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Autor Thema: Makroschlitten für Stacking  (Gelesen 2990 mal)

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Offline palpatine

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #45 am: 07 Mai 20, 16:58 »
Auch wenn ich hier etwas offtopic bin, auch ich fahre rechnerisch mit 0,001 mm. Schalte ich den Treiber in den Microstepping-Modus dann komme ich rechnerisch auf 0,000125 mm. Als Beispiel, was ich mit meiner DIY-Stackingrail maximal machen kann, 2 Bilder minimal in PS nachbearbeitet. Sind jetzt ästhetisch nicht die Brüller, aber zum Dokumentieren langt es.

Bild 1 Oneshot mit Olympus UPlan 50x BB ca. 0,5 mm

Bild 2 Stack mit Olympus Uplan 50x aus 590 Stacks BB ca. 0,5 mm

Viele Grße
Marcel

« Letzte Änderung: 07 Mai 20, 17:48 von palpatine »

Offline Fabian99

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #46 am: 07 Mai 20, 20:12 »
Naja, vergiss nicht: Wellenlänge ist rund 0.6µm, dann kommt noch Heisenberg zu den anderen Unschärfen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konfokalmikroskop#Aufl%C3%B6sung
Normale Mikroskope sind imho ca 1,2 bis 1.5 schlechter.

Ich frage mich, warum es so schwer war, ein stabiles interferometer im Labor aufzubauen...

LG
« Letzte Änderung: 07 Mai 20, 20:24 von Fabian99 »

Offline palpatine

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #47 am: 07 Mai 20, 20:25 »
Hallo Fabian,

man kann natürlich die ganze Sache wissenschaftlich angehen und berechnen etc. Dabei wird mir aber immer ganz schwummerich im Kopp. Fakt ist, das man mit jeglicher Technik Bilder machen kann, wie die dann am Ende aussehen, ist ein andere Sache. Letztendlich muss der Benutzer am Ende der Kamera mit der ganzen (High)Technik umgehen können und sie muss ins gesetzte Budget passen.

Bei der Beantwortung der Frage "taugt das was" stehen doch letztendlich auch die Vorlieben und Erfahrungen der jeweiligen Beantworter im Vordergrund.

Viele Grüße
Marcel

Offline Fabian99

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #48 am: 07 Mai 20, 21:07 »
Hallo Marcel,

da bin ich voll bei dir. Auf der anderen Seite zeigt sich die Unvernunft in der Anzahl der Nachkommastellen (war glaube ich Gauss).
0.6µm Wellenlänge 4µm Länge der Zigarre bei einem konfokalen Mirospkop mit 50er Objektiv. Und wir reden über sub-µ.

LG

Online Josef 84,55

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #49 am: 08 Mai 20, 07:36 »
Hallo,

ich bin auch skeptisch ob Schritte unter 1 µm einen Vorteil bringen, der durch einen echte Verschiebung erklärbar ist. Vielleicht entsteht die beobachtete Qualitätsverbesserung auch durch das zusammenrechnen gleicher Bilder, wie es glaube ich in der Astronomie gemacht wird.

Ob die günstigen Hubtische so geringe Verschiebungen überhaupt auflösen können ist auch fraglich. Ich habe zwei billige aus China und deren mechanische Qualität entspricht nicht dem Mikroskoptrieb (Zeiss Standard 14) den ich zum Stacken verwende. Mag sein das die Marken Hubtische Newport, Thorlabs... dies leisten können, die bekommt man aber auch nicht um 50-70€.

Der Griff eines Mikroskop-Feintriebes lässt sich auch leichter adaptieren als eine Mikrometerschraube die sich quer bewegt. Eine Variante von Wemacro ist dafür gebaut.

Grüße Josef


Offline Stefan

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #50 am: 08 Mai 20, 10:22 »
Das Auge vermag in dem Minalbereich wohl kaum Einzelbilder mit einer Schärfentiefe von weniger als 0.9 µm zu unterscheiden (Mitutoyo 50x 0.55). Wenn das Bild dann noch auf einem Monitor betrachtet wird der nur einen winzigen Teil des Bildes in voller Auflösung zeigen kann, ist das Auge vollends planlos bei dem Pixelmix.

Für mich unbestritten, wenn die Mechanik die Drehung nicht unmittelbar umsetzen kann wird es zu "Sprüngen" kommen an denen mehrere Steps entladen werden.

Vorausgesetzt die Mechanik und auch die Optik kann das Umsetzen sind die kleineren Abstände zwingend um überlagernd stacken zu können. Wenn die Technik das nicht hergibt, was in dem Auflösungsbereich hoch wahrscheinlich ist, bringen die geringeren Abstände vermutlich nichts. Das wäre so wie durch eine Milchglasscheibe 100 Bilder zu machen und zu hoffen ein scharfes Bild zu erhalten.


Offline Fabian99

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #51 am: 08 Mai 20, 11:04 »
Hallo Stefan,

daher wird in dem Bereich mit Luftlagern, optischen Encodern etc gearbeitet. Jede Mechanik macht einen Slip-Stick bei der Bewegung, vergleichbar mit den tektonischen Platten und dem Erdbeben. Das ist die Mechanik und durch das Spiel kommen noch weitere Effekte.

Dann kommt die optische Auflösung. Du hast eine laterale Auflösung in der Bildebene - die liegt irgendwo bei grob bei einer Wellenlänge, nehmen wir 0,6µm als kleinste Auflösung. Aber das Fokusellipsoid ist in der Regel etwa 3x länger ans breit.

wenn du dir
https://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sung_(Mikroskopie)#/media/Datei:RayleighCriterion.svg
anschaust, die jetzt in der xy-Ebene dargestellt ist, aber auch so für die z-Richtugn gilt, ist eine Verschiebung kleiner als 1µm bis 2µm rechnerisch wirkungslos. Was da zum tragen kommt ist vermutlich eher ein "oversampling"-Effekt, wie ihn Josef beschreibt.

und nicht zuletzt das Marcel sagte: Es kommt darauf an, was daraus gemacht wird!
In diese Richtung sollte auch meine Aussage gehen: eine Kette ist so stark wie das schwächste Glied, und mit der theoretischen Auflösung im sub-µm Bereich ist die Optik mit einigen µm und die Umsetzung in die reale Mechanik eher das Problem. Da lohnt der Invest/die Arbeit.

LG + schönes WE

Offline Stefan

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #52 am: 08 Mai 20, 14:23 »
Also 2µm sehe ich bei meinem 20x Objektiv deutlich von Bild zu Bild. Auch 1µm würde ich noch gut unterscheiden können. Da ich meine Bilder sofort und während des Stacks am PC sehe, ist auf dem 40 Zoll, 4k Monitor schon merklich die Verschiebung der Schärfenebene erkennbar. Darunter wird es eng. Mit einem 50x Objektiv habe ich das noch nicht getestet. Die Frage die sich mir eher aufdrängt ist, ob die Bildinformation im Fokus wirklich noch sinnvoll ist oder das "Schärfeband" nicht auch nur eher schwammig ist.

Offline zampano

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #53 am: 27 Jun 20, 20:30 »
So, der Anfang ist gemacht.
Habe erst mal einen Tubus, das Raynox 150 und ein Mikroskopobjektiv (4x, unendlich, Noname?) gekauft, alles zusammen bei Mkjzz für 289,-. Was auf jeden Fall sehr positiv bei der Firma war, dass ich direkt nach der Bestellung noch eine Beratung bekam, weil ich eine fragwürdige Kombination bestellte, bis spät nachts und am nächsten Morgen ging die Ware schon raus. Klasse Service.

Ein superschweres Laborstativ hatte ich noch rumfliegen, das dient jetzt als manueller Hubtisch. Liefere auch bald Fotos nach, sobald die Beleuchtung steht

Offline zampano

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #54 am: 27 Jun 20, 20:34 »
Den Rest des Posts hat es geschluckt...

Die nächste Ausbaustufe wäre der Schlitten. Wenn das Stativ nicht gut genug ist, dann auch ein Tripod von Stonemaster.

Die dritte Stufe dann eine neue Kamera...

Die Frage, die ich noch hätte:
Hat den jemand einen Schlitten von Mkjzz und kann seine Erfahrungen berichten?

Offline Stefan

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #55 am: 28 Jun 20, 13:47 »
Hallo Nino,

Erfahrung habe ich damit keine, aber die Schrittweite sollte <1 Mikrometer liegen. Wegen ein paar hundert Eurp würde ich wenn Du nicht selber basteln willst den Stackmaster nehmen. Als Objektiv würde ich nach dem Lomo 3.7 suchen. Da kannst Du auf die Tubuslinse verzichten und die Bilder im 3-6 mm Bereich sind sehr gut.

Leider derzeit schwer zu bekommen.
https://www.ebay.com/itm/LOMO-objective-3-7x-0-11-3-7-x-0-11-for-microscope-/193413026673

Oder das Lomo 8x

https://www.ebay.com/itm/8-0-20-Russian-USSR-Microscope-Lens-Objective-8x-0-2-LOMO/233565499233?hash=item366196af61:g:UowAAOSw9dtenb51

oder 9x 0.20
https://www.ebay.com/itm/Microscope-objective-9-x-0-20-810151-PL-Plan-LOMO-9x0-20/274347599912?hash=item3fe0642828:g:Am4AAOSwcQxepItu

Viele Grüße
Stefan
« Letzte Änderung: 28 Jun 20, 13:52 von Stefan »

Offline palpatine

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #56 am: 28 Jun 20, 20:57 »
Hallo Nino,

Die Lomo`s habe ich auch im Einsatz. Falls du die Lomo`s nicht bekommen solltest, empehle ich dir:

CZJ Planachromat 2,5x

CZJ Semiplan 3,2x
https://www.ebay.de/itm/Semiplan-3-2-0-10-160-Carl-Zeiss-Jena-RMS-Mikroskop-Objektiv/333600078384?epid=0&hash=item4dac1d3a30:g:EGYAAOSwC2Nev5A5

CZJ Semiplan 6,3x

Viele Grüße
Marcel

Offline zampano

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #57 am: 28 Jun 20, 22:11 »
Der beste Schlitten von denen erfüllt das wohl, kostet aber auch annähernd 600 Euro.

Mit den Objektiven muss ich mich noch einlesen, was ich da überhaupt brauche.
Das 4x, dass ich jetzt habe, reicht immerhin schon mal für den bereich 2-5 mm wie es aussieht.

Was ist am Semiplan oder Lomo jetzt das Besondere? Bisher las ich vor allem von den Mitutoya und anderen.
Sind die beiden in dem niedrigen Preissegment die besten?

Und noch eine Frage eines Noobs ;-)
Wie macht ihr das denn, wenn ihr so viele verschiedene Objektive habt und das Motiv bzw. dessen Größe jedes Mal ein anderes verlangt?
Doch nicht jedes Mal neu verschrauben, oder für jedes Einzelne und besonders häufig verwendete jeweils schon an einem Tubus mit Linse montiert?

Offline palpatine

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #58 am: 28 Jun 20, 23:24 »
Hallo Nino,

also die Mitutoyos sind Highend-Objektive und dementsprechend teuer. Vom 2x bis 50x bist du im 4 Stellligen Bereich. Für den Anfang bzw. wenn du nicht soviel Geld in die Hand nehmen möchtest, machen die hier genannten Lomos oder CZJ eine gute Figur. Es gibt auch von Nikon und Olympus bezahlbare Objektive, die teilweise eine Tubuslinse benötigen. Es gibt hier viele interessante Threats zu dem Thema, unbedingt durchlesen.

Ich habe eine Tubusröhre für die endlichen Objektive, die ich in der Länge variieren kann und eine Röhre mit der Rainox für die unendlichen Objektive. Und je nach Bildausschnitt bzw. Bildbreite, die man fotografieren möchte, wechsle ich die Objektive aus. Andere Mitglieder nehmen Balgen statt Tubusröhren. Du kannst auch für jedes Objektiv eine eigene Tubusröhre nehmen.

Viele Grüße
Marcel

Offline Matthias Reinhardt

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Re: Makroschlitten für Stacking
« Antwort #59 am: 28 Jun 20, 23:26 »
Hallo Nino,
einen Tipp möchte ich Dir gerne geben. Ich mache das so, das ich die Mineralien die ich gerne Fotografiere möchte einmal unter dem Bino nach Bildbreiten bzw. Objektive vorsortiere. Damit vermeide ich ein ständiges auf und abschrauben am Balgen.

schöne Grüße
Matthias

 

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