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Autor Thema: Mikromountsammlung aus Nachlass  (Gelesen 1916 mal)

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Offline hobbymineraloge

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Mikromountsammlung aus Nachlass
« am: 16 Mär 20, 09:54 »
Hallo Forum!

Aus einem Nachlass steht eine Mikromountsammlung (edit: Sammlung von Mikromineralstufen in Mikromountdosen) bestehend aus 50 Schachteln (24x18cm) mit insgesamt 1927 Stücken in Plastik-Dosen (2,5x2,5x2,5cm bis 5x4x3cm) zum Verkauf. In der nachstehenden Liste sind die Schachtelinhalte beschrieben. Ein Gesamtverkauf wird angestrebt. Die Preisvorstellung liegt bei 500€ (etwa 26 Cent pro Stück/Dose, entspricht etwas mehr als dem reinen Neupreis einer leeren Dose) inklusive Versand in Österreich oder Deutschland. Im Raum Wien könnte auch eine Abholung/Zustellung vereinbart werden. Zusätzliche Fotos kann ich gerne schicken!

Schachtel   Dosenanzahl   Inhalt
1   47   Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
2   47   Linarit, Caledonit, Anglesit, Gips – Harz
3   21   Aurichalcit, Smithsonit, Adamin, Hemimorphit – Laurion
4   47   Caledonit (?)
5   19   Cerussit, Agardit, Cu-Adamin, Malachit, Smithsonit – Laurion
6   18   Ferrierit, Harmotom – Weitendorf
7   47   Phosgenit, Serpierit, Caledonit, Cerussit – Harz
8   47   Jarosit – Laurion
9   41   Brookit, Anatas, Klinochlor, Rutil – Ankogel
10   47   Al-Adamin, Aurichalcit, Natrojarosit – Laurion
11   48   Zu bestimmen
12   20   Olivenit, Konichalcit, Adamin – Laurion
13   46   Olivenit, Konichalcit, Adamin – Laurion
14   47   Olivenit, Calcit, Gips, Mimetesit, Cerussit, Adamin – Laurion
15   44   Annabergit, Mimetesit, Adamin – Laurion
16   47   Namuwit, Caledonit, Cerussit – Harz
17   11   Philipsit, Chabasit – Saßbach
18   44   Spangolith – Serifos
19   46   Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
20   40   Synchisit – Lohninger/Rauris und Hopffeldboden
21   12   Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
22   39   Zu bestimmen
23   11   Cölestin (Tarnobrecz, Polen)
24   44   Philipsit, Chabasit, Montomorillonit – Saßbach
25   32   Mimetesit, Cornwallit, Fluorit – Grube Clara
26   46   Philipsit, Saßbach; Klinoptilolith, Weitendorf
27   22   Zirkon, Schellgaden; Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
28   46   Monazit, Turmalin, Sphen – Lohninger Bruch, Kampriesenalm, Böckstein
29   18   Adamin, Azurit, Hemimorphit, Olivenit, Jarosit, Smithsonit, Agardit – Laurion
30   48   Siderit, Konichalcit, Adamin – Laurion
31   36   Caledonit, Serpierit – Saßbach
32   46   Hemimorphit, Smithsonit, Fluorit – Laurion
33   47   Adamin, Konichalcit, Skorodit, Wulfenit, Mimetesit – Laurion
34   47   Anglesit, Caledonit, Willemit – Saßbach
35   16   Apatit, Calcit, Zoisit, Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel und Untersulzbachtal
36   21   Titanminerale von Erfurter Steig, Kampriesenalm und Ankogel
37   19   Skorodit, Zn-Aluminit, Konichalcit – Laurion
38   42   Fluorit, Malachit, Smithsonit – Laurion
39   16   Nadeleisenerz, Siderit, Adamin, Austinit – Laurion
40   47   Hemimorphit, Rosasit, Adamin, Ni-Adamin – Laurion
41   43   Spertiniit, Serpierit, Schulenbergit, Lithargit, Anglesit – Harz
42   43   Aeschynit, Rutil, Anatas, Brookit, Turmalin – Lohninger Bruch, Hopffeldboden und Böckstein
43   24   Hydromagnesit – Kraubath; Cuprit – Walchen
44   43   Ferrierit, Harmotom – Weitendorf; Smithsonit, Fluorit, Hemimorphit – Laurion
45   46   Zirkon, Schellgaden; Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
46   42   Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel
47   67   Anatas – Ankogel
48   65   Weitendorf (Harmotom,..) - Paulingit (Vinarice), - Anatas, Brookit, Ankogel
49   63   Ferrierit, Harmotom – Weitendorf; Paulingit – CSSR; Cerussit – Laurion
50   62   Anatas, Brookit, Rutil – Ankogel

Mit besten Grüßen,
Alex
« Letzte Änderung: 18 Mär 20, 15:26 von hobbymineraloge »

Offline Kluftknacker

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #1 am: 16 Mär 20, 12:58 »
Ich sehe keine Micromounts, nur Mikromineralstufen!   :P

Online Schatten

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #2 am: 16 Mär 20, 13:42 »
Hallo Alex,

Bei den Harzer Sachen wird etliches an Schlacke dabei sein, die aufgezählten Mineralien sind da ein gutes Indiz.  ;)
Auch bei den Stücken von Laurion sind Schlacken nicht auszuschließen.

Ich empfehle das explizit nochmal zu prüfen.

Gruß
Silvio

Offline hobbymineraloge

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #3 am: 16 Mär 20, 14:34 »
Hallo,

@Peter: ab wann darf man von Mikromount sprechen? Sicher die Hälfte der Sammlung besteht aus Stückchen mit 1 cm Größe und darunter. Und alle sind mit Kitt in den Dosen "gemountet".

@Silvio: bei den Harzer Stücken sind sicher Schlacken dabei, bei diesen Fundstellen bin ich kein Experte. Bei den Laurion Stückchen ist mir nichts aufgefallen, was nach erstarrter Hütten-Schmelze aussieht.

Lg, Alex

Online Schatten

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #4 am: 16 Mär 20, 14:39 »
Hi Alex,

diente nur als Hinweis meinerseits, da manch Sammler empfindlich allergisch auf Schlacken reagiert ;D.

Gruß
Silvio

Offline hobbymineraloge

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #5 am: 16 Mär 20, 14:48 »
Hallo Silvio,

Ah das wusste ich nicht als eher im makroskopischen Bereich angesiedelter Sammler ;D Vielen Dank für den Hinweis!

Lg, Alex

Offline Kluftknacker

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #6 am: 17 Mär 20, 17:02 »
@Peter: ab wann darf man von Mikromount sprechen? Sicher die Hälfte der Sammlung besteht aus Stückchen mit 1 cm Größe und darunter. Und alle sind mit Kitt in den Dosen "gemountet".

Kitt und Heißkleber sind keine "Mounts". Ich teile die Betrachtungsweise der Amis, Kanadier u.a. und empfehle entsprechende Seiten bzw. Literatur zum Studium, was Mounts eigentlich auszeichnet. Leider hat sich die Ansicht, mit ein bisschen Kitt entsteht ein Micromount, hier in Mitteleuropa falsch und irreführend eingenistet. Ganz schlimmt wird es, wenn man lesen muss: "Ich habe MM's gefunden" (Das geht per Defination gar nicht, es sei denn, da hat jemand seine Kunstwerke inkl. der Dosen entsorgt).
Auch die Größe des Gesteinsfragmentes ist dabei nicht entscheidend. Wichtig und ausschlaggebend ist allein die optimale Präsentation der Kristalle. Hierzu gehört neben dem Feinformatieren (Kneifzangen sind schon zu groß dafür) vorallem die perfekte Sockelgestaltung und Dosenauskleidung, um das Teil zur Geltung zu bringen.
Sprich' einfach von "Mikromineralstufen in Mikromountdosen", aber nicht von Micromounts. Dann ist es klar.

Peter
 

Offline hobbymineraloge

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #7 am: 18 Mär 20, 15:22 »
Hallo Peter,

Vielen Dank für die Klarstellung!

Lg, Alex

Offline geni

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #8 am: 18 Mär 20, 17:39 »
Hallo Peter,

da muß ich widersprechen, ich sammle schon seit über 40 Jahren Micromounts,
und zwar nach dem Buch von Alex Kipfer: Der Micromounter, erschienen im Ott Verlag Thun.
Laut Kipfer 
a.: Mikros = klein und Mountain = Berg Micromount = Kleiner Berg.
b.: Verb to mount = in Position bringen = montieren.

Und somit sammle ich und sehr viele andere Micromounts.

Glück Auf
Gerhard (geni)


Offline oliverOliver

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #9 am: 18 Mär 20, 17:54 »
Ja das wird wohl ein "Streit um des Kaisers Bart", ob das "Mount" in diesem Fall ursprünglich vom montieren oder vom Mountain kommt -
und offenbart eine Lücke in den historischen Wissenschaften: Wir brauchen dringend Mineralogie-Zeitgeschichtler, die dieser Frage nachgehen können ...  ;D ;D ;D
(sorry, nicht ganz ernst gemeint!)

Offline Kluftknacker

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #10 am: 18 Mär 20, 18:21 »
Hallo Peter,

da muß ich widersprechen, ich sammle schon seit über 40 Jahren Micromounts,
und zwar nach dem Buch von Alex Kipfer: Der Micromounter, erschienen im Ott Verlag Thun.
Laut Kipfer 
a.: Mikros = klein und Mountain = Berg Micromount = Kleiner Berg.
b.: Verb to mount = in Position bringen = montieren.

Und somit sammle ich und sehr viele andere Micromounts.

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Gerhard (geni)

Moin,
ich möchte Dich in dem Glauben lassen, nach 40 Jahren wird man da nichts mehr ändern können. Nur: Kipfer irrt sehr oft und hat damals die Amis falsch interpretiert. Er hat versucht, die damalige Welle aus den USA nach Europa zu bringen - mit Erfolg) - und vieles nicht bzw. falsch verstanden, so z.B. die Übertragung des Wortes "Micromount". Nur die Variante "b" ist die einzig Richtige. Statt KIPFER empfehle ich Quintin Wight: The complete Book of Micromounting, 1993 vom MR.

Die Jungs und Mädels aus Übersee (auch in Großbrittannien) unterscheiden (meiner Ansicht nach zu recht) klar zwischen "Micromount" (das besonders montierte "Specimem") und "Specimem". Kipfer hat Specimen gleich Micromount gesetzt  - ein Irrtum, den man heute nicht mehr aus den (mitteleuropäischen) Köpfen bekommt. Sei's d'rum. So wichtig ist das auch nicht.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass viele (nicht alle; die jungen pfuschen auch sehr viel herum ::) ) Amis Tauschsendungen mit als Micromount deklarierten Stüfchen ziemlich barsch und beleidigt zurücksenden (wenn überhaupt), wenn es sich dabei nunr um gekittete oder mit Heißkleber montierte Mikrokristallstüfchen handelt, die wir hier als MM bezeichnen. Das kann ziemlich nach hinten los gehen. Lieber mal gewöhnt sich an die feine, aber notwendige Unterscheidung. Muss man aber nicht  ;)

Glück auf!

Offline Kluftknacker

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #11 am: 18 Mär 20, 18:23 »
ob das "Mount" in diesem Fall ursprünglich vom montieren oder vom Mountain kommt -

Das ist eindeutig im "Mutterland" des Micromounting definiert. "Mountain" hat da nichts verloren  ;D ;)

Offline oliverOliver

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #12 am: 18 Mär 20, 19:51 »
gut, dann ist das geklärt!  ;D

Offline soetele66

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #13 am: 08 Apr 20, 21:51 »
Hallo Alex,
sind die genaueren Fundorte spezifiziert, z.B. woher genau in "Laurion/Lavrion", oder "Harz"?
Beste Grüße
Roland

Offline geni

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Re: Mikromountsammlung aus Nachlass
« Antwort #14 am: 09 Apr 20, 10:03 »
Hallo Peter,

Ganz schlimmt wird es, wenn man lesen muss: "Ich habe MM's gefunden" (Das geht per Defination gar nicht, es sei denn, da hat jemand seine Kunstwerke inkl. der Dosen entsorgt).

Warum schlimm?

Ich habe MM's gefunden kann ja auch bedeuten ich habe Mikro-Mineralien (MM) gefunden. zB. in den Steinbrüchen der Vulkan Eifel.

Gruß
Gerhard (geni 8))