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Autor Thema: Opalholz, Deutschland (?)  (Gelesen 1455 mal)

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Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #15 am: 21 Mär 21, 19:13 »
Danke Werner, sehr interessant!
Zumindest abstract + expose der Arbeit sind ja im www zu finden (link kann ich keinen einstellen, weil beim Anklicken des Suchergebnisses gleich das pdf öffnet - also selber googeln!).
Sollten die Fundstücke von Andrej wirklich zu einer der oligozänen Florengesellschaften gehören, wäre es wohl vermutlich die jüngste postvulkanisch-lakustrine Floren-Gesellschaft 3, vermute ich mal.
Aber mein Verdacht geht dahin, dass die Opal-/Chert-Fazies deutlich jünger ist (weiß leider nicht, was Winterscheid dazu schreibt) - die jüngsten vulkanischen Aktivitäten im Siebengebirge sind ja angeblich "nur" ca. 15 Mio. Jahre alt.
Das würde mir zu Andrejs Angabe passen, dass die Opalhölzer "weicher" als z.B. die ungarischen sind - und anscheinend ist es ja wirklich so (wobei ich da früher sehr skeptisch war), dass bei einer "Reifung" der SiO2-Gesteine/-Varietäten der Chalzedon- bzw. schließlich Quarzanteil zunimmt. Allerdings gibt es natürlich auch deutlich ältere Opalhölzer (z.B. Springsure/Australien - aber da stellt sich mir schon die Frage: ist das wirklich noch Opal? - auch wenn die Hölzer manchmal - evtl. nur "verkaufsfördernd" - so bezeichnet werden). Mit dem jüngsten Siebengebirgs-Vulkanismus würden hingegen als sehr bekanntes Beispiel die Opalhölzer der Virgin Valley Formation (16-14 ma) geochronologisch recht gut zusammenpassen ......
Bzw. rein nach Bauchgefühl (und ohne mich in die Problematik entsprechend eingelesen zu haben), würd ich die Stücke sogar noch jünger - also ab 13 bis 10/9 mio??? - einschätzen ... aber das ist jetzt reine Spekulation ....
« Letzte Änderung: 21 Mär 21, 19:40 von oliverOliver »

Offline Andreas K

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #16 am: 21 Mär 21, 20:31 »
Das sind offenbar Lesefunde.

Falls die Stücke wirklich aus dem Siebengebirge (und nicht anderswo her aus der Umgebung von Bonn) sein sollten, ist das ja aufgrund des Naturschutzgebietes wohl nicht anders möglich - umso beachtlicher!

laut Sammler sind die Stücke nicht aus Siebengebirge, weil das Naturschutzgebiet ist. Auch nicht aus Königswinter, Siegburg, Wintermüllenhof  und linkem Rheinufer. Ich glaube, wenn die Fundstelle gründlich abgesucht wird, bekomme ich genaue Fundortangaben. Das ist nachvollziehbar...
 Obwohl ich selbst die Angabe direkt gemacht hätte. Dann kommt definitiv keine dorthin suchen  ;D. Das kenne ich von "meiner" Fundstelle am Buschtunnel für Aachener Oberkreide...
Die Fundstelle sollte irgendwo im Wald liegen. Das sind oberflächliche Funde, zT recht ausgewittert.

Ich habe noch ein Paket mit mehreren Stufen bestellt. Zeige diese Woche ein paar größere Stücke hier.
Grüße
Andrej

Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #17 am: 21 Mär 21, 20:33 »
danke für die näheren Angaben - und ich bin schon sehr neugierig auf die neuen Fotos!
 ;D

Offline Andreas K

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #18 am: 26 Mär 21, 11:21 »
Hallo zusammen,
ein paar neue Stücke sind angekommen. Allerdings noch nicht geschnitten, genauso wie vorherigen. Man sieht aber, dass manche Hölzer mehr oder weiniger durchwurzelt sind. So wie ich das von turkischen und ungarischen Stücken kenne. Die Zellerhaltung ist eher von schlecht bis mäßig. Auf jeden Fall vom Stück zum Stück unterschiedlich. manche, sehr stark opalisierte Stellen haben gar keine Struktur erhalten (ähnlich wie bei Hölzern aus Königswinter oder anderen Fundorten um Bonn).

Es gibt auch ein paar Laubhölzchen dabei. Ich denke, wenn ich alles geschnitten bekomme, findet sich mehr davon.
Schöne Grüße, Andrej

Offline Andreas K

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #19 am: 26 Mär 21, 11:24 »
ich bin schon sehr neugierig auf die neuen Fotos!
 ;D

Offline Andreas K

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #20 am: 26 Mär 21, 11:28 »
Das größere Holz in der Stufe oben  ist ca 7 x 3 cm stark. Es sind mehrere drinnen.

Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #21 am: 26 Mär 21, 19:38 »
wow, super Stücke dabei!
Du hast wirklich Talent dafür, immer völlige Raritäten aufzutreiben!  :D

Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #22 am: 30 Mär 21, 16:35 »
Ich bin da geradezufällig  über etwas gestolpert: Bonn - Muffendorf "Marienforster Steinweg"
Geologie (angeblich) (unter-)miozäne  verkieselte Süßwasserkalke über Trachyt-Tuff, mit fossilhältigen (z.B. Gastropoda) "Chalzedonen" und Opalen - also Limnosilizit.
Klingt in diesem Zusammenhang ja mal sehr spannend, finde ich ........
Und laut Luftbild führt der Marienforster Steinweg im Ostteil über einen bewaldeten Hügel! (Westteil verbaut)

Ist leider zu weit weg von mir, um da schnell mal am Nachmittag hinzufahren und mir das anzusehen …..  ;D
« Letzte Änderung: 30 Mär 21, 17:38 von oliverOliver »

Offline Andreas K

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #23 am: 30 Mär 21, 19:05 »
Genau))). Das habe ich mal in der Bibliothek in einem Buch für Geologie dieser Region gelesen, kann die Kopien aber nicht finden. Deswegen besteht es bei mir kein großer Zweifel, dass diese Hölzer ungefähr von dort stammen könnten.

Das liegt zwar fast um die Ecke, habe bis jetzt aber dort richtig nicht gesucht.
Schöne Grüße aus Aachen,
Andrej

Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #24 am: 30 Mär 21, 19:26 »
Das liegt zwar fast um die Ecke, habe bis jetzt aber dort richtig nicht gesucht.

na dann - nichts wie hin!  ;D

Offline Sargentodoxa

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #25 am: 31 Mär 21, 21:14 »
Hallo Oliver
Auch diesen Fundort mit dem "Muffendorfer Süßwasser-Hornstein" gibt H.Winterscheid in dieser Publikation an.
... Zustand 2005: Vorkommen nur noch als Lesesteine...
Chronostratigraphie: Ober-Oligozän, Chattium 
LG Werner

Offline oliverOliver

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Re: Opalholz, Deutschland (?)
« Antwort #26 am: 31 Mär 21, 22:12 »
hallo Werner,
nochmals danke für die Zusatzinfo!
Nur noch als Lesesteine bzw. "anscheinend anstehend, aber nicht mehr wirklich anstehend / keine gesicherte Stratigraphie" (also offenbar Erosionsreste bzw. "Residuals") gab auch meine spärliche/stichwortartige Quelle (s.u.) an (sinngemäß), daher war dort das Untermiozän (also etwas abweichend zu/jünger als bei Winterscheid) sozusagen mit Fragezeichen versehen (wörtlich: "Schwierigkeit der Datierung auf Grund fehlender primärer Zuweisung").
Weißt du, ob die Oberoligozän-Datierung irgendwie abgesichert ist - evt. durch die Gastropoden-Biostratigrafie ???
lg + ga
oliver

Quelle: http://www.praehistorische-lithothek.de/page6.php und das dort verlinkte pdf
(zumindest im pdf werden unter "Fossilien" auch ganz allgemein "Pflanzen" vermerkt)
« Letzte Änderung: 31 Mär 21, 23:00 von oliverOliver »

 

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