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Konglomerat

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oliverOliver:
Jup - aber ein Fanglomerat sollte doch nur wenig Matrix enthalten (also ein deutlich komponentengestütztes Gefüge aufweisen), wohingegen das sog. "Kundler Konglomerat" einen relativ hohen Matrixanteil aufweist, also zumindest z.T. als "matrixgestützt" bezeichnet werden müsste?

felsenmammut:
Glück Auf!

Ich habe jetzt diese Seite dazu gefunden: http://www.granzer.at/Mf/publikationen/kundler_de.html

Ich weiß nicht, wie aussagekräftig und repräsentatitiv diese Bilder sind, aber demanch dürfte der Klastenanteil bei 90% oder mehr liegen. Reicht das aus, um das Kriterium "wenig Matrix" zu erfüllen? Die Bilder würden aber nach meiner Einschätzung einem hohen Matrixanteil widersprechen. Das in dieser Diskussion eingangs gezeigte Stück kann auch recht hohen Klastenanteil haben, wenn man die Möglichkeit einräumt, dass viele Klasten auch klein sein dürfen. Es ist anhang der Bildqualität kaum zu erkennen, was nun Klaste und was Matrix ist. Und bei solchen Diskussionen merkt man wieder, wie dehnbar die Begriffe werden, wenn einem eine harte Zahl oder Definition fehlt. Wo is die Grenze zwischen dem was man noch als Klaste ansieht und dem, was man zur Matrix zählt. Bruchstücke können ja sehr klein werden.

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen. Unter der oben genannte Internetseite wird das Kundler Konglormerat geologisch/petrographisch auch den Brekzien zugeordnet. In der dort genannten Literatur kann man ja nochmal nachlesen, wer da rankommt.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

oliverOliver:

--- Zitat ---Das in dieser Diskussion eingangs gezeigte Stück kann auch recht hohen Klastenanteil haben, wenn man die Möglichkeit einräumt, dass viele Klasten auch klein sein dürfen.
--- Ende Zitat ---

ja, der Gedanke ging mir auch durch den Kopf -
und ebenso:

--- Zitat ---Und bei solchen Diskussionen merkt man wieder, wie dehnbar die Begriffe werden, wenn einem eine harte Zahl oder Definition fehlt. Wo is die Grenze zwischen dem was man noch als Klaste ansieht und dem, was man zur Matrix zählt.
--- Ende Zitat ---

Danke für den Granzer-Link! Die website kenne ich zwar, hatte aber ganz vergessen, dass es da auch was zum "Kundler" gibt  ::)

edit: oder das war bei meinem letzten Aufruf der Seite dort evtl. noch gar nicht drin - der Beitrag ist ja erst von 2029.

stoanklopfer:

--- Zitat von: felsenmammut am 18 Nov 20, 21:12 ---Wenn weder Konglomerat noch Brekzie so richtig passen wollen, dann hat man ja noch die Option Fanglomerat.

--- Ende Zitat ---

Das ist so nicht ganz richtig. Da wird ein genetischer Begriff (Fanglomerat) mit lithologischen Begriffen vermischt. Ein Fanglomerat ist ein Schutt- oder Schlammstrom (je nach Matrixanteil), der in ariden Gebieten gebildet wurde (durch seltene Starkregenereignisse). Je nach Ausgangsmaterial und Transportweite kann ein fossiles Fanglomerat sowohl als Konglomerat, als auch als Breccie entwickelt sein (oder irgendwo dazwischen). Die Entstehung als Fanglomerat kann also nur über die Begleitsedimente erkannt werden.

Volkmar

Lynx:

--- Zitat von: oliverOliver am 18 Nov 20, 22:53 --- der Beitrag ist ja erst von 2029.

--- Ende Zitat ---

Na dann - zurück in die Zukunft  ;D

nix für ungut.

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