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Baggerloch - Fundstücke

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guefz:
Wenn das aus einer Kiesgrube stammt, kann da auch Recycling-Material dabei sein was sonst woher kommt. Der granitisch aussehende (dritter im letzten Post) sieht jedenfalls nach weiterer Anreise aus...

smoeller:
Hallo,

Die beiden roten in der 2. Serie sind Jaspis bzw. Jaspis-Brekzien aus dem Bereich N Marburg. Such mal nach Kellerwald-Jaspis. Darunter ein Limonit-Sandstein (oft fälschlich auch Toneisenstein genannt) aus dem oberen Tertiär (Miozän, ca. 20 Mio. Jahre).

Der 2. der letzten Bilderserie ist ein sog. Quarzknauer (Quarzlinse) aus einem Glimmerschiefer. Evtl. aus dem Alpenraum. Dann ein Granit (wahrscheinlich Alkalifeldspatgranit), dürfte ursprünglich aus Südkandinavien sein und mit der vorletzten Eiszeit an den Rhein gelangt sein (oder als Baustoff). Das letzte ist ein Kieselschiefer (Lydit), kommen u. a. in Hessen und bei Adorf im Sauerland vor.

Ein ausgewiesener Kenner der im Rheinschotter vorkommenden Gesteine ist Sven von Loga, hat auch Bücher geschrieben zu dem Tema und bietet Exkursionen im Kölner Raum an.

Glück Auf!
Sebastian

Gams:
Nr. 8 könnte roter Sandstein von Menschenhand bearbeitet sein, oder ein Bauziefel, Dachziegel aus einer Flußseife.

Stein-Angler83:

--- Zitat von: Fabian99 am 14 Mar 21, 19:48 ---Die mittleren sehen aber nicht nach Niederrhein aus...

--- Ende Zitat ---
Ja doch sind sie aber. Hab wirklich null Ahnung von Steinen aber wenn ich dir bzw euch, 2 Dinge garantieren kann, dann, dass alle Steine vom Niederrhein sind und sogar alle von einem und demselben Baggerloch stammen.Der Kies, der dort liegt ist optisch jedenfalls ein wahrer Cocktail an verschiedenen und verschieden farbigen Steinen...

Stein-Angler83:

--- Zitat von: smoeller am 15 Mar 21, 08:36 ---Hallo,

Die beiden roten in der 2. Serie sind Jaspis bzw. Jaspis-Brekzien aus dem Bereich N Marburg. Such mal nach Kellerwald-Jaspis. Darunter ein Limonit-Sandstein (oft fälschlich auch Toneisenstein genannt) aus dem oberen Tertiär (Miozän, ca. 20 Mio. Jahre).

Der 2. der letzten Bilderserie ist ein sog. Quarzknauer (Quarzlinse) aus einem Glimmerschiefer. Evtl. aus dem Alpenraum. Dann ein Granit (wahrscheinlich Alkalifeldspatgranit), dürfte ursprünglich aus Südkandinavien sein und mit der vorletzten Eiszeit an den Rhein gelangt sein (oder als Baustoff). Das letzte ist ein Kieselschiefer (Lydit), kommen u. a. in Hessen und bei Adorf im Sauerland vor.

Ein ausgewiesener Kenner der im Rheinschotter vorkommenden Gesteine ist Sven von Loga, hat auch Bücher geschrieben zu dem Tema und bietet Exkursionen im Kölner Raum an.

Glück Auf!
Sebastian

--- Ende Zitat ---
Danke für diese schöne Auskunft und auch an alle anderen für die schnellen Antworten. Hab ich denn da irgendwas besonderes gefunden oder eher nicht so? Frage das einfach nur aus Neugier denn wie so oft denkt man, man hat etwas besonderes gefunden, wenn man keine Ahnung von der Materie hat und dann kommen die Leute mit Ahnung und holen einen erstmal runter. Beim 1. Stein dachte ich zuerst es sei ein Bernstein.... Hat jemand  vielleicht ein paar Tipps, wo ich am Niederrhein gute Steine finden kann? Würde gern mal nen Stein durchschneiden...

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