Moin,
da ich langsam in ein Alter komme, in dem man sich um den Verbleib der Sammlung nach Ableben Gedanken macht, stehe ich vor folgender Entscheidung und Frage:
Meine Aufbewahrungsdosen (MM und Jousi) besitzen alle ein Etikett mit Min.Name, Fundort, -datum, Herkunft und laufender Nummer auf der Unterseite der Dose. Da man zum Auffinden einer bestimmten Stufe nicht tausende Döschen umdrehen muss um die gesuchte Nummer zu finden, begann ich auch die transparenten Deckel mit einem schmalen Etikett zu bekleben. Dieses ist zweizeilig und enthält (a) - auffällig fett und groß - die laufende Stufennummer und (b) - sehr klein geschrieben - den Zusatz "Sammlung (Name)". Diese Etikette habe ich so aufgeklebt, dass die Nummer (a) auf der waagerechten Fläche und (b) auf einer senkrechten Fläche zu liegen kommt (um die unwichtigere Information "Sammlung (Name)" beim Suchen nicht dauerhaft im Blickfeld zu haben. So weit die Ausgangslage.
Ich begann vor etliche Jahren, die ersten 1800 Stck. Dosen in dieser Art zu bekleben, und nahm hierfür von Herma wiederablösbare Etiketten, mit dem Gedanken, dass derjenige, der mein gedostes Zeug später übernimmt, nicht unbedingt meinen Namen auf jeder Dose lesen möchte und diese dann recht unproblematisch abziehen müsste. Wie sich jetzt zeigt, löst sich häufig der senkrecht aufgeklebte Teil der Etikette (also der mit meinem Namen) aufgrund der Spannung (durch die Biegung um 90°) vom Dosendeckel und steht nun locker über.
Das ist unbefriedigend und sieht nicht schön aus. Ich werde also diese erste Partie wieder nackig machen und die teilabgelösten Etiketten komplett abziehen.
Ich stehe nun vor der Wahl, entweder die Methode fortzuführen, entweder mit dauerhaft klebenden Etiketten, auf denen dann mein Name steht (man diese aber nicht mehr einfach bei Nichtgefallen ablösen kann; wer tauscht schon 'zig tausende MM-Dosendeckel gegen "frische" aus?), oder auf das "Umbiegen" der Etiketten (und somit auf den Zusatz "Sammlung (Name)" zu verzichten (und die wiederablösbare Variante auf der Deckeloberseite zu verwenden). Ich bin unentschlossen.
Es stellt sich daher die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, MM-und KS-Dosen mit eigenem Namen zu "verzieren"? Für die Nachwelt vielleicht/sicherlich eine wichtige Information über die Herkunft der Preziosen**, direkt ablesbar und nicht erst nach Dateistudium am PC zu entnehmen. Auf "klassischen" Sammlungszetteln steht ja meist auch der Name des Sammlers; ging die Stufe durch mehrere Sammlung liegt deren Historie in einer Mehrzahl an Sammlungszettel vor.
Nur, macht das Sinn bei MM-und Jousidosen?
Ist der Sammlername auf den Dosen nicht eher ein Verkaufshindernis, besonders wenn die Etiketten durch den neuen Besitzer nur noch schwierg vom transparenten Dosendeckel zu entfernen sind?
Ist der Sammlername auf der Dose i.A. sinnvoll?
Hier also... Sammlername: wichtiger Bestandteil oder wertmindernd?
Alternativ könnte man den Aufkleber ja in zwei Teile händisch schneiden - das ist mir zu viel Aufwand. Ich rede hier von knapp 14.500 Dosen! Ohne Zweiteilung hieße den ganzen Deckel mit 8,5 bis 10 mm hohen Etiketten vollkleistern, schmalere gibt es nicht, so dass man nichts mehr erkennt. Dabei waagerecht mit festhaftender laufender Nummer und den senkrechten Teil mit dem wiederablösbaren Namen. Das wäre vielleicht die eleganteste, allerdings auch zeitlich aufwändigste Möglichkeit Aber die Grundfrage bleibt bestehen.
Vielen Dank schon mal für die Meinungen.
Glückauf!
Kluftknacker
** Ca. 15% meiner Sammlung ist klassisch "hardcore-gemountet", also nicht bloß schnell mal in die Dose gepappt, sondern aufwändig montiert und maximal optisch präsentiert - "echte" Micromounts eben. Da sind m.E. einige Kunstwerke dabei, mit denen ich den einen oder andere Mounterpreis in den USA abholen könnte

; eine unmittelbare Namensnennung an der Dose wäre daher angeraten. Künstler signieren ihre Werke ja auch meistens unmittel- und nicht entfernbar direkt.