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Quarz mit eingewachsenen Haematit-Sphärolith
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oliverOliver:
Nur eine Frage zur Terminologie:
kann man diese Hämatit-Aggregate wirklich als Sphärolithen bezeichnen?
Nach meinem Verständnis (vielleicht liege ich auch falsch) bezeichnet Sphärolith ja ein kugeliges - also deutlich dreidimensionales - Gebilde.
Diese Aggregate dürften aber flach - also "annähernd zweidimensional" (natürlich nicht ganz, eine sehr geringe Ausdehnung entlang der "z-Achse" ist klarerweise vorhanden) sein, wie besonders bei den roten Kreisen am/im linken Kristall zu erkennen ist. Aber eben Kreise/Scheiben und keine Kugeln ...
waldi:
Hallo Oliver
Du könntest schon recht haben, aber ich dachte Sphäroliten sind kugelige oder strahlige Gebilde!
Der Begriff Sphärolith (von altgriechisch σφαῖρα sphaira ‚Kugel‘ und altgriechisch λίθος líthos ‚Stein‘) bezeichnet allgemein ein kugeliges oder strahliges Kristallaggregat. (Wikipedia)
Wenn nicht ändere ich das natürlich.
waldi
oliverOliver:
hallo Waldi,
der (Einleitungs-)Text in wikipedia scheint mir da ein klein wenig widersprüchlich oder unklar formuliert - vmtl. ist das "oder" dort eine mißverständliche Formulierung (und sollte vmtl. nur bedeuten dass die Kugeln radialstrahlig sein können, oder eben auch nicht).
Denn kurz danach steht recht eindeutig:
"Die kristallinen Strukturen entstehen bevorzugt an Kristallisationskeimen und wachsen von ihrem Zentrum aus gleichförmig in alle Richtungen nach außen. Es bilden sich daher kugelförmige, radialsymmetrische Anordnungen."
Aber mal sehn, was die anderen dazu meinen ...
felsenmammut:
Glück Auf!
Sphärolith ist Kugel und dreidimensional. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sph%C3%A4rolith
Die häufigste Assoziation ist mit einem radialstrahligen Aufbau verbunden. Viele nur zweidimensional sichtbare, radialstrahlige Bildungen sind in der dritten Dimension entweder nicht sichtbar oder unterlagen Wachstumsbehinderungen (zu enge Kluft). Ohne diese Einschränkungen wäre die Kugelgestalt sichtbar. Man denkt sich also die Ausbildung in der dritten Dimension dazu und landet gedanklich wieder bei der Kugel. Von mir aus soll da jeder selber seine Linie ziehen in der Grauzone von begrifflich korrekt und umgangssprachlich etabliert.
Zu dem konkreten Stück sei angemerkt, dass die eigentlich dreidimensionalen Gebilde schon weg sind und nur noch Abdrücke mit Resten von Eisenverbindungen sichtbar sind. Es ist trotzdem ein sehr sehnswertes Bild.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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