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Erster Eigenfund im Jahr 2021

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oliverOliver:
Interessante Sache!
Handelt es sich dabei um silifizierten/opalisierten Tuff? Weil auf manchen Bildern meine ich eine feine Lamination zu erkennen ....
Was mich zu einer weiteren Fragestellung führt - wenns dort in den vulkanischen Ablagerungen Opale gibt, wäre ja prinzipiell auch das Vorkommen von opalisierten Hölzern denkbar? Gibts da (seis in der Literatur, seis in Altsammlungen etc.) evtl. irgendwelche Hinweise darauf?

Quarzer:
Ja, der Deckentuff wurde anscheinend silifiziert/opalisiert.
Auf dem untersten Foto findet man den Opal-/Chalcedon-Überzug nicht nur obenauf, sondern auch den Tuff "durchdringend" an der Seite, hier nicht zu sehen.
Die ersten Fotos zeigen eine ziemlich homogene Opalmasse. Lamellenstrukturen sind hier und bei anderen Stücken definitiv vorhanden. Außen findet sich noch eine helle Kruste aus Tuff.
Die Literatur "Leuze, A.: Die Mineralien und Pseudomorphosen des Roseneggs" von 1889(!) schreibt zwar nichts von Hölzern, dafür aber:
...sodann findet man sehr schöne himmelblaue bis milchblaue Chalcedone in großen, prächtigen Stücken, oder sie sind stahlblau bis grau, auch gehen sie ins dunkel Lauchgrüne, so hat man Plasma. Häufiger als Chalcedon sind die Opale, die ausserordentlich häufig hier auftreten. Diesselben erfüllen mandelartige Hohlräume oder durchziehen in Schnüren und Adern den Tuff, sie sind wachsgelb, kastanienbraun, eisenschwarz, milchweiss wie Porzellan im Innern der Mandeln, so dass man von Milchopal, Wachsopal, gemeinem Opal sprechen kann..."

oliverOliver:

--- Zitat ---findet man sehr schöne himmelblaue bis milchblaue Chalcedone in großen, prächtigen Stücken, oder sie sind stahlblau bis grau, auch gehen sie ins dunkel Lauchgrüne, so hat man Plasma.
--- Ende Zitat ---

Klingt ja auch sehr spannend - aber ich nehme mal an, für die "himmelblauen Chalzedone in großen Stücken" werden die Fundchancen heute wohl deutlich geringer sein als als vor 130 Jahren?  ;)

p.s.:
wir haben beim Rosenegg ( https://www.mineralienatlas.de/?l=5547 ) bisher weder Fundstellen- noch Mineralfotos - wäre fein, wenn du welche im Lexikon hochladen könntest!

pps:
und auf der Seite ist unter Fund­s­tel­len­typ "Tagebau/Steinbruch (aktiv)" angegeben - ich nehme mal an, das ist ein Fehleintrag? Denn am Luftbild sehe ich nur Wald ...

Quarzer:
Vermute ich leider auch ;D Die damalige Fundstelle am Südosteck war aber wohl sehr ausgiebig, obwohl nur ein paar Meter lang...heute sind dort viele Schrebergärten. Prinzipiell dürfte aber viel Opal am ganzen Südhang vorhanden sein.
Einen alten Steinbruch (nicht aktiv) gibt es wirklich, am Südwesteck des Rosenegg, aber wohl nur Tuff, ohne Mineralien.
Klaro, Lexikon vervollständige ich gerne bei Gelegenheit  ;)

oliverOliver:

--- Zitat ---Klaro, Lexikon vervollständige ich gerne bei Gelegenheit
--- Ende Zitat ---

besten Dank!
 :)

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