immer so schön heißt.). Also womit man sich selbst auch mal beschäftigen muss. Ich hoffe , ihr wisst wie ich das meine.
LG.
Harzsammler:
..."Aber sonst. Kenne ich keinen mit Freizeitbeschäftigung (Ja gut, Urlaub und mal irgendwo hingehen, die Beine vertreten, wie es immer so schön heißt.). Also womit man sich selbst auch mal beschäftigen muss. Ich hoffe , ihr wisst wie ich das meine."
Meine Güte, dann such dir doch ein anderes Umfeld oder mach selbst was draus.
In meiner Umgebung sieht das anders aus - allerdings komm ich auch vom Dorf.
Grüße,
Michael
Schatten:
Hallo...
Was zur Hölle wird das gerade hier?
Ich bin wahrlich kein Nörgler, aber was ich in diesem Thread (und auch immer öfter in anderen) lesen muss...da krieg ich Augenbluten.
Das ganze Thema ist doch völlig absurd in einem Forum für Sammler!
Entweder man sammelt, was weiß ich auch immer, oder lässt es sein, fertig...kein Diskussionsansatz vorhanden...nichts um sich auszulassen.
Gruß vom genervten
Silvio
Eckard:
Hej Silvio,
ich hoffe, dass Dich mein Sermon nicht nerven wird. Falls doch: Sorry. Ich möchte wirklich nicht, dass Deine Augen ausbluten. Tränen reichen doch. :)
Ich hatte vor, hier einen umfangreichen Beitrag einzustellen, aber ich möchte mich doch lieber kürzer fassen.
Es wurde immer schon gesammelt. Es wurde (fast) alles gesammelt. Es wird auch künftig gesammelt werden. Und das ist auch richtig so. Das Sammeln gehört einfach auch zu unserer Kultur. Sammler bewahren Güter, die noch vorhanden sind aber nicht unbegrenzt vorhanden sein werden. Das betrifft vor allem, aber nicht nur, solche aus der Natur. Die Nachwelt wird es diesen Sammlern vielleicht danken, dass sie etwas hinterlassen haben.
Ich sammle seit etwa 18 Monaten Steine, weil sie mich interessieren und weil ich Freude an ihnen habe. Zwei wichtige Gründe, die wohl jeder hier in der Runde für seine Sammeltätigkeit vorbringen könnte. – Daneben aber auch, weil mich deren Schönheit fasziniert. Selbst ein äußerlich fast hässlicher Stein kann ein feuriges Inneres zeigen, wenn er geschnitten und poliert wurde. Denken wir doch nur mal an Achate; die es bei mir jedoch nicht gibt. - Dass ich dabei auch noch viel anderes hinzulernen kann, Menschen kennenlerne, das empfinde ich als eine schöne Sache.
Eine Sammlung für die Anhäufung eines pekuniären Wertes hat m. E. nichts mit Sammelleidenschaft zu tun.
Wie nun gesammelt wird, das muss jeder für sich entscheiden. Mir liegt es nicht, Steine zu kaufen. Ich suche lieber selber. Ist mühsam, fällt mir mitunter sogar etwas schwer, macht aber Freude.
Das sieht jedoch anders aus für den, der sich auf ein Gebiet spezialisiert, das Objekte betrifft, für die er keinen direkten Zugang zu den Fundorten hat. Da ist es dann unvermeidlich, will man eine weitestgehend komplette Sammlung zusammenstellen, dass man fehlende Objekte kaufen muss. Und dafür gibt es Kollegen und Börsen, die dann helfen können.
Was ich vor den Steinen sammelte und dabei erlebte, was dann aus der Sammlung wurde, das ist eine andere Geschichte.
Besten Gruß
Eckard
Sascha:
Eine paradoxe Angelegenheit, nach dem Sinn des Sammelns im Internet zu fragen und sich gleichzeitig, das schon mehrfach, über Kinder aufzuregen die ihre Freizeit vor dem Computer verbringen!
Reflexion beginnt im Selbst nicht im Forum.
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