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Konkretion? Bryozoenkolonie?...
oliverOliver:
konkretion würde ich das auch nicht nennen
--- Zitat ---wegen der kuppeligen Schichtung
--- Ende Zitat ---
könnte diese evtl. biogenen Ursprungs sein? (Kalkalgen, "Bioherm", etc.)?
stoanklopfer:
--- Zitat von: oliverOliver am 14 Nov 20, 13:24 ---könnte diese evtl. biogenen Ursprungs sein? (Kalkalgen, "Bioherm", etc.)?
--- Ende Zitat ---
Genau an das habe ich auch gedacht.
Manfrid:
Nun, ich war bei der Entstehung nicht dabei. Der kristallgefüllte Schrumpfungsspalt (unten Mitte) käme aber m. E. auch noch als Indiz für eine Konkretion zu dem schon Genannten hinzu.
Ich besuchte diesen Steinbruch übrigens, um nach eventuellen "Verwandten" des "Rätselsteins von Westerstetten" (der in Stuttgart vor dem Löwentormuseum liegt und nach dem man auch googlen kann) Ausschau zu halten. Der sieht ebenfalls recht organisch aus und ist es wohl nicht.
Manfrid
oliverOliver:
--- Zitat ---Der kristallgefüllte Schrumpfungsspalt (unten Mitte)
--- Ende Zitat ---
Schrumpfungsriss sehe ich hier auch keinen - nur einen (wodurch auch immer entstandenen) Hohlraum, der mit vermutlichen (da ist das Foto nicht scharf genug) Calcit-xx ausgekleidet ist - im Jurakalk absilut nix Ungewöhnliches ...
Und die Wetterstettener Strukturen sehen doch recht anders aus - nämlich eben nicht biogen/organisch.
Die Wetterstettener erinnern mich am ehesten an "Buch`sche Kieselringe", also rein anorganische Bildungen ....
Manfrid:
--- Zitat von: oliverOliver am 14 Nov 20, 21:43 ---die Wetterstettener Strukturen sehen doch recht anders aus - nämlich eben nicht biogen/organisch.
--- Ende Zitat ---
Eben weil die Westerstetten-Muster nicht biogen/organisch zu sein scheinen und das oben gezeigte Stück im Querschnitt ähnlich geschichtete Strukturen zeigt wie die Wülste des "Rätselsteins von Westerstetten", schloss ich auf nicht-organischen Ursprung.
Die "Verwandtschaft" zu den Buch'schen Kieselringen dürfte tatsächlich bestehen, auch wenn es sich hier um Kalk handelt.
Mit Calcitkristallen gefüllte Höhlungen finden sich im Jurakalk natürlich vielfach, wobei ich geneigt bin, ihnen oftmals auch den Charakter von geschrumpften Konkretionen zuzuschreiben - Konkretionsbildungen im noch weichen Kalkschlamm selbst, statt, wie später, im Lehm. Die im Lehm der Schlotten gebildeten Konkretionen zeigen aber - neben den Zuwachswülsten - das Prinzip der Schrumpfung und Kristallfüllung mitunter besonders schön:
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