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Hilfe am Mikroskop

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Fabian99:
Hallo,

Ich habe das Bild mit Gimp in Lab zerlegt, im L-Kanal den dinklen Bereich etwas "gezogen" um den kontrast zu erhöhen und etwas selektiv "selektiver Gauss Weichzeichner" gemacht. im L-Kanal mit d=3 im a und b Kanal mit 6. die größten Artefakte waren auf der Blau gelb Achse im unteren Bereich. Die Werte sind nicht fix und nur du kannst das Bild bewerten. Aber die Richtung sollte es sein.

Die Farbflächen sind etwas zu konstant für mein Empfinden, aber  vielleicht geht das am Original-Bild besser.

LG

Fabian99:
Dein Neoplan sollte eine NA von 0.75 haben und du arbeitest gegen Luft.

Somit ist dein Auflösungsvermögen bei 550nm Wellenlänge (Zentrum des sichtbaren Bereichs) etwa 0.55µm/0.75 =660nm ohne die Betrachtung weiterer Bildfehler.

Zeichne mal einen Kreis mit dem Durchmesser 1,3µm ein . Dieser Kreis spielt optisch zum Zentralpunkt mit.

Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sung_(Mikroskopie)
und
https://de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Kriterium


LG

Lynx:
Hoi

kleine Randnotiz. Bin mir nicht sicher, was die Tatsache macht, dass es sich nicht um eine optische Abbildung sondern um einen Scan (in z-Richtung) mit anschließender Verrechnung der Bilder handelt.

Zum einen hat der Algorithmus eine gewisse Anzahl mehr Punkte zur Verfügung als das Einzelbild, um die Kante aus einem Kontrast zu rechnen (das ist jetzt abstrakt formuliert, was die Algorithmen tun sollten) also mehr Information, als in einem Einzelbild. Da kann ein Algorithmus auch auf Sub-Abtastfrequenz (Pixel) Kanten bestimmen - weil mehr Information vorliegt. Diese Kanten sind aber nicht notwendigerweise "echt" haben aber dieselbe Wirkung auf das Bild wie echte Kanten.

Zum anderen gehen aber auch die Störungen von mehr Bildern in den Algorithmus mit ein, und das hängt dann von Kontrast, Rauschen Farbfehlern etc ab, was genau passiert. Hier macht u.u. mehr Information das Bild schlechter.

Wichtig: Die Auflösung hinten unten im Endbild ist abhängig vom gesamten Bildentstehungsprozess also incl. der Verrechnung. Unter Umständen ist also garnicht die Optik limitierend sondern die Rechnung...

Gruß, Martin

Fabian99:
Hallo,

ja da hast du recht - Subpixel ist möglich. Aber du änderst zwischen den Aufnahmen etwas. Die Interpolation gilt meiner Meinung nach nur bei der mehrfachen Abtastung eines Objekts (= ein Bild). Salopp gesprochen weist du nicht, ob die Änderung aus der Änderung der Fokusebene kommt oder aus der Auflösung. Wobei der Fokus rund 3x (+/- einiges) höher sein sollte als der Durchmesser der Beugung.

Daher bin ich nach wie vor der Meinung, das Bild ist gut :-) für die Vergrößerung. Die Bildbreite sind rund 1,5 Haarbreiten!!!

LG

Lynx:
Jo, an sich ist das Bild gut.

Vermutlich könnte eine andere ISO bzw andere Lichtverhältnisse was bringen, weil es dann dem Algorithmus leichter wird, seine Arbeit zu machen.... Optisch geht mE nicht viel.

Wegen Abtastung: Im allgemeinen ist das der Punkt, bei einem Scan ändert sich was. Eigentlich müsste ggf. sogar zunächst der Datensatz als Zeitreihe behandelt werden, um Drift etc (also Einflüsse aus dynamischen Veränderungen) zu korrigieren. Dann bekommst Du Deine Datenpunkte, die zu einem Gesamtensemble zusammengefügt werden. Auf diesem Gesamtensemble machst Du dann die Rechnung, d.h. die Ursache einer Kante stammt dann aus dem Gesamtensemble. Bei statischen Proben wie hier macht das wenig aus. Aber für Laser Scanning Microscopy an (lebenden) Proben gibt es unte Umständen interessante Artefakte durch z.B. Bleichen oder auch Aufheizung von einer Scanebene zur nächsten etc. Insofern muss man sich bewußt sein, das gestackte Bilder eben nicht einer optischen Abbildung entsprechen.
Auffällig wird soetwas bei LSM, AFM, EM etc vorallem immer dann, wenn es an die Auflösungsgrenzen geht. Wer will kann versuchen, für sein Gesamtsystem mal eine Transferfunktion zu bestimmen. Dazu fluoreszierende Nano-Latexkügelchen abbilden (niedrige Konzentration z.B eingebettet oder auf einer korrugierten Unterlage). Dann den Stack rechnen und das Bild auswerten. Spannende Sache aber leider sehr aufwendig...

Gruß, Martin

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