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Zinkblende - Drilling

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felsenmammut:
Glück Auf!

Danke Steinfrid für die Skizze. Damit wird deutlicher, was Du meinst. Bei vielen Mineralen und Kristallen wachsen einzelne Flächen ungleichmäßig und teils losgelöst von den anderen Flächen weiter. Dadurch können einspringende Winkel entstehen, die man als Grundlage für die Deutung einer Verzwillingung nimmt. Als Stichwort sei hier mal noch Vizinalflächen genannt. Ich habe hier mal ein paar Beispiel für Spahlerit herausgesucht, wo dieses Prinzip gut zu erkennen ist.
 Zinkblende - Drilling Zinkblende - Drilling Zinkblende - Drilling

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Chrisch:
Wie wäre es mit "multiplen Zwillingen"? Im Ursprungsbild bei Stellung "01:30" dürfte eine Verzwilligung zu sehen sein. Die "rauhen Flächen" sind dann irgendwie indifferent, Verwachsungen!? In Naundorf bei Freiberg im "Gammelgang" gibt es ähnliche Bildungen, wo Zinkblenden fast "wurtzitisch" aussehen bzw mehrere verwachsene "Spinellzwillinge" ähnliche Formen zeigen.
Habe im Moment leider kein besseres Bild parat.
Gruß Chrisch

Josef 84,55:
Hallo,

die Zwillinge von Sphalerit sehen dem Spinel-Gesetz sehr ähnlich (Spiegelebene ist hier der Oktaeder). Beim Spahlerit bezweifle ich aber, dass es Zwillinge mit einer echten Spiegelebene überhaupt gibt.

Beschrieben sind Rotationszwillinge um die Flächennormale einer Tetraederfläche. Der Unterschied zur Spiegelung ist, dass z.B. die aneinandergrenzenden Flächen nicht gleichwertig sind, es trifft z.B. die größere Tetraederfläche hier auf die kleine, also einer anderen Form in dieser Kristallklasse, was auch öfters in der unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit erkennbar ist. Durch das Rotations-Gesetz bleibt die Polarität erhalten und wenn man davon ausgeht, dass in die Struktur in der Verwachsungsfläche einen anderen verwandten Mineral gleicht, kommt man hier auf Wurzit, der dihexagonal-pyramidale Symmetrie aufweist, der also die selbe Polarität zeigt.

Die Verwachsungsflächen sind typisch für  Kontaktzwillinge und entsprechen den Tetraederflächen, wenn man also eine Zwillingsnaht auf einer Kristallfläche sucht, sollte man auf geradlinige Störungen achten.

"Mutiple Zwillinge" beschreibt viele dieser Zwillings-Aggregate sehr gut, meist sind es sogar polysyntetische Zwillinge, das heißt die Zwillingsebenen wiederholen sich mehrfach parallel.

Glück Auf!
Josef

oliverOliver:
hallo Markus,


--- Zitat von: felsenmammut am 19 Dec 20, 00:33 ---Es sind bei den Sphaleritbildern viele Bilder mit sehr wahrscheinlich und teils eindeutig Zwillingen dabei, bei denen es aber nicht in der Bildbeschriftung steht.

--- Ende Zitat ---

Wenn dir "eindeutige" Zwillinge auffallen, wäre es fein, wenn du diese über "Bearbeiten" der Lexikonseite "Zwillinge" zuordnen könntest - es ist dann, z.B. im Fall von solchen Diskussionen, für alle Beteiligten einfacher, die entsprechenden Bilder rauszusuchen.
lg + ga
oliver

steinfried:
Danke erst einmal für die umfangreichen Antworten, jetzt sieht man klarer.

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