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Autor Thema: beim Säubern verfärbt!  (Gelesen 4133 mal)

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Offline jkstar

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #15 am: 11 Feb 21, 13:24 »
Ich gehe definitiv mit der Vermutung Baryt aus Winterberg mit. Wenn man lange sammelt, kann man schon ein zuverlässiges Gefühl für den richtigen Fundort haben, das ist logischerweise keine 100-prozentige Garantie gibt ist auch klar (!). Aber mit einem Fragezeichen versehen, kann man es so schon in die Sammlung stellen. Lia Sollte sich mal zum Gewicht von dem Stück äußern, oder vielleicht habe ich es übersehen, damit könnte man zumindest Baryt sicher bestimmen.

Gruß,

Offline M. Stark

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #16 am: 11 Feb 21, 13:48 »
Hallo Helge!

Stimmt, habe ich nicht mehr parat gehabt.


Danke,

Markus

Offline oliverOliver

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #17 am: 11 Feb 21, 15:45 »
hallo,
ich habe soeben eine mail von einem leider nicht mehr hier aktiven, davor aber langjährigen (und erfahrenen) (Ex-) Mitglied erhalten, mit der Erlaubnis, diese hier zu posten:

"dazu kann ich sagen: Ich habe selbst solche bläulichen Baryte ca. 2015 gefunden.
Die Sache mit der Entfärbung im Licht bestätige ich. Die sehen exakt so aus, sind leicht zu finden, wenn man weiß wo und die entsprechenden Spalten sind steinbruchtechnisch gerade angefahren.
Diese Baryte liegen immer als Schwimmer in Schlotten der Kalkbänke in limonitischem Lehm, daher auch die braunen Limonitreste. Das vorliegende Stück ist sogar besonders groß und gehört ins Lex."


Offline Lia

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #18 am: 13 Feb 21, 01:16 »
Danke für die informativen Kommentare!

Ersteinmal: nein, meine Sammlung steht nicht zum Verkauf. Ich habe sie auch nicht geerbt, sondern einen Teil einer fast hundertjährigen Minaralien/Fossiliensammlung vor dem Müllschlucker bewahrt. Das ist nämlich genau das, was mit den meisten unserer Funde passiert wenn wir keine Vorsorge treffen!

Zweitens: Jeder sollte sich sein Hobby so gestalten, dass er mit Spaß bei der Sache ist. Der eine kategorisiert nach wissenschaftlichen Methoden, der andere sortiert seine Sammlung nach Farben  :)

Dieses Forum ist so aufgebaut, dass der Fokus auf Bestimmungsfragen, Diskussion und Fundortbestimmung liegt. Ich habe es so verstanden, dass jeder, der etwas dazu beiträgt, herzlich willkommen ist.

Mein Name steht hier im Forum für absolute Ahnungslosigkeit. Stimmt. Bis vor kurzem habe ich meine Sammlung eher als Deko angesehen.
Und ich habe noch eine Menge Mineralien aus Jahrzehnten von gesammelten Urlaubsmitbringsel, Geschenken und Eigenfunden. Würde mich freuen, wenn ihr bei den nächsten Bestimmungen wieder mit dabei seid.  ;D

Und nein, ich habe auch keine Angst vor Salzsäure. Mit einer Schutzbrille und einer Jeans, die modische Löcher verträgt ist das kein Problem. Meine Angst beginnt bei Flusssäure (erweiterte chem. Grundkenntnisse vorhanden)

Nun zum eigentlichen Thema: Ich habe gerade die Dichte bestimmt. Sie liegt bei ~ 3,5 g/cm³. (4kg/1,15l; Geräte: Kochtopf, 500ml haushaltsüblicher Meßbecher). Ein paar Bilder der anderen Seite des Baryts habe ich auch noch angehängt.

LG Lia


Offline felsenmammut

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #19 am: 13 Feb 21, 04:27 »
Glück Auf!

Irgendetwas scheint mit der Dichtebestimmung noch nicht zu stimmen, wenn es tatsächlich Baryt sein sollte. Da Baryt gerne etwas Strontium an Stelle von Barium einbaut und es gelegentlich auch mit dem eingelagerten Calcium übertreibt und dann richtung Kalkbaryt angesprochen wird, kann die Dichte schon mal niedriger ausfallen. Kalkbaryte sind üblicherweise trüb, haben Karbonatanteile und eine höhere Porösität und die Dichte kann schon mal unter 4 g/cm3 liegen. Aber bei einem Baryt von der hier gezeigten Qualität ist eine Dichte oberhalb von 4 g/cm3 und sicherlich nah dran an den 4,5 g/cm3 zu erwarten. Man könnte eine niedrigere Dichte akzeptieren, wenn man Verunreinigungen durch andere Minerale und Porenvolumen annimmt, aber 3,5 g/cm3 erscheint mir da etwas sehr weit weg. Nachdem das Gewicht ja wahrscheinlich mit einer geeichten Waage bestimmt wurde, wäre die Bestimmung des Volumens noch einmal kritisch zu hinterfragen. Eine Küchenwaage mit einer Anzeige auf 1 g genau ist da schon deutlich genauer als eine Messbecher, wo man sogar die 50 ml Intervalle noch schätzen muss. Da die Dichte von Wasser praktischer Weise mit ausreichender Genauigkeit bei 1 g/cm3 liegt, kann man mit verschiedenen Methoden von der Massenänderung durch das vom Stein verdrängte Wasservolumen auf das Volumen vom Stein schließen. Eine Methode ist hier beschrieben:https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dichte

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline loismin

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #20 am: 13 Feb 21, 08:14 »
Hallo.

Mensch Markus .
Nun muß es aber auch mal gut sein, finde ich.
Die Dichte liegt auf alle Fälle weit über Calcit oder Gips .
Und wenn ich dir sage , daß ich praktisch genau gleiche Stücke  von Winterberg als Foto gesehen habe und
ich diesem duchaus ernsthaften Sammler auch glaube , dann muß es doch auch mal reichen  eine optische ( Entschuldigung ,Visuelle)
Bestimmung zu akzeptieren .

Mit sowas verschreckst du alle Anfänger .

Loismin

Offline loismin

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #21 am: 13 Feb 21, 08:20 »
Hallo Lia.

Schreib einfach auf den Zettel " Baryt ? von Winterberg ? " dann ist das zumindest nach der Meinung unserer 100 % igen
richtig beschriftet  ;D

Gruß
Loismin

Offline loismin

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #22 am: 13 Feb 21, 08:27 »
Hallo  nochmal.

Und ja, es könnte noch Coelestin sein  >:D
Aber hoffentlich verlangt hier niemand eine Lötrohr Analyse  ;D

Loismin

Offline Lia

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #23 am: 14 Feb 21, 01:50 »
Hallo zusammen,

ich habe festgestellt, dass meine Dichtemessung doch extrem ungenau ist. Die Masse des Baryts stimmt zwar – 3x gewogen mit gleichem Ergebnis und die Waage ist auch auf diesen Bereich geeicht (Universalwaage im Gemüsebereich; drei Knollensellerie wiegen schon mehr) aber die Messung mit dem 500ml Messbecher ist stark fehleranfällig.
Das Wasser, das ich in den 5 Liter Topf gegeben habe differiert beim Zurückgießen um ca. 55ml. Ich habe den Stein auch vakuumverschweißt, da ich nicht sicher bin, ob der Grauschleier tatsächlich von der Seifenlauge herrührt oder ob die Schwermetalle / Carbonate im Leitungswasser ursächlich für die optische Misere ist.
Andere Gerätschaften stehen mir im Moment nicht zur Verfügung.
Dann werde ich es erstmal zurückstellen, bis ich die Dichte exakt bestimmen kann. Und es freut mich, dass er jetzt einen Namen und Fundort hat - wenn auch erstmal unter Vorbehalt.  Es ist tatsächlich ein Schwimmer  :)

Danke Lia


Offline felsenmammut

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #24 am: 14 Feb 21, 04:43 »
Glück Auf!

@loismin: Ich gebe Dir ja recht und ich kann Dich beruhigen. Die Bestimmungsanfrage ist zu einem guten Ende gekommen. An der Baryt- und Winterbergzuordnung wollte und will ich nicht rütteln.

Wahrscheinlich führte ein fehlender Prolog in meinem vorangeangenen Beitrag zu etwas Unmut, so dass ich das nun mit einem Epilog nachholen möchte.

Lia stellt ja recht regelmäßig Bestimmungsanfragen. Ihre Bemühungen zu guten Bildern, aussagekräftigen Beschreibungen und Testergebnissen werden regelmäßig mit einigen recht passenden Ferndiagnosen belohnt. Dabei geschieht es nur gelegentlich, dass jemand das zu bestimmende Fundobjekt aufgrund markanter und  typische Erscheinungsmerkmale einem Mineral und sogar einem Fundort zuordnen kann. Viel häufiger muss man sich auf die Angaben der Testergebnisse verlassen können, um der Ferndiagnose eine gewisse Grundlage zu geben. So große Abweichungen bei einer Dichtebestimmung, wie bei Lias erstem Anlauf zu der hier bestimmten Barytstufe dürfen da nicht auftreten. Lia wird sich sicherlich auch weiterhin vertrauensvoll an die Mineralienatlas-Gemeinschaft wenden wollen und uns ihre namenlosen Sorgensteine vorstellen. Da wäre es auch wünschenswert, wenn man ihren Messungen vertrauen kann. Sonst erhält Lia Ergebnisse wie in meinem ersten Beitrag hier, die meilenweit vom Endergebnis der Bestimmunganfrage entfernt liegen.
Meine Anmerkung zu der Volumenmessung hatte nicht die Absicht, die Barytbestimmung zu untergraben, sondern Lia auf nahliegende Messungenauigkeiten hinzuweisen und zu ermutigen, Verbesserungen vorzunehmen. Ich hatte den Text in gute Absicht geschrieben, aber nicht das Potenzial für eine mir fern liegende Interpretation erkannt. Ich bin daher dankbar für Deine kritische Anmerkung.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline loismin

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Re: beim Säubern verfärbt!
« Antwort #25 am: 14 Feb 21, 08:07 »
Hallo Markus.

Ich wollte dich auch nicht angreifen deswegen.
Und in einem gewissen Punkt hast du ja recht, denn wenn die Dichtemessung stimmen sollte, könnte es ja auch Coelestin sein.
Ich habe nur immer auch die Sammelanfänger im Kopf, daß die , wenn zuviel von ihnen verlangt wird und es ein ewiges hin und her wird,
entnervt aufgeben und sich nicht mehr trauen hier was einzustellen und nachzufragen .

Gruß
Lois

 

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