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Was könnte das sein_Mafit und Alkalifeldspat / ohne FO
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Lothar Schuh:
Hallo,
hat jemand eine hilfreiche Idee? Alkalifeldspat, nicht magnetisch, HCl-Test: weisse Stellen CO2-Entwicklung (meist ca 1 mm gross, Anzahl: wenige).
Was das Dunkle ist, kann ich nicht sahen. Erkennbare Kristalle nur ganz vereinzelt (Pyroxen?)
Für Granit siehts komisch aus. Ich find auch kein Quartz und dafür Karbonat in Gefüge verteilt...
Gruß
Lothar Schuh:
noch ein Foto. das Weisse unten rechts ist Karbonat.
felsenmammut:
Glück Auf!
Bei Bestimmungsanfragen geben der Fundort und die Fundumstände häufig wichtige Hinweise. Auch Größenangaben helfen bei der richtigen Einschätzung. Und falls noch nicht bekannt, bitte hier reinschauen und anwenden: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide
Die Zuordnung von Gesteinen in Kategorien basiert zu einem wesentlichen Teil auf ihrer Mineralzusammensetzung. Zumindest die Hauptkomponenten müssen dazu analysiert werden. Das ist manchmal mit angucken, manchmal mit sammlerhaushaltsüblichen Methoden, aber oft genug nur mit aufändiger Technik möglich. Insbesondere wenn der Fund aus dem geologischen Zusammenhang seiner Entstehung gerissen wurden, fehlen Anhaltspunkte für die Mineralszusammensetzung.
Calcit ist mit dem HCl Test naheliegend. Wie wurde der Alkalifeldspat diagnostiziert? Quarz kann durchscheinend, grau und gut getarnt sich gut im Gefüge zwischen anderen, auffälligen Kristalliten verstecken. Ein Ritztest mit einem Eisenwerkzeug kann die Anwesenheit einer Mineralkomponenten mit Härte 7 oder härter feststellen. Man geht dann zunächst von dem häufigsten und damit wahrscheinlichsten Mineral dieser Härtekategorie aus: Quarz. Sollte das Erscheinungsbild Anlass für anderesMinerale geben, kann man diese selbstverständlich in Erwägung ziehen. Ein Härtetest kann auch leicht die dunkle Komponente in dem hier diskutierten Stein näher charakterisieren. Ein Glimmer ist deutlich weicher und lässt sich in dünne Plättchen zerlegen. Spätestens unter dem Mikroskop sollte die gute Spaltbarkeit auffallen. Pyroxene brechen bevorzugt muschelig ohne deutliche Spaltbarkeit. Amphibole haben zwei bevorzugte Spaltrichtungen die sich deutlich schiefwinklig treffen.
Mein erster Eindruck ist etwas im Bereich von Gneis mit Dunkelglimmer.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Lothar Schuh:
Hallo und danke für die Antwort,
Herkunfts-Fundort habe ich leider nicht. ich weiss, das ist nicht optimal und sollte nicht sein...
Ich nutze ein Aufsichts-Stereo Mikroskop...
Alkalifeldspat habe ich auf Grund der teilweise glatten Kristallspaltungen und der deutlichen Winkel mal angenommen. Kein Quarz...
Farbe passt zu Alkalifeldspat - ähnlich Rapakiwi-Granit
Quarz, wenn, dann sehr wenig -> daher habe ich in QAPF diagramm die Felder "Alkalifeldspatgranit, -syenit" in Betracht gezogen.
Glimmer (was zu Granit passen würde), hab ich nochmal geprüft, lässt sich nicht beobachten (wäre durch Kratztest unter Mikroskop zu sehen)
Foliation lässt sich erkennen.
Was das Schwarze ist: keine Ahnung da aphanitisch.
Unter Mikroskop hab ich grad eine winzige Druse mit grünen Kristallen (sieht wie Epidot aus) gesehen.
Metamorphit/Metasomatose??
Mehr hab ich nicht....Gruß
Lothar
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