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Autor Thema: Makroschlitten für Stacking  (Gelesen 6195 mal)

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Offline loparit

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #30 am: 06 Mai 20, 18:50 »
Hallo Loismin,
ja, man kann das Stück einstellen und hat das Bild auch gleichzeitig direkt auf der Kamera bzw. dann auf dem Computer.
Das war mit ein Grund warum ich mich dafür entschieden habe.
Ich habe ein Wild-Mikroskop, aber da geht der Fototubus seitlich weg und man muss einen Hebel ziehen um ein Bild auf die Kamera zu bekommen und dann ist der Blick von einem Okulare dunkel.

Preislich liegt es ohne Objektive normalerweise um die 5000 Euro (gebraucht), wenn man eines findet. Ich habe es mit Objektiven unter dem Preis bekommen, sonst hätte ich es wahrscheinlich auch nicht gemacht. Ich liebäugle immer noch mit einem ZEISS AXIO, das hatte ich zum testen und das ist eine schöne Sache, vor allem zum schauen WOW.


Gruß Edgar -loparit-

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #31 am: 06 Mai 20, 19:10 »
"Wollte eigentlich erst mal nur in eine motorisierte "Hebebühne" für MMs und Beleuchtung investieren.
Also im Bereich bis max. 500 Euro.
Der Stackmaster alleine kostet ja schon 720, dann noch Stativ dazu wäre ich bei min. 800."

Da würde ich mit Nachdruck vorschlagen, besser zu warten, bis das Geld da ist.
Ich weiß nicht, wie alt du bist und welche beruflich-finanziellen Möglichkeiten du derzeit hast, aber für mich hat es sich gelohnt, als Student pro Jahr 6 Wochen Ferienarbeit zu machen, um mir ein einfaches Zeiss-Mikroskop und im nächsten Jahr dann eine gute Kaltlichtleuchte kaufen zu können.

Offline loparit

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #32 am: 06 Mai 20, 19:15 »
Dem kann ich nur zustimmen!

Offline Sebastian

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #33 am: 06 Mai 20, 19:29 »
Also mit einem der genannten Schlitten (bis 1 um) ist man unter dem angegebenen Budget. Das reicht auch für ein 20x Na 0.4 Objektiv. Dazu kommt selbstverständlich Kamera und Optik.
Um zielführende Hilfe zu geben sollte man noch etwas mehr über dein bisheriges Equipment wissen.
Bit bisschen Geduld kann man auch mit weniger Budget ein sehr leistungsfähiges Equipment zusammenstellen.
Man muss nur wissen warum man etwas macht.
Bei Interesse kann ich gerne Tipps geben, schreib mich einfach an.

Gruß Sebastian

Offline zampano

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #34 am: 06 Mai 20, 19:30 »
Da würde ich mit Nachdruck vorschlagen, besser zu warten, bis das Geld da ist.
Ich weiß nicht, wie alt du bist und welche beruflich-finanziellen Möglichkeiten du derzeit hast, aber für mich hat es sich gelohnt, als Student pro Jahr 6 Wochen Ferienarbeit zu machen, um mir ein einfaches Zeiss-Mikroskop und im nächsten Jahr dann eine gute Kaltlichtleuchte kaufen zu können.

Alt genug und Geld genug :-P
Was aber nicht heißt, dass ich sehr viel Geld ausgebe, und es dann nicht nutze ;-)
Ein Zeiss Stemi 2000C und eine Kaltlichtleuchte habe ich bereits, das ist nicht das Problem.

Irgendwie gibt es für alles semi-professionelle Möglichkeiten und Lösungen. Kann mir irgendwie nicht erklären, warum man bei dem Thema mit mindestens 2.600 Euro einsteigen muss, wenn man nicht gerade Preise für die Bilder gewinnen will, sondern es rein zu Dokumentationszwecken nutzen will. Denn das kostet Zeit und ist für mich auch ein Argument: wenn ich nicht nur Kosten habe, sondern auch viel Zeit für jedes einzelne Bild brauche, dann ist das leider nichts für mich.

Versteht mich nicht falsch, ich danke auf jeden Fall schon mal für die wirklich guten und hilfreichen Antworten.
Sollte ich "Lunte riechen" und in die Reinhardt-Liga aufsteigen wollen, dann würde ich das Geld ausgeben. Derzeit habe ich aber die Zeit dafür nicht und will nur mein konkretes Problem lösen...

Offline carsten slotta

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #35 am: 06 Mai 20, 20:21 »
Hallo Nino,

also wenn es dir um rein dukumentationstechnische Bilder geht, reicht dein Stemi 2000 C vollkommen aus. Ich kenne einige Sammler die haben sich am Trieb des Mikroskops eine Messuhr angebaut um die Schrittgröße zum Stacken richtig einstellen zu können. Da brauchst du nichteinmal einen Hubtisch, sondern regelst den Hub einfach über den Trieb am Mikroskop. So geht es zwar ziemlich lang bis ein Bild entsteht, aber es funkioniert auch. Es gibt hier sicherlich einige Sammler im Forum die dir über diese Möglichkeit mehr erzählen können. Oder du knippst einfach Single-Shot, wenn es schnell gehen soll. Es gibt ja keinen Stacking-Zwang...

Ich selbst habe früher auch mal mit diesem Mikroskop angefangen zu fotografieren und es hat sich nach und nach immer weiterentwickelt, da ich besser werden wollte. Mir hat halt immer gefallen durchs Binokular fotografieren zu können, wenn auch früher noch mit erheblichen Qualitätseinbußen. Nach diversen Zeiss-Mikroskopen wie Stemi 2000C, Zeiss SV6, SV11 und  SV11 Apo bin ich seit einiger Zeit beim Zeiss Discovery V 20 gelandet in Verbindung mit der Stackunit vom Stonemaster. Dieses Set-Up lässt keine Wünsche offen und mit den richtigen Objektiven ist es den zurecht hochgelobten Mitu-Objektiven absolut ebenbürtig. Vielleicht musst du also auch damit rechnen, dass es dir einmal ähnlich ergeht, wenn dich erst einmal das Foto-Fieber gepackt hat....;-)

Dann ist mir da noch eine zweite Möglichgkeit eingefallen, die auch interessant für dich sein könnte. Vor allem wenn keine sehr kleinen Bilbreiten benötigt werden. Und zwar die Fotografie mit Objektiven in Retrostellung an einer DSLR mit einem Schlitten am Stativ. Der Stefan Koch ( stronkolo?) hier im Forum glaube ich macht das so wenn ich mich nicht arg täusche.  Google das einfach mal, da kommen viele Infos oder schau dir mal das Buch an was ich empfohlen habe, da steht alles drin.

Grüße

Carsten
« Letzte Änderung: 06 Mai 20, 20:48 von carsten slotta »

Offline Stronkolo

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #36 am: 06 Mai 20, 22:04 »
Hallo Carsten,

Ich bin Andreas (rouait :-) ).
Meine Bilder in den größeren Bildbreiten mache ich mit USM Makro´s, entweder über Helicon bracketing oder je nach Kameramodel durch internes Focus Bracketing gesteuert.
Wenn Stefan mit Objektiven in retro arbeitet ist das Ergebnis, wie man es von ihm kennt, sehr schön.
Über Focus Bracketing und Objektive in retro informiert das Traumflieger Buch auch sehr gut.

Grüße
Andreas

Offline Paul W

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #37 am: 06 Mai 20, 22:37 »
Hallo Carsten,
wie verträgt sich das sehr hohe Gewicht des Discovery mit der Stack-Unit? Wie viele Sekunden musst Du zwischen den Bildern warten?
Viele Grüße,
Paul

Offline carsten slotta

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #38 am: 06 Mai 20, 23:35 »
Hallo Paul,

das hohe Gewicht verträgt sich bestens mit der Stack-Unit und macht das System noch schwingungsärmer. Die Anlage steht auf einer massiven Waschbetonplatte die wiederum auf Schwerlastankern mit der Wand verschraubt ist. Dazwischen sind Schwingungsdämpfer aus Kork aus dem HiFi-bereich. Es besteht also keinerlei Kontakt mit dem darunter befindlichen Tisch. Zwischen den Aufnahmen vergehen ca. 2 Sekunden Zeit, aber kürzer würde bestimmt auch gehen. Hab das nocht nicht ganz ausgestestet wie weit ich gehen kann. Die Kamera betreibe ich im Live-View Modus, somit gibt's da auch keine Probleme mit Schwingungen. Hab mal ein Bild angehängt.

Viele Grüße

Carsten

Offline zampano

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #39 am: 07 Mai 20, 00:12 »
So geht es zwar ziemlich lang bis ein Bild entsteht, aber es funkioniert auch. Es gibt hier sicherlich einige Sammler im Forum die dir über diese Möglichkeit mehr erzählen können. Oder du knippst einfach Single-Shot, wenn es schnell gehen soll. Es gibt ja keinen Stacking-Zwang...

Danke :-)
Mal sehen, wie lange es mit dem Fotofieber dauert ;-)

"dauert ziemlich lang" ist leider dabei das Problem. Nur Single-Shot reicht dann noch nicht mal zu Dokuzwecken bei kleinen und kleinsten MMs (meine Sammelschwerpunkte sind Clara, Laurion, Tsumeb und lokale Sekundärmineralien aus NRW...  ;) )

Ich habe ja so schon herum experimentiert, zusammen mit der Digicam im Fototubus kommen auch für meine beschriebenen Zwecke ganz  brauchbare Fotos heraus. Es dauert halt aber zu lange. Ich erhoffe mir durch so einen motorisierten Schlitten auf jeden Fall eine Zeitersparnis.

Zwei Beispielfotos mit dem jetzigen Setting:
Das hier reicht für meine hier beschriebenen Zwecke vollauf, BB ist ca. 1 cm:
https://www.mineralienatlas.de/viewF.php?param=1479577463

Bei dem reicht es maximal für die Doku aber nicht den Atlas (BB ca. 5mm):
https://www.mineralienatlas.de/viewF.php?param=1479162386

Offline Stefan

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #40 am: 07 Mai 20, 11:27 »
Die Abstände hängen u.a. vom eingesetzten Stepmotor, Treiber und Spindel ab. Evtl. kann der Hersteller hier noch nachbessern. Der Kostenaufwand ist sicher überschaubar und er an Produktverbesserungen sicher interessiert. Einfach mal Kontakt aufnehmen. Kleiner 1μm wäre nützlich auch wenn die Kosten dann auch an anderen Stellen deutlich steigen. Viele Bilder wollen zusammen gerechnet werden und mehrere hundert Bilder sind bei den hohen Auflösungen schnell notwendig. Von den deutlich kostspieligeren Objektiven ganz zu schweigen.

Ansonsten ist Stonemaster natürlich die rundum sorglos Königsklasse, hat aber wegen der Qualität auch seinen Preis den leider nicht jeder aufbringen kann.

So nebenbei, diskutiert doch etwas weniger von oben herab und ohne sich persönlich anzugehen, dann wirken die Aussagen gleich viel objektiver und nicht so wie ein Glaubenskrieg.

Hier ein Bild was mit dem Minimalabstand des Schlittens gemacht wurde (nicht aber mit dem Schlitten).
Deutschland/Sachsen-Anhalt/Mansfeld-Südharz, Landkreis/Lutherstadt Eisleben/Krughütte
Makroschlitten für Stacking


Du wirst noch an vielen anderen Stellen schrauben bis Du an die Grenze kommst.

Offline zampano

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #41 am: 07 Mai 20, 12:47 »
Die Abstände hängen u.a. vom eingesetzten Stepmotor, Treiber und Spindel ab. Evtl. kann der Hersteller hier noch nachbessern.

Von welchem redest du jetzt?

Was hast du eigentlich für einen motorisierten Hubtisch/Schlitten, auch den von Stonemaster?

So nebenbei, diskutiert doch etwas weniger von oben herab und ohne sich persönlich anzugehen, dann wirken die Aussagen gleich viel objektiver und nicht so wie ein Glaubenskrieg.

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen...  ;)
Andere Meinungen einfach mal stehen lassen oder objektiv beantworten, so schwer isses nicht...

Du wirst noch an vielen anderen Stellen schrauben bis Du an die Grenze kommst.

Das fürchte ich auch  :P

Offline Stefan

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #42 am: 07 Mai 20, 12:52 »
Ich rede vom ersten Beitrag (Ebay). Einfach den Hersteller mal anschreiben. Und ich rede beim Bild vom Minimalabstand der Ebaylösung. Das Bild ist mit biligem Objektiv an Balgen an Kamera aufgenommen.

Hier ist beschreiben wie ich das mache. Ich komme so auf 0,1 μm. Es könnte sein, das mt der Software / Treiber auch noch weniger geht, aber das reicht erstml so.

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/Stefan/Stackingsteuerung

Das ist sicher nicht so exakt und geschmeidig wie die Steuerung von Stonemaster, aber ich bastel gerne.
Viele Grüße
Stefan

Offline Fabian99

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #43 am: 07 Mai 20, 15:54 »
Hier ist beschreiben wie ich das mache. Ich komme so auf 0,1 μm. Es könnte sein, das mt der Software / Treiber auch noch weniger geht, aber das reicht erstml so.

Hallo Stefan,

ehrlich gesagt halte ich das für theoretische Werte. Eine mechanisch so simple Verstellung ohne Temperaturkompensation oder Encoder glaube ich das nicht.

https://www.physikinstrumente.de/de/produkte/lineartische/miniatur-lineartische/
nur mal so als Beispiel. Andere Firmen haben da auch tolle Sachen. Aber 1µm sicher zu fahren ist schon eine Ansage.

LG

Offline Stefan

Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #44 am: 07 Mai 20, 16:24 »
Es spielt für mich keine Rolle um das theoretische Werte sind oder ob der Wert 100% passt. Für die Anwendung ist das völlig ausreichend und Tolleranzen selbst um 100% und mehr Prozent spielen keine sichtbare Rolle. Punkt ist, rein rechnerisch ist ein Step 0,1 μm und fährt der Motor weiter wandert der Fokuspunkt. Mehr ist nicht von Interesse. In der Realität fährt man ohnehin in größeren Schritten.

 

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