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Uran und die Zerfallsreihe in Abhängigkeit von der Lagerstätte oder der Mineralisation

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Josef 84,55:
Hallo,

die Alpha-Strahlung von Mineralien in einer Nebelkammer sichtbar zu machen ist nicht so einfach. Entweder sind sie zu warm und stören durch ihre Thermik das empfindliche Volumen, oder sie sind zu kalt und es kondensiert das Isopropanol am Stück wodurch die Alpha's nicht austreten können.

Aber zurück zum eigentlichen Thema, was das Isotopenverhältnis in Uranmineralien beeinflussen kann.

Das Alter der Stücke: Nach der chemischen Trennung bei der Kristallisation baut sich die Zerfallsreihe auf. Vor allem die Isotope der U-238 Zerfallsreihe nach den langlebigen U-234 (245 ka) und Th-230 (75 ka) müssten in geologisch jungen Stücken noch weiter vom Gleichgewicht entfernt sein.

Chemische Veränderung: Wenn Teile der Zerfallsreiche zwischenzeitlich herausgelöst werden. Bei poröseren Proben funktioniert deshalb die Datierung U-Pb schlecht.

Es könnten auch in Lösung gegangene Zerfallsprodukte neu Kristallisieren, z.B. sollte sich an Baryt das Radium anlagern. Bei sehr jungen Stücken, die in der Matrix kein Uran enthalten, könnte das messbar sein. Gibt es irgendwo bariumhaltige Quellsinter?

Durch Spaltung von U-235: In natürlichen Reaktor von Oklo hat sich das Verhältnis von U-235 zu U-238 geringfügig verändert.

Durch unterschiedliche Schirmung in der Probe: Energieärmere Gamma-Quanten werden stärker geschirmt. Das Messergebnis sollte je nach Probengeometrie ein anderes sein. Bei einer dünnen Schicht ist die Eigenschirmung geringer als bei einem kompakten Stück.

Grüße Josef

Peter-1:
Hallo Robert,

für die Nebelkammer ist das ganz sicher nix ! So ein Stückchen hat ca. 100 Bq. Die Preise liegen vermutlich bei 20 - 50€, falls die Quelle noch funktioniert. Anbei ein Spektrogramm von so einem Stückchen.

Peter

pseudonym:
Das macht nix ,die Kammer ist son Projekt für die nächste Zeit ,um damit zu experimentieren hab ich genug Pechblende ,U-Circit u.ä. aber so ne Probe passt (eben auch ) gut zum Gesamtthema Radioaktivität - ich mag das Thema ,jedoch nur als Amateur wenn man tiefer in die Materie eindringen will wirds ziemlich kompliziert .... ;D da wirds eng wenn man ´´nur Handwerker ´´ ist !

Aber so im Rahmen meiner finanziellen ,technischen und intellektuellen Fähigkeiten befasse ich mich ganz gern damit .

etalon:
Hallo zusammen,


--- Zitat ---Aber zurück zum eigentlichen Thema, was das Isotopenverhältnis in Uranmineralien beeinflussen kann.
--- Ende Zitat ---

Ich wäre sehr dafür, bei diesem Thema die Terminologie korrekt anzuwenden, denn sonst entstehen Missverständnisse.

Isotopenverhältnisse gibt es innerhalb eines Elements durch unterschiedliche Anzahl an Neutronen im Kern (also mit unterschiedlicher Massezahl) bei selbigen, eben Isotope.
In diesem Fall wurde anfangs von U-Isotopen geschrieben, und diese unterscheiden sich auf der Erde (und auch auf dem Mond) natürlichem Ursprungs nicht wirklich, mit der Ausnahme von Oklo.


--- Zitat ---Das Alter der Stücke: Nach der chemischen Trennung bei der Kristallisation baut sich die Zerfallsreihe auf. Vor allem die Isotope der U-238 Zerfallsreihe nach den langlebigen U-234 (245 ka) und Th-230 (75 ka) müssten in geologisch jungen Stücken noch weiter vom Gleichgewicht entfernt sein.

Chemische Veränderung: Wenn Teile der Zerfallsreiche zwischenzeitlich herausgelöst werden. Bei poröseren Proben funktioniert deshalb die Datierung U-Pb schlecht.

Es könnten auch in Lösung gegangene Zerfallsprodukte neu Kristallisieren, z.B. sollte sich an Baryt das Radium anlagern. Bei sehr jungen Stücken, die in der Matrix kein Uran enthalten, könnte das messbar sein. Gibt es irgendwo bariumhaltige Quellsinter?
--- Ende Zitat ---

Im Rahmen der Zerfallsreihen spricht man von (Tochter-)Nukliden. Diese stellen natürlich für ihre Elemente auch ein Isotop dar, aber hat in diesem Fall nichts mit einem Isotopenverhältnis zu tun.

Wenn man das berücksichtigt, kommt es auch nicht zu falsch interpretierten Fragen wie der meinen oben an Uwe...

Grüße Markus

Fabian99:

--- Zitat von: Josef 84,55 am 22 Aug 20, 08:02 ---Es könnten auch in Lösung gegangene Zerfallsprodukte neu Kristallisieren, z.B. sollte sich an Baryt das Radium anlagern. Bei sehr jungen Stücken, die in der Matrix kein Uran enthalten, könnte das messbar sein. Gibt es irgendwo bariumhaltige Quellsinter?

--- Ende Zitat ---

Hallo,

ja gibt es - die Bildungen von Radiobaryt sind alle jung. Irgendwo liegen auch noch hier Veröffentlichungen, zu Carlsbad und ich meine auch einem japanischem Vorkommen.

Wenn ich das richtig verstehe, nutzt diese Methode das aus:
https://www.researchgate.net/publication/290003943_Barium_sulphate_method_for_radium-226_analysis_by_alpha_spectrometry

hoffe das hilft, notfalls suche ich mal

LG

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