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Unbekanntes Plauenscher Grund Dresden (Mineralien und Fossilien)
nwsachse:
Hallo,
ich gehe mal davon aus, dass es sich um Funde aus dem ehem. "Ratssteinbruch" handelt.
Über dem Monzonit (früher als "Syenit" bezeichnet) folgt hier zunächst die sog. "Monzonitkonglomeratzone" als Zeuge des kreidezeitlichen Meeresvorstoßes, darüber dann weitere Obercenomane und Unterturone Sedimente.
Es kann also durchaus sein, dass Fossilien zusammen mit Monzonit gefunden werden. Diese entstammen dann aber nicht dem Monzonit selbst sondern dem oben genannten Konglomerat.
Jörg N.
steinfried:
Hallo, es könnte eine Schnecke der Gattung Neritopsis sein, aber da das ein Steinkern ohne Schalenerhaltung ist, ist eine Bestimmung schwierig.
https://www.kreidefossilien.de/assets/images/galleries/gastropoda/neritopsis_costulata_tunnel_doelzschen_goepfert.jpg
Grüße
Tycho88:
Ich hab da mal eine Zwischenfrage an Jörg/nwsachse
ich bin nicht tief in der Gesteinskunde bewandert aber bei den Tiefengesteinen gibt es doch die Unterteilung zwischen Monzonit und Syenit, je nach Gehalt von Alkifeldspat zu Plagioklas
Als Beispiel : http://nature3d.uni-freiburg.de/alkaliplutonite.html
Was meinst du damit, dass Monzonit früher als "Syenit" bezeichnet wurde ??
Grüße aus dem Norden
nwsachse:
Hallo,
das Gestein wurde 1788 durch A. G. Werner aufgrund der Ähnlichkeit mit einem bei der ägyptischen Stadt Syene gefundenen Gesteinstyp als
"Syenit" benannt. Diese Bezeichnung war längere Zeit gebräuchlich, findet sich daher auch z. B. auf den älteren geolog. Karten (Geolog. Karte von Sachsen i. M. 1: 25000, Blatt Dresden /1934) und im sonstigen Schrifttum.
In der 1962 erschienenen "Geologie von Sachsen" weist PIETZSCH (S. 748) darauf hin, dass das Gestein nach den bis dahin vorliegenden genaueren Untersuchungen eigentlich als Monzonit bezeichnet werden müsste, bleibt aber beim Namen Syenit.
In der 2008 erschienenen "Geologie von Sachsen" wird das Gestein als Amphibol-Quarz-Monzonit (Typ Plauenscher Grund) bezeichnet (S. 277).
Das Gestein hat sich nicht geändert, nur darf man sich nicht wundern, wenn man in der Literatur auf zwei verschiedene Bezeichnungen trifft.
Jörg N.
vandendrieschen:
Mein Fund zum Freitag (gestern). Plauenenscher Grund.
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