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Autor Thema: Blaue Fe-Schlacke - "Mariensteine" bzw. "Bodeachat"  (Gelesen 256 mal)

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Offline oliverOliver

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angeregt durch dieses Bild, welches kürzlich hochgeladen wurde:

Deutschland/Sachsen/Zwickau, Landkreis/Lichtentanne/Marterholz
Blaue Fe-Schlacke - "Mariensteine" bzw. "Bodeachat"


hab ich mal kurz nach "Marienstein Schlacke" gegoogelt, weil ich zwar die blauen Eisenschlacken kannte, mir der Begriff "Mariensteine" für ebendiese aber nicht geläufig war - und dabei ein interessantes pdf gefunden:
Georg Vogel, Die blaue Schlacke von Friedrichsgmünd:
http://www.angersteg.de/Downloads/DieblaueSchlacke.pdf

und das auch noch:
Hildegard Ginzler & Bruno P. Kremer, Eifel, Eisen und Mariensteine im Ahrtal:
https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb2014/hjb2014.41.pdf

Nachdem die "Bode- u. Sieber-Achate" ja hier schon öfters im Forum aufgetaucht sind, könnten die pdfs ja für den/die eiine/n oder andere/n vielleicht interessant sein ...

Weitere Beiträge dazu im Forum:
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,51608.msg353251
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23722.0.html
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,12930.msg119017.html#msg119017
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,10693.msg102946.html#msg102946
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,8653.msg89223.html#msg89223
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30826.msg237596.html#msg237596
- https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16585.msg189848.html#msg189848
« Letzte Änderung: 22 Nov 20, 22:22 von oliverOliver »

Offline giantcrystal

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Re: Blaue Fe-Schlacke - "Mariensteine" bzw. "Bodeachat"
« Antwort #1 am: 23 Nov 20, 10:46 »
Hallo aus Mittelfranken

Danke für die Zusammenstellung

Das Thema finde ich auch sehr interessant. Zu ergänzen sind noch die ganz ähnlichen "Sieberachate" aus dem Siebertal im Harz.

Bei der doch recht häufigen Erscheinung der mitunter tiefblauen Eisenschlacken frage ich mich, ob diese nicht früher auch als Pigment oder ähnliches verwendet wurden. Blaue mineralische Farbstoffe waren vor der Erfindung der Kobaltsmalte sehr rar und entweder unbeständig - Azurit - oder fast unbezahlbar wie im Fall Lapislazuli

Glück Auf

Thomas

Offline Fabian99

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Re: Blaue Fe-Schlacke - "Mariensteine" bzw. "Bodeachat"
« Antwort #2 am: 23 Nov 20, 11:52 »
Hallo Thomas,

das Problem ist eher die Farbstärke. Du siehst hier einen Feststoff der trübe ist. Da erscheinen Farben kräftiger als die in Wirklichkeit sind.

Einfache Überschlagsrechnung: Du möchtest einen Lack färben, 100µm dick. In der Regel werden ca 10vol% Zuschlag vertragen, wenn es gut geht. Das sind dann 10µm um die Farbe zu erzeugen. Aber diese Schlacken sind mit 10µm sehr transparent / farblos. Ähnliches sollte auch für Email und anderes gelten.

Eisen färbt nicht so stark wie Mangan oder Chrom (Chromos - das färbende ;-) )

Oder habe ich einen Denkfehler?

Offline giantcrystal

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Re: Blaue Fe-Schlacke - "Mariensteine" bzw. "Bodeachat"
« Antwort #3 am: 23 Nov 20, 13:16 »
Hallo aus Mittelfranken

Ich habe mich mal näher mit der Smalte = Kobaltblauherstellung beschäftigt. Auch dort wird zunächst ein tiefblauer, glasartiger Feststoff gewonnen - die Smalte eben - der dann aufgemahlen, gewaschen und sortiert wird. Die unterschiedlich farbintensiven Pulver werden dann nach Qualitäten sortiert verschiedenen Nutzungen zugeführt.

Grundsätzlich wäre ein ähnlicher Weg auch bei den blauen Eisenschlacken denkbar. Vermutlich kommt deren Farbkraft den guten Smalte - Qualitäten nicht gleich, aber bei geringeren Ansprüchen könnte das schon gehen..

Glück Auf

Thomas

 

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