Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten

Um welches Material handelt es sich hier? / Fayalitschlacke

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Goldfinger84:
Hallo alle zusammen,

Ich bin neu hier, kenne mich mit der Materie nur sparsam aus und hoffe Ihr könnt mich aufklären. Bei einem Wald Spaziergang bin ich, wie auf das in den Bildern zu sehende Objekt gestoßen. Dieses Material hab ich in meiner Gegend noch nie gesehen. In der Fundgegend gibt es im umkreis von ca 50 -100Km +- weder Abbaugebiete noch Verarbeitungsstätten zumal das Waldgebiet auch sehr alt ist. Ich habe das Objekt mitgenommen und zu Hause in der Werkstatt gereinigt und diverse Tests durchgeführt. Das Objekt ist für seine Größe sehr schwer. Mit dem Hammer zersplittert das Material. Mein erster Gedanke war Meteor Metall. Das Gewicht, die Farbe und auch eine scheinbar durch hohe Temperatur entstandene glatte Oberfläche macht zunächst den Anschein. Ich habe im Internet nix vergleichbares gefunden. Ich habe nach Meteoriten, Eisenerze, Schlacke uvm. gesucht.

Meine Tests am Objekt ergaben folgendes:

Größe : 10,0 x 5,0 x 6,0cm
Gew.: 475g
Material ist anscheint ausschließlich aus Metal.
Es ist stark Magnetisch und Leitfähig.
Mit dem Digital Multimeter habe ich an sämtlichen stellen Durchgang und einen Widerstandswert von 0 Ohm.

 

felsenmammut:
Glück Auf! Goldfinger84

willkommen im Mineralienatlas.

Vielen Dank für die schon bereitgestellten Informationen und die Bilder zu der Bestimmungsanfrage. Aber bitte teile uns noch den Fundort mit, denn siehe hier: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide

Wenn Du es mit dem Hammer zersplittert hast, gibt es frische Bruchkanten. Lässt sich damit Glas ritzen?

Ich vermute mal Schlacke aus der Eisenverhüttung. Vor allem die regellosen Linien im oberen Abschnitt des Fundobjektes auf dem Bild IMG_20200419_213958.jpg sind recht typisch bei Fayalitschlacken.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Goldfinger84:
Nabend felsenmammut,

danke für die schnelle Antwort.

Warum Glas Ritzen ??  Aber ja , mit etwas druck entstehen schon starke Kratzer.

Die Vermutung auf Schlacke habe ich auch. die Frage ist nur wie das in den Wald gelangt sein soll. Ich weiß aber auch dass Schlacke zur Befestigung von untergründen gerne verwendet wird .  Fragen über Fragen.  Der Trampelpfad im Wald ( Fundstelle ) ist jedenfalls nicht künstlich angelegt worden.

Sei mir nicht böse, aber den genauen Fundort werde ich erstmal für mich behalten so lange ich nicht 100% weis was das ist. ;)

Schlacke ist ja soweit ich weis ein Abfall Produkt der Stahlwerke und die sind 40Km entfernt!!

Ich bin auf der suche nach Fayalit Schlacke auf diesen Post gestoßen ( https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=16648.0 ). Das passt schon. Wenn ich das sogar richtig kombiniere, wird dieses Material zur Befestigung des Elbe Deiches verwendet. Da werde ich mal drauf achten.

Harzsammler:

--- Zitat von: Goldfinger84 am 19 Apr 20, 23:38 ---Es ist stark Magnetisch und Leitfähig.
Mit dem Digital Multimeter habe ich an sämtlichen stellen Durchgang und einen Widerstandswert von 0 Ohm.

--- Ende Zitat ---
... Glückwunsch, du hast einen Supraleiter gefunden!  ;D
Nein, mit der Messung stimmt etwas nicht.

Sollte es tatsächlich ein Metall sein, dann ein Hüttenzuschlag aus der Ferro-Reihe.
Wahrscheinlicher ist jedoch fayalitische Schlacke.
Die Härte, Sprödigkeit und die kristallisierte Stelle sprechen sehr dafür.

Grüße,
Michael

Fabian99:

--- Zitat von: Goldfinger84 am 20 Apr 20, 00:29 ---Sei mir nicht böse, aber den genauen Fundort werde ich erstmal für mich behalten so lange ich nicht 100% weis was das ist. ;)

--- Ende Zitat ---

Zitat aus dem Einsteigerguide:
"Als Schlusswort die fast immer richtige Antwort: „Es ist kein Dinoei“ – „Es ist kein Meteorit“ – „Es ist kein Gold“ - "Es ist kein Diamant" "

LG

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