Glück Auf!
Sehr wahrscheinlich wird es sich, wie schon von den Vorautoren vorgeschlagen, um Limonit handeln. Ich hatte vergangenes Jahr einen aufgeregten Sammler, der glaubte Goldnuggets in Sandstein gefunden zu haben. Mit bloßem Auge sah das auch wirklich wie Gold aus. Es handelte sich aber um Limonit mit sehr kräftig gelben glänzenden Anlauffarben. Der Sandstein war auch sonst recht reichlich mit Limonit durchsetzt. An einer anderen Stelle zeigte der Stein schöne kupferfarbene Anlauffarben. Das Stück stammt aus einer Kiesgrube bei Riesa.
Im Aluminiumwerk in Lauta fiel als Abfallprodukt der Aluminiumherstellung Rotschlamm an. Der größte Teil wurde nahe Lauta deponiert. Diverse Anläufe, den Rotschlamm als Rohstoff für andere Industrieanwendungen zu nutzen, führten dazu, dass man ihn auch mal woanders gesehen hat. Der Bauxit kam aus Bulgarien oder Ungarn. Da lass ich mich aber gerne korrigieren, wenn es jemand genauer weiß.
Es gab zu DDR-Zeiten Überlegungen die aluminiumreichen Tonerden für die Aluminiumherstellung zu nutzen. Es standen in jedem Fall Lagerstätten im Raum Sachsen zur Diskussion. Welche Lagerstätten und ob auch außerhalb von Sachsen noch andere Lagerstätten in Frage kamen, habe ich gerade nicht parat. Da müsste jemand mit mehr Wissen die Fakten ergänzen.
Zur Diskussion standen auch sanidinreiche Gesteine wie Phonolithe. Das Vorhaben wurden von der DDR, soweit mir das berichtet wurde, nicht ernsthaft verfolgt. Hier hatte Tschechien mehr Ambitionen, da in Nordböhmen große Braunkohlevorkommen zur Elektroenergieerzeugung und große Phonolithvorkommen auf engem Raum nebeneinander vorkommen. Soweit ich weiß, sind die Überlegungen aber auch nicht umgesetzt worden.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut