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Tertiärer Basalt Münzenberg alter Steinbruch

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Bernd G:
Bei Münzenberg gibt es einen kleinen offen gelassenen Steinbruch mitten im Wald . Dort wurde Tertiärer Basalt abgebaut. Er hat eine eigenartige Srtuktur. Hölräume ziehen sich durch das Gestein 2cm breit aber bis zu 20 cm lang.
Der Basalt scheint durch den Sandstein  gebrochen zu sein , es gibt Hornstein ,Halbopal und in den Hölräumen Montmorillonit. Auch einzeln Glasopal als Überzug bis 2mm.

Bernd G:
Hier mal  3 Bilder von dem Material .

Bild 2 zeigt mal die Hölräume ca 2cm  breit aber bis zu 20 cm lang.

Wie entsteht soetwas ?

Bild 3 zeigt einen Hölraum längs ca 15cm lang

Methakos:
Wo liegt Muenzenberg? :)

Und zu den Hohlraeumen. Ich tippe mal auf Gasblasen(Herkunft mal dahingestellt), die im erkaltenen Gestein gefangen waren. Ist vielleicht eine Vorzugsrichtung der Blasen zu erkennen? Das koennte auf die Orientierung bei der Entstehung hindeuten. Hmm...koennten auch Gluide im weiteren Sinne gewesen sein.

Was auch moeglich waere, ich aber fuer unwahrscheinlicher halte, sind irgendwelche Einlagerungen, die mit der Zeit weggeloest wurden.

P.S. Bist du dir mit dem Montmorillonnit sicher? Kommt der nur in den Hohlraeumen vor?

Bernd G:
also münzenberg ist in der wetterau, der basalt ist von den aktivitäten vom vogelsberg in zusammenhang zu bringen.die hölräume sind in eine richtung ausgeprägt. mit dem Montmorillonnit bin ich mir sicher, kenne ich aus ober widdersheim. bei dem basalt von münzenberg ist auch ton über dem basalt gelagert.
das es gasblasen sind kann ich auch bestätigen nur die größe (länge ) bis 20cm kann ich mir nichr erklären. zumal sie wagerecht in der wand sind.

Collector:
Hi Bernd

hier handelt es sich um Gasblasen ( sogenannte Vakuolen), welche in Basalt überaus häufig sind. Diese Gasblasen konzentrieren sich meist in der Nähe der Strom-(Fließ)-oberfläche, treten aber auch in mehr oder weniger regelmäßig verlaufenden Blasenzügen parallel oder senkrecht zur Stromoberfläche im Inneren des Lavakörpers auf. Die Größe der Gasblasen variiert von mikroskopisch klein bis zu mehreren Dezimetern. Der Anteil der Gasblasen am Gesamtvolumen der Basalte kann örtlich sehr hoch werden ( manchmal weit über die Hälfte). andere Partien sind dagegen völlig blasenfrei. Die Gestalten der Gasblasen sind kugelig, ellipsoidisch, aber auch gestreckt und unregelmäßig.
Die Streckung der Gasblasen hängt von der Fließrichtung der Lava ab.

Nachträgliche Füllungen der Gasblasen in Basalten sind überhaupt nicht selten. Die häufigsten Mineralien sind Zeolithe, Montmorillonit, Analcim, Karbonate, Quarz, Chalcedon und Opal sowie Fe-Hydroxide. Bekannt sind die berühmten Mandelfüllungen in Basalten aus Uruguay und Brasilien (Amethyst), aber auch von Sidi Rahal im Hohen Atlas, Marokko, wo die Gasblasen mit Quarz, Baryt, Siderit, Goethit und Calcit ausgefüllt sind.

Was den von Dir vermuteten Hornstein angeht, könnte es sich auch um Buchit handeln, das ist ein am Basaltkontakt verglaster Sandstein. (schau mal ins Lexikon unter Buchit, bzw. unter Glas).

gruß
collector

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