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Barytoberfläche
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Reinhold:
Hallo,
das Bild zeigt eine Fläche eines klaren, hellgelben Baryts der Grube Clara. Fund 2019.
Bildbreite 4 mm
Bei seitlichem Lichteinfall zeigen sich rechtwinklige Strukturen. Bei Auflicht sieht die Fläche glatt aus.
Kann man diesen Effekt mit dem orthorhombischen Kristallsystem des Baryts erklären?
Danke für eure Einschätzungen.
Gruß
Reinhold
Fabian99:
orthorhombisch bedeutet, dass die drei Kristallachsen senkrecht aufeinander stehen, als rechtwinklig zu einander sind. Die Achsen sind unterschiedlich lang. So steht das "Rechteck" = flacher Quader nicht im Widerspruch zur Symmetrie (Neumannsche Prinzip lebt weiter ;-) )
Oder habe ich die Frage falsch verstanden?
LG
Reinhold:
Hallo Fabian,
danke für deinen Hinweis.
Ich hätte gerne gewusst ob die Rechtecke etwas mit dem orthorhombischen Kristallsystem zu tun haben, oder ob da andere Gründe für diese Oberflächenstruktur vorliegen.
Danke und Viele Grüße
Reinhold
Fabian99:
Ja - es ist die Ursache.
Es gibt eine Regel, nach der die Symmetrie einer Eigenschaft (Auch Oberfläche oder Form) nicht der Symmetrie des Kristallsystems widersprechen darf.
So sind Wachstumspyramiden auf kubischen Kristallen auf den Würfelflächen in der Regel quadratische Pyramiden. Auf den Oktaeder oder Tetraeder-Flächen dreieckige Pyramiden.
Die Wachstumsformen auf den Flächen sind oftmals sensibler als die Form des Körpers. Beispiel ist da die Streifung, z.B. von Quarz auf jeder zweiten Fläche oder Pyrit, der die geringere Symmetrie dadurch zeigt.
So etwas liebt bei diesem Kristall vor.
LG
Reinhold:
Hallo Fabian,
interssante Info, da ich es bei Baryt noch nie gesehen habe. Bei anderen Mineralien schon, aber ich brachte es nicht mit dem entsprechenden Kristallsystem in Verbindung.
Viele Grüße
Reinhold
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