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Autor Thema: Stibnit  (Gelesen 3068 mal)

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Offline Lynx

Re: Stibnit
« Antwort #45 am: 12 Feb 21, 14:47 »
Hallo zusammen,
ein Vorschlag, was man machen könnte, wäre die engl. IMA Bezeichnung gleich oben als Titel und darunter die gebräuchlichen deutschen Bezeichnungen.

Was ich an sich gut finde, nur eben etwas ungeschickt paltziert, ist Stefans Ergänzung zum Namen, die weit unten versteckt auftaucht. Meiner Meinung nach  sollte das nach oben, vielleicht gleich in die erste Beschreibung, beim Hinweis auf das Porträt.
Dann gibt es leider noch Ungereimtheiten im Kontext mit dem Porträt (steht im Porträt)

Beudant 1832 nannte das Mineral Stibine
(wohl aus  F. S. Beudant: Traité élémentaire de minéralogie. Tome 2. Verdière, Paris 1832. https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k9738798z/f440.image.r=stibine#)
Seite 421:
"Dix-huitième espèce. STIBINE   
(de Stibium, Antimoine).
Antimoine sulfuré; Antimonglanz; Grauspiesglanzerz;
Federerz "

Haidinger 1845 wiederum Antimonit
Wilhelm von Haidinger, Handbuch der bestimmenden Mineralogie: enthaltend die Terminologie, Systematik, Nomenklatur und Charakteristik der Naturgeschichte des Mineralreiches. Verlag Braumüller & Seidel ,1845, S.568
https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10706664.html?pageNo=608

"The name antimonite, given by W. Haidinger in 1845, was
already in use in 1834 as a chemical name for salts of antimonious
acid."
aus L. J. Spencer: Some Mineral Names. American Mineralogist. Band 22, 1937, S. 682–685

 
So vielleicht:

EDIT: Haidingers Zitat noch angefügt.
« Letzte Änderung: 12 Feb 21, 16:17 von Lynx »

Offline aca

Re: Stibnit
« Antwort #46 am: 12 Feb 21, 16:10 »
>> was already in use in 1834 as a chemical name for salts of antimonious acid.

Das Argument verstehe ich. Denn sonst müssten die armen Chemiker zu H3SbO3 "Stibnige Säure" sagen, was mit Verlaub vollkommen bescheuert klingt  ;D

Offline stoanklopfer

Re: Stibnit
« Antwort #47 am: 12 Feb 21, 16:35 »
Hallo zusammen,
ein Vorschlag, was man machen könnte, wäre die engl. IMA Bezeichnung gleich oben als Titel und darunter die gebräuchlichen deutschen Bezeichnungen.

....

Das ist doch jetzt wirklich übertrieben! Das ist und bleibt und soll auch ein deutschsprachiger Atlas bleiben. Ich bleibe dabei: der erste Mineralname hier ist der deutsche (eingedeutschte) IMA-Name (in diesem Fall "Stibnit"). Darunter kann man dann alle anderen deutschen Begriffe anführen (z.B. Antimonit, Antimonglanz.....) und mit Stibnit verlinken (für eine Suche unter den anderen Namen). Der englische Begriff wird ohnehin unten bei den anderssprachigen Namen angeführt! Wer sucht im deutschsprachigen Raum schon nach dem englischen Mineralnamen? Und wenn schon, dann kann man ja vielleicht das englische "stibnite" auch mit "Stibnit" für eine Suche verlinken, sonst kann man ja gleich mindat kopieren...

Volkmar

Offline Lynx

Re: Stibnit
« Antwort #48 am: 12 Feb 21, 16:38 »
Hallo,

korrekt wäre einfach nur den englischen Namen, der Einzige der so verabschiedet wurde als "den Namen" zu nehmen und alle anderen Namen als Synonyme. Damit wäre aber auch niemend bei uns glücklich. Insofern, ist der deutsche Name oft der englische Name abzüglich "e".


:-) Deswegen habe ich ja mal den Vorschalg gemacht, wie es denn dann aussähe...


Das ist doch jetzt wirklich übertrieben! Das ist und bleibt und soll auch ein deutschsprachiger Atlas bleiben. Ich bleibe dabei: der erste Mineralname hier ist der deutsche (eingedeutschte) IMA-Name (in diesem Fall "Stibnit"). [...] Wer sucht im deutschsprachigen Raum schon nach dem englischen Mineralnamen?
Volkmar

Volkmar - aber wenn Du nur ein "e" weglässt, genau dann bist Du ja dabei dass Du eigentlich "englischsprachige Begriffe minus e" suchst...

« Letzte Änderung: 12 Feb 21, 17:07 von Lynx »

Offline Lynx

Re: Stibnit
« Antwort #49 am: 12 Feb 21, 16:54 »
Randnotiz:

Ich hatte im Zusammenhang mit der Uranophan-Eingruppierung beim Schweizerbart Verlag angerufen - das is der Verlag, der den Strunz herausgibt: Nein es gibt keine deutsche Übersetzung. Deshalb ist leider das Argument mit der Überstezung aus dem Englischen schwierig, weil keine allgemein anerkannte und durch einen Editor gepflegte Übersetzung existiert.

Hugo Strunz, Ernest H. Nickel: Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. Schweizerbart, Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X.
« Letzte Änderung: 12 Feb 21, 17:01 von Lynx »

Offline Klaus Schäfer

Re: Stibnit
« Antwort #50 am: 12 Feb 21, 17:08 »
Hallo,

Eine etwas inkonsequentere Haltung würde uns hier guttun. Ansonsten müssten wir auch "Blei" (dt.trad.) mit "Lead" (IMA-konform) titulieren. Beim Namen Stibnit schüttelt es mich einfach. Schade das Deutsch nicht mehr die weltweit geltende Wissenschaftssprache ist. >:D

Offline heli

Re: Stibnit
« Antwort #51 am: 12 Feb 21, 17:41 »
Auch wenn die Diskussion zu keiner einheitlichen Meinung führen wird: Stibnit wird sich am Ende durchsetzen

Siehe z. B. Galenit (Bleiglanz), Baryt (Schwerspat), Pyromorphit (Grünbleierz) oder Hämatit (Roteisenstein) u. v. a.

 

Offline aca

Re: Stibnit
« Antwort #52 am: 12 Feb 21, 18:23 »
>> Schade das Deutsch nicht mehr die weltweit geltende Wissenschaftssprache ist.
Es war schon eine gute Idee, Nomenklaturen auf der Basis von "toten Sprachen" wie Latein und (altem) Griechisch einzuführen, damit man sich nicht permanent über alberne Nationalismen in die Wolle kriegt.
Und das ist hier auch eins der Probleme, dass Englisch als lebendige Sprache Lingua franca der Wissenschaft ist und deshalb viele eigentlich englische Namen (wie z.B. Minium) übernommen werden.
Das heißt aber nicht, dass man nur noch Latein reden soll.

Das mit der "inkonsequenteren Haltung" würde deshalb ich unterstützen.
Die Wissensschaft ist da weitem nicht so grau und bürokratisch eingestellt wie die Mineraliensammlergemeinde.
Im Hollemann-Wiberg, 102. Auflage, 2007, dem Fachbuch zur anorganischen Chemie, stehen ganz viele Trivialnamen drin:
Salzsäure, Blausäure, Weinsäure, Knallsäure, Isoknallsäure. "Isoknallsäure" ist kein Witz.
Und für einen Chemiker sind solche Worte mit Anekdoten verbunden, die den Alltag bereichern.
"Knallsäure" merkt man sich, "Formonitriloxid" oder "Oxidoazaniumylidynmethan" kann sich kein Schwein merken.
Man muss solche Begriffe nicht durchgängig bürokratisch wegrationalisieren. Dito mit den deutschen/englischen/spanischen/französischen etc. etc. Mineralnamen. Einige sind es Wert, behalten zu werden.

 


Offline aca

Re: Stibnit
« Antwort #53 am: 12 Feb 21, 18:42 »
Den Vorschlag auf dem Vorschlag.jpg finde ich gut, der IMA-Name kann ja auch in der 2. Zeile stehen.

Offline loismin

Re: Stibnit
« Antwort #54 am: 12 Feb 21, 20:29 »
Hallo.

Ehrlich gesagt muß es doch jetzt auch mal gut sein . >:D
Wer ein " wissenschaftliches" Forum betreibt muß sich halt auch gewissen internationalen Regeln anpassen .
Was jemand selber dazu meint und in seiner Sammlung dazuschreibt ist nach wie vor jedem selber überlassen .
Und wenn im Lexikon die anderen alten Namen als Alternative drin steht, damits nicht in der Unendlichkeit verloren geht ist das doch ok !
Vielleicht wäre es gut mal wieder schöne Mineralien herzuzeigen !
Das wäre wesentlich interessanter für den Atlas .
Weil der Unterhaltungswert verliert seine Intensität mit der Dauer der Streitereien um allzu eigene Ansichten  ;D

Loismin


Offline Lynx

Re: Stibnit
« Antwort #56 am: 13 Feb 21, 13:54 »
Lois, sei so gut und lass jene, denen das Thema wichtig ist, diskutieren. Gerne darfst Du es ignorieren - auch wenn ich grad für eine Sache arbeite, die Dich eigentlich betrifft (siehe Schwazit!).

Offline loismin

Re: Stibnit
« Antwort #57 am: 13 Feb 21, 17:09 »
Hallo Martin.

Wenns einen Sinn macht gerne  ;D
Du könntest von mir z B vom Erasmusstollen ein Fahlerzstück analysieren ! >:D

Lois

Offline Lynx

Re: Stibnit
« Antwort #58 am: 13 Feb 21, 17:11 »
Siehe Pn ;-)